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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenbau Diversity



Käpt'n Balu
24.11.2009, 18:58
Ich versuche gerade ein einfaches Empfängerdiversity zu entwerfen, das von 4 Videoempfängern das beste Signal durchlässt.
Basieren soll das ganze auf der Rssi Spannung, die am Videoempfänger anliegt.
Ich hab zwar ein bischen Ahnung von Elektronik, bin jetzt aber nicht gerade der Vollprofi. :rot:
Da die Rssi Spannung Analog ist, dachte ich mir ich vergleiche einfach die Spannungen über Komparatoren und UND Gatter. Den ersten Entwurf sieht man auf den Bildern.

Der erste Block vergleicht jeweils E1 mit den drei anderen Spannungen, um zu sehen ob E1 die größte Spannung ist. Für ein 4-fach Diversity bräuchte ich also vier dieser Blocks. der zweite Block dient nur zur Absicherung um nachzuschauen ob noch ein anderer Ausgang aktiv ist, so dass nicht 2 Ausgänge gleichzeitig durchgeschaltet werden können.

Hinter diese Schaltung soll dann ein Analogswitch Ic kommen das mit den vier Ausgängen (A1 bis A4) angesteuert wird und zwischen den Videosignalen der Empfänger hin und her schaltet.

Könnte das so funktionieren ? Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit die 4 Spannungen zu vergleichen ?



[attachment=721]

[attachment=722]

Wenn das ganze fertig ist, soll es mal ungefähr so aussehen.
http://www.rc-cam.com/forum/uploads/monthly_12_2008/post-16-1229632750_thumb.jpg

Vampyr
24.11.2009, 22:13
Hi Marc,
interessantes Projekt.
darüber habe ich auch schon nachgedacht und war mir über einen Vergleichsalgorithmus nicht ganz schlüssig.

Allerdings ist die Schaltung sehr interessant, da ich mir nahezu das Gleiche letzte Woche mit meinem E-Technik-Prof zusammen ausgesponnen habe um ne Einzelzellenüberwachung bei Lipos zu realisieren.

Das größte Problem, was ich momentan sehe, ist, dass die Komparatoren ja an sich Gleichspannungen vergleichen. Das aber extrem schnell.
Das heißt im schlimmsten fall könnten die Komparatoren ein Wellental im Signal als Unterspannung detektieren. Das währe zu prüfen.


Hast du mal ein paar Quellen deiner bisherigen Informationen?
Dann würde ich mich da mal ein wenig einlesen.

Gruß
Christoph

Mashu
25.11.2009, 06:49
Sehr Interessantes Projekt,

Ich hoffe es wird nicht wie so viele andere Projekte an der Umsetzung oder mangels Durchhaltevermögen scheitern.

Grüße Mashu

Steffen Graap
25.11.2009, 11:16
Hy

Ich würde nicht jedes Signal mit jedem vergleichen. Es reicht wenn du den Vergelich nach dem K.O.-System machst.
1 mit 2 vergleichen
3 mit 4 vergelichen
die jeweiligen Gewinner miteinander vergleichen
1 oder 2 mit 3 oder 4
das sparrt ein wenig Elektronik.

Das Problem wird aber die Syncronisierung der Signale. Wenn z.B. 1 das stärkste Signal hatte und jetzt 2, wie verhält sich das Ausgangssignal bei umschalten von 1 auf 2 (Phasenverschiebung, Signallaufzeiten, ect.). Wenn dann der Vergleich zwischen zwei Signalen noch im Grenzbereich ist, hat man daueren ein Hinn- und Herschalten zwischen den Signalen. Ich behaupte mal das das für das Bild nicht förderlich ist. Wenn über den Audiokanl noch ein Datenstrom übertragen wird, wird dieser immer wieder unterbrochen.

Ich denke mal das Diversitysystem muss über einen Microcontroller laufen, der einmal entscheidet welches Signal das stärkste ist, und dann die Umschaltung syncronisiert.

Gruß Steffen

Käpt'n Balu
25.11.2009, 15:46
Soooo... Ich habe jetzt mal eine Skizze gemacht wie das ganze mit einem Ko System aussehen könnte.
Das Problem bei dem Teil wird das Umschalten im Grenzbereich werden. Also wenn 2 Empfänger ungefähr gleich guten Empfang haben, wird das Signal ständig hin und her geschaltet. Dann müsste man so etwas ähnliches wie bei einem Komparator mit Hysterese einbauen, dass das Signal erst umspringt wenn es z.B. 0,2 V niedriger ist als das andere. Im Moment suche ich noch nach einer Lösung, wie ich das hinkriege.

Von Microcontrollern habe ich leider überhaupt keine Ahnung, weshalb ich erstmal die Lösung mit einfachen Logikbausteinen versuchen will. :D

[attachment=725]

Steffen Graap
25.11.2009, 19:18
Ich hätte da noch einen Vorschlag zur Bauteileinsparrung. Das ganze basiert auf der schon Vorgeschlagenen K.O.-Methode. Allerdings würde ich nach der Erstauswahl zwischen E1&E2 und E3&E4 einen Analogschalter einfügen, der jeweils das bessere Signal an den zweiten Vergleicher leitet. Aus den Ergebnissen des ersten und zweiten Vergleiches wird dann der "Winner" gekührt und das entsprechende Signal wieder über Analogschalter dem Ausgang zugeführt.
Eine kleine Hysterese in den Komperatoren macht schon Sinn und würde nur bei wirklichen Unterschieden ein umschalten auslösen.

Gruß Steffen

Käpt'n Balu
25.11.2009, 20:42
Der Entwurf gefällt mir schon sehr gut, vielen dank. Mit welchem Programm hast du die Zeichnung gemacht ?
Bleibt nur noch die Frage mit der Hysterese. Normalerweise ist ja der Minuseingang des Komparators mit Hysterese auf Masse gelegt. In unserem Fall sind aber beide Eingangsspannungen variabel.
Wie bekomme ich es jetzt hin, dass eine Hysterese von z.B. 0,2 Volt entsteht ?

Komparator mit Hysterese:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/schalt/03112711.gif

okke dillen
25.11.2009, 22:52
hai!

Du willst ja einen komparator mit hysterese haben. also die beiden (aufbereiteten) rssi's über vorwiderstände in die op-eingänge rein und gut. nochn poti zu dem widerstand im gegenkopplungszweig und die hys ist einstellbar ;)

das programm ist eagle von cadsoft. es gibt auch eine freeware-version ;)

ich hab hier (http://www.fpv-community.de/comm/forum/showthread.php?tid=507&pid=5837#pid5837) schommal zu dem thema noch ein paar gedanken geäußert

vllt könnte man das hier ja noch weiterverfolgen...?

viele grüße,
o.d.
;)

Steffen Graap
25.11.2009, 23:00
mist , da ist mir doch eben mein frisch geschriebenes Post ins Nirvana gegangen, jetz muss ich es noch mal tippen

Als Schaltplan- & Layouteditor benutze ich EAGLE. Eine abgespeckte Freewareversion gibt es beim Hersteller (http://www.cadsoft.de/freeware.htm).

An die Koparatoreingänge kommen einfach jeweils ein Spannungsteiler und dann sollte das funktionieren. Damit die Eingangsignale nicht belastet werden, sollte jedes Eingangssignal mit einem Impedanzwandler versehen werden. Beides habe ich mal in den Schaltplan eingezeichnet.

Der obrige Schaltplan dient nur als Funktionsplan und ist nicht vollständig. So müssen z.B.: die Koparatorausgänge an die Pegel der Logiceingänge angepasst werden.

Gruß Steffen

Käpt'n Balu
28.11.2009, 13:55
Das System mit dem Komparator mit Hysterese habe ich jetzt kapiert :D
Ich weiß allerdings noch nicht wie ích die erste mit der zweiten Schaltung verbunden kriege.
Es muss ja das "alte" stärkste Signal mit dem neuen verglichen werden.
Man müsste also quasi das alte Signal einmal anlegen und dann quasi irgendwie Speichern, oder denke ich da schon wieder zu kompliziert ?
Ich habe die besagt Stelle mal in der Schaltung markiert.

[attachment=741]

okke dillen
28.11.2009, 14:37
moin leute,

ich will euch jetzt echt nicht den wind aus den segeln nehmen, eher im gegentum, aber die betrachtung des rssi signals als einzige informationsquelle für die "güte" des empfangenen videosignals halte ich für nicht ausreichend!

grund:
stellt euch vor, euer flieger ist 500m weit weg. das rssi-signal, das zu EUREM flieger gehört ist also klein. nun fliegt ein ANDERER auf demselben band (garnichtmal demselben kanal!) in geringem abstand - sagen wir 100m - an einer anderen quadrantenantenne vorbei und was passiert? dessen feldstärke erzeugt einen dickeren rssi-wert und das diversity schaltet auf die von eurem flieger abgewandte antenne um! resultat: bild weg! http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/g045.gif
das rssi ALLEIN auszuwerten, funktioniert nur, wenn man als einziger weit und breit unterwegs ist.

abhilfe:
videosignal bewerten! habs zwar schonmal in einem anderen fred gepostet, aber in diesem hier isses besser aufgehoben...

--> gesucht werden also kriterien, die gut (=eindeutig) meßbar sind und sich proportional zur sog. "empfangsgüte" verhalten.

mein ansatz dazu wäre die bestimmung des flächeninhalts der h-syncs. sinkt deren flankensteilheit, dann tut sie das, weil die bandbreite des videosignals sinkt. und die bandbreite sinkt, weil die übertragungsgüte verluste hat. somit sinkt das flächenintegral der h-sync-pause und das ist bequem meßbar. hebt sich zudem noch der sync-boden, verstärkt das den effekt. der rx mit dem größeren flächeninhalt im h-sync gewinnt. so die idee. :cool:

das rssi signal entspricht dem agc-verstärker-pegel im rx, der die amplitude des empfangenen rohsignals annähernd konstant halten soll. damit wäre das rssi eigentlich disqualifiziert...
hoppla, das wollten wir ja gar nicht! aber es könnte ja als "frühwarnsignal" dienen, bevor die videoinformation unlesbar wird!
solange alle videosignale noch satt sync-fläche aufweisen, wird das höherwertige rssi-signal bevorzugt. spätestens jedoch sobald eines der beiden signale eine signifikante sync-flächenverkleinerung zeigt, wird zwangsumgeschaltet. quasi als letzte instanz.

es gäbe also 2 instanzen:
1. ist alles im grünen bereich, entscheidet der bessere rssi-wert
2. ist die abweichung der sync-flächen zu groß, ist das das umschaltkriterium, unabhängig vom rssi-wert.

alles unter der annahme/forderung, daß die "gefühlte" bildqualität proportional zum flächenintegral=flankenqualität des h-sync-signals ist, die man objektiv messen kann.

oder schieße ich jetzt über das ziel eines einfachen diversity hinaus? immerhin, alles beschriebene läßt sich mit analogtechnik lösen, ohne daß man was programmieren muß. firmwarelösungen (digital) sind eh zu langsam!

viele grüße,
o.d.
;)

Steffen Graap
28.11.2009, 15:07
Hy
@ okke Dikken
Leider stecke ich noch nicht so weit in der Materie, das ich die 100% folgen könnte. Ich bin gerade dabei mir ein bodengebundenes Versuchsobjekt zu Bauen, und die ersten Komponenten (Billigkamera, Sender, Empfänger) trudeln so langsam ein. Vielleicht können wir uns in ein/zwei Monaten nochmals genauer über deine Theorie unterhalte, da ich auch auf der Suche nach einem brauchbaren Diversity & Trackingsystem bin. Das Trackingsystem vorzugsweise ohne GPS.:D:???:

Aber zurück zum ursprünglichen Ansatz, ob der nun richtig funktioniert bleibt zu ermitteln. Da ich den Schaltplan nicht gespeichert habe, habe ich die ganzen Details ins Bild eingetragen.
Die zweite Schaltung ist schon Bestandteil der ersten, allerdings etwas detalierter gezeichnet. Die beiden Komparatoren N1A & N1B müssen durch die zweite Schaltung ersetzt werden. Für den Komparator N1C wird nur der Komparatorteil der der zweiten Schaltung benötigt, die Impedanzwandler sind ja schon in den Eingängen vorhanden.
Beim zeichnen des ersten Schlatplanes ist mir ein Fehler unterlaufen. Die Eingänge von U2x sind natürlich die Viedeosignale und nicht wie im Schlatplan dargestellt die RSSI-Signale.

Gruß Steffen

Käpt'n Balu
28.11.2009, 19:00
Ok, jetzt ist mir auch klar wo die Hysteresen hinmüssen. Jetzt habe ich noch die Frage wozu die Spannungsteiler vor den Komparatoreingängen sein sollen. Ist die volle RSSI Spannung zu hoch für normale Komparatoren oder hat das einen anderen Grund ?
@ Okke Dillen
Dein Ansatz mit den H-Syncs hört sich sehr interessant an. Kannst du da mal etwas genauer erklären wie man diese Flächen messen kann ?

Vampyr
28.11.2009, 20:46
Jetzt habe ich noch die Frage wozu die Spannungsteiler vor den Komparatoreingängen sein sollen. Ist die volle RSSI Spannung zu hoch für normale Komparatoren oder hat das einen anderen Grund ?


Das sieht mir mehr nach Differenzverstärker als nach Komparator aus, wenn der Wiederstand nicht zwische Ausgang und nichtinvertiertem Eingang sondern zwischen Out und invertiertem Eingang liegen würde und der Widerstand vom zweiten Eingang zur Masse nicht währe.

Mysteriös

Steffen Graap
28.11.2009, 21:10
Die Spannungsteiler sind dazu da, damit du zwei Spannungen miteinander vergleichen kannst. Du hast weiter oben ja das einfache Schaltbild eines Komparators mit Hysterese gezeichnet. Damit man aber nicht gegen Masse vergelichen muss wird am invertierenden Eingang ein Spannungsteiler von der Versorgungsspannung nach Masse angeschlossen mit dem die Vergelichsspannung eingestellt wird. Was spricht jetzt dagegen diesen Spannungsteiler nicht an die Versorgungsspannung, sondern als zweiten Vergleichseingang zu benutzen?

@Vampyr
prinzipiell hast du recht, das sieht einem Differenzverstärker schon sehr ähnlich, aber der feine Unterschied der vertauschten Eingänge macht eben den Unterschied.

Vampyr
28.11.2009, 22:42
Damit man aber nicht gegen Masse vergelichen muss wird am invertierenden Eingang ein Spannungsteiler von der Versorgungsspannung nach Masse angeschlossen mit dem die Vergelichsspannung eingestellt wird. Was spricht jetzt dagegen diesen Spannungsteiler nicht an die Versorgungsspannung, sondern als zweiten Vergleichseingang zu benutzen?


Für mich sprechen die Schwankungen in der Versorgungsspannung dagegen, wenn diese nicht über spawas oder ähnliches stabilisiert ist.

Ich würde ne Referenzspannung z.B. über Spannungsteiler und Z-Diode einstellen, mit der alle Spannungen verglichen werden, da die Widerstände ja auch schwanken.


Aber abgesehen von solchen Details würde ich mich wie in meinem ersten Post und dem wirklich guten Einwand von Okke erstmal mit der Grundidee beschäftigen, da so ein Diversity eben nicht mal eben ein einfacher Spannungsvegleich ist.

Hilfreich währen erstmal Ideen über die Art der Signalauswertung, wie sie Okke sehr gut angeführt hat und dann vllt ein kleines Struktugrämmchen oder ein Blockschaltbild um das Ganze mal zu fokusieren.
DANN und erst dann sollte man an einem Schaltplan rumbasteln

Steffen Graap
29.11.2009, 08:55
Damit man aber nicht gegen Masse vergelichen muss wird am invertierenden Eingang ein Spannungsteiler von der Versorgungsspannung nach Masse angeschlossen mit dem die Vergelichsspannung eingestellt wird. Was spricht jetzt dagegen diesen Spannungsteiler nicht an die Versorgungsspannung, sondern als zweiten Vergleichseingang zu benutzen?


Für mich sprechen die Schwankungen in der Versorgungsspannung dagegen, wenn diese nicht über spawas oder ähnliches stabilisiert ist.

Ich würde ne Referenzspannung z.B. über Spannungsteiler und Z-Diode einstellen, mit der alle Spannungen verglichen werden, da die Widerstände ja auch schwanken.


da hast du recht, so etwas sollte nur über eine stabilisierte Spannung gemacht werden. Ich wollte ja nicht ins Detail gehen, sondern nur die Herleitung der Schaltung erklären, und damit der Vergleichsspannungszweig nicht unbeschaltet ist, habe ich halt Versorgungsspannung geschrieben.

Zum zweiten Teil deines Post stimme ich dir auch zu. Aber wie schon weiter oben erwähnt, arbeite ich mich erst in die Materie ein. Der Schaltplan war nur ein Gegenvorschlag zu Käpt'n Balus Vorschlag und sollte eigentlich auch nur als Funktionsplan gesehen werden. Im Nachhinnein ist er halt etwas detalierter geworden.

Ein Versuchsaufbau nach der vorgeschlagenen Methode (eventuell mit nur zwei Eingängen) kann aber nicht schaden, daraus lassen sich bestimmt ein paar Erkenntnisse ableiten. Als fertiges Diversity würde ich das dann allerdings noch nicht bezeichnen.

Gruß Steffen

Helimensch
29.11.2009, 10:59
Leute,

würde an dieser Stelle auch ganz gerne auf ein recht naheliegendes Thema verlinken:
http://fpv-community.de/comm/forum/showthread.php?tid=507

Darin hatte u. a. Okke schon recht detailiert über einen Lösungsansatz geschrieben. Gehört sinngemäß hier mal als Verweis dazu.

Grüße
Mario

okke dillen
07.01.2010, 13:51
tach auch! :D

es geht weiter hier, ich bin kräftig am bauen (stadium: noch "schaltplanung") und suche noch nach einer alternative zum LM1881. hat da einer von Euch nen vorschlag dazu? der ist nämlich schon recht betagt und es könnte inzwischen nachfolger geben...besonders zum thema full-hd-support.
das diversity sollte nicht nur standard 4:3 können, sondern idealerweise auch hd und fullhd - so meine planung. :cool:

die bewertungsschaltung für das videosignal ist soweit fertig designed. je mehr ich drüber nachdenke (was auch bei der fortlaufenden umsetzung der anfänglichen idee in die schaltungsrealität nicht ausbleibt ;) ), desto mehr komme ich zum schluß, daß die betrachtung des rssi-wertes immer uninteressanter wird. könnte sogar sein, daß ich das völlig außenvor lasse und dieser schaltungsteil wieder komplett rausfliegt. die bewertung der videoqualität erscheint mir inzwischen dermaßen gut, daß auf das "feature" rssi ganz verzichtet werden kann, ja sogar, daß es eher störend wirkt!

und das beste: die ganze schaltung ist immer noch komplett analog! :D kein (programmierbarer) digitalsch..ß! :cool:
da es eine integrierte lösung wird, also 2 empfänger und das diversity in einer box integriert sein werden (ähnlich dem iftrontech), kommt je empfänger eine 8stellige rssi-bargraph-anzeige dazu (denn die information selbst ist nicht völlig uninteressant), und eine kanalanzeige.
jeder empfänger behält seinen eigenen ausgang, zusätzlich zum okke-diversity, also wird es mindestens 3 rca-ausgänge geben. ich gedenke sogar, den diversity-ausgang zu verdoppeln, sodaß brille und dvr gleichzeitig angeschlossen werden kann.

das wären in summe allerdings 12 rca (=cinch) buchsen, zu je 1x CVBS, 1x AUDIO-L, 1x AUDIO-R. das belegt fast die komplette seitenwandfläche, uups :S:

naja mal sehn...

viele grüße,
o.d.
;)

ps: achja, bitte meine eingängliche frage nicht vergessen! die hd-tauglichkeit hängt davon ab ;)

Steffen Graap
07.01.2010, 17:10
Hy Okke

HD <-> Analog:???:

Ich glaube nicht, das ein analoges HDV gibt, damit solltes auch den von dir gesuchten Chip nicht geben.
Bei Wikipedia mal nach HDV gesucht, da stand was von Verarbeitungsprozessor und MPEG-2.

allerdings ist das nur eine Vermutung von mir.

Gruß Steffen

okke dillen
07.01.2010, 17:34
hoi Steffen,

...vermutung, von mir auch. generell erwarte ich jedoch, daß ein hd bildformat, sofern es von einer analogen kamera generiert wurde, ebenfalls über h- und v-syncs verfügen muß. dies sollte zumindest für das 16:9 format gelten. das ist ja noch nicht automatisch HDV. natürlich ist die bandbreite erheblich höher, aber das ist ja nicht das problem!

insofern ist die verwendung des kürzels "HD" in meinen ausführungen vermutlich unzulänglich bzw falsch. gemeint ist eigtl nur 16:9, was aber die höhere bandbreite benötigt, wegen der längeren zeile und der höheren anzahl punkte (bzw linien), die sich darauf darstellen lassen.

oh, muß mal kurz einkaufen gehen :rot:
bis gleich wieder...

;) o.d.

Steffen Graap
07.01.2010, 23:16
Hy Okke

Wenn ich mich richtig belesen habe, besteht ein über PAL übertragenes Bild aus fast immer aus 625 Zeilen. Dabei ist aber keine Bildbreiteninformation (inform von Pixel o.ä.) vorhanden, da ja Analog. Die Aufnahmequelle ist bei PAL aber immer 4:3. Für eine 16:9 Darstellung wird das Bild entweder beschnitten oder verzehrt. Alternativ gibt es noch PALplus, womit ein richtiges 16:9 Bild übertragen wird.

Aber genug der Theorie, vieleicht hilft dir ja diese Seite (http://search.datasheetcatalog.net/key/page61/VIDEO+SYNC+SEPARATOR) weiter.

Gute Nacht

okke dillen
08.01.2010, 15:01
jepp!

PAL hat generell 625 zeilen. freilich ist keine pixelinformation da, aber:
stell dir vor du möchtest eine schwarze, vertikale linie oder punkt auf hellem hintergrund darstellen (oder umgekehrt), dann ist das also ein einzelner spannungswert von ca 300mV (=schwarz), der als möglichst feine "nadel" auf der 1V (=weiß) hintergrund-linie erscheinen soll. je feiner diese nadel mit einem spannungshub von vollen 700mV werden soll, umso höher muß die bandbreite sein, weil für diesen festen spannungshub von weiß nach schwarz (=700mV) und wieder zurück nach weiß innerhalb einer bestimmten zeit eine mindest-flankensteilheit nötig.

je steiler nun diese flanke ist, umso mehr flanken passen in dieselbe zeile und desto höher ist demnach die auflösung, weil nun mehr schwarze punkte bzw vertikale linien je zeile dargestellt werden können.
das hat bis hierher erstmal nichts mit pixeln zu tun, sondern bestimmt lediglich die anforderungen an den frequenzgang der schaltung, die dieses videosignal behandeln soll. hier geht es also zunächst mal um die "elektrische" auflösung ;)

oder rechnerisch:
um eine auflösung von 420linien darstellen zu können (=420 schwarze linien auf weißem hintergrund mit vollen 700mV hub), benötigt man bei 25 vollbildern/sec und 625 zeilen je vollbild eine bandbreite von

25 x 625 x 420 /sec = 6.562.500/sec also rund 6,6 MHz :ding:

bei 550 linien sind das schon 8,6MHz http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/g045.gif

bei 4:3 ist das schon sehr viel. 4:3 ist 12:9. bei 16:9 wären also 33% mehr linien pro zeile darzustellen, also 550 x 1,33 = 731,5 linien, die in die längere zeile passen würden (rein optisch). das entspricht dann bereits einem bandbreitenbedarf von 11,4MHz!

damit sind wir fast beim doppelten der 420er auflösung...mmpf
fragt sich, was die hf-strecke noch davon übrig läßt... :dodgy:

pixel:
generell bräuchte man für die darstellung von 420 linien eine auflösung von 841 pixeln, weil neben jedes dunkle pixel ein helles gehört, sonst könnte man die linie ja nicht darstellen. PAL wird digital aber zumeist nur mit 720x576 gesampled und gespeichert. eine auflösung von 360 vertikalen linien kann also eigtl nicht überschritten werden. um die verwirrung perfekt zu machen: was soll also eine kameraauflösung von mehr als 360 linien??? :P:

in der tat, beim standbild ist die frage berechtigt. beim bewegten bild relativiert sich das aber und nur durch die bewegung wird es dem menschlichen auge möglich, auch "zwischen" die pixel zu gucken - einfach ausgedrückt. ;)
und tatsächlich, das experiment zeigt, daß die 420er kamera ein besseres (bewegtes!) bild liefert, also die 380er. die 550er ein besseres als die 420er usw..

danke auch für den link, kannte ihn zwar, aber ich hab keinen lieferanten für die 4882er gefunden. :(
habe jetzt 4581er entdeckt, die tun's auch besser als der klassiker 1881.

soweit mal, ich geh wieder "eaglen" :D
o.d.

okke dillen
28.01.2010, 21:43
sodele, kleines Update:
der Schaltplan ist auf der Welt und ich bin am Layouten, das wird nochn Akt! Ein ganz schöner Haufen Gedöns isses geworden!
Ein paar Nachgedanken zur Frage "RSSI als Kriterium": während man an der idealen Schaltung tüftelt, denkt man ja immer noch weiter... so kam ich immer mehr zur Einsicht, daß RSSI eigtl völlig unnütz bzw unzureichend, ja sogar falsch ist. Je mehr ich den Integrierer verfeinerte, stellte sich heraus, daß die Qualität einer Videosignalbeurteilung anhand der gefundenen Kriterien eine sehr hohe Zuverlässigkeit verspricht. :D

Dennoch, es wird verschiedene Modi geben:
1. jeder Empf für sich allein, direkter Ausgang, kein Diversity bzw beliebiges nachgeschaltetes Div.
2. MIT Div, Auswahl nur nach Videoqualität
3. MIT Div, Auswahl nur nach RSSI-Qualität
4. MIT Div, Auswahl nach Verknüpfung beider Qualitäten

Und es kommen einem ja immer so allerlei "Colateral-Ideen" bezüglich diverser Anzeigen. So werden beide RSSI-Werte mittels 10 (9) stufiger Bargraph-Anzeige dargestellt, die Kanäle der Empfänger können synchron oder unterschiedlich gewählt werden (vllt will jemand mal mit 2 Tx'n auf untersch. Kanälen ausprobieren...), der Betriebsmodus ist wählbar, doppelter A/V-Ausgang fürs Div, zusätzlich einzel A/V-Ausgang der jew RXe, alle gleichzeitig belastbar (also 4 A/V-Ausgänge!), Tipptasten für Kanalwahl und natürlich
Aschenbecher http://www.cosgan.de/images/smilie/frech/r040.gif

Letzte Gedanken quälen mich noch, ob ich noch mal etwas Silizium spendiere und dem Videoausgangssignal bei der Ausgabe auf die Brille oder was auch immer angeschlossen ist, nochmal so nen richtig hammermäßigen, satten Sync-Rahmen verpasse, damit auch ja jedes noch so "piensige" Gerät klar definierte "Videosignalbedingungen vorfindet...hmmm

Mal noch ne Frage an die HF'ler hier: wie isn das bei der Leiterbahn vom Antenneneingang zum Buchsemittelpinlötauge bzgl Durchmesser-Längen-Geometrie? Dünn und lang ist wohl eher zu vermeiden bei den Frequenzen (wobei lang ca 2..4mm bedeutet), kurz und dick? Evtl sogar kreisförmig?

Das Layout braucht noch etwas, dann sind die nächste 2 Wochen noch Dienstreisen angesagt...ohjeh...

Viele Grüße,
o.d.
;)

Rene
26.04.2010, 10:44
Ich muß das Thema mal wieder hochholen.

Gibt es was neues? Erste Erfolge?

YaNnIk
27.06.2010, 20:43
Gibt es hier eigentlich irgendwann mal was neues? :(

Rangarid
16.08.2010, 20:01
Wüsst ich auch gern mal :D

chris4711
24.10.2010, 23:41
Hallo, ihr Diversitybastler :)
Ich habe eine eher grundsätzliche Frage zum Thema Diversity:
Was passiert, wenn man nach einem Fehler, der in der sagen wir mal 100. Zeile passiert, umgeschaltet wird? Kann der Rest des Halbbilds dadurch noch gerettet werden? Oder versaut dieser eine Fehler alles bis zur nächsten Vertikalsynchronisation? oder sogar noch mehr?
Eventuell ist auch nur diese eine, fehlerbehaftete Zeile kaputt? Vielleicht auch noch eine darauf folgende, weil der Fehler als "Zeilenumbruch" gewertet wird?

Keine Ahnung. Wer weiß die Antwort?

okke dillen
30.10.2010, 13:33
man spendiere mir mal nen monat urlaub und versorge mich mit essen, trinken und heizung, dann gehts weiter. so lange ich mich selber darum kümmern muß, habe ich leider keine zeit, hier weiter zu machen, weil die verbleibende zeit leider für andere prios draufgeht :(

status:
[attachment=2672]


Was passiert, wenn man nach einem Fehler, der in der sagen wir mal 100. Zeile passiert, umgeschaltet wird? Kann der Rest des Halbbilds dadurch noch gerettet werden? Oder versaut dieser eine Fehler alles bis zur nächsten Vertikalsynchronisation? oder sogar noch mehr?
Eventuell ist auch nur diese eine, fehlerbehaftete Zeile kaputt? Vielleicht auch noch eine darauf folgende, weil der Fehler als "Zeilenumbruch" gewertet wird?
ich weiß nicht, was andere schaltungen machen...aber meine schaltet beim näxten h-sync um und verliert im worst-case die darauffolgende zeile - mehr aber nicht!! ;)
somit ist der umschaltvorgang nicht wahrnehmbar :D

inzwischen hab ich noch andere video-ops entdeckt, die ich auch an meinen dualband-vtx'n verwende, sind aber pinkompatibel und insofern keine layout-änderung... :D

freiwillige vor! :D

chris4711
30.10.2010, 15:24
Hmm....
sieht ja ziemlich kompliziert aus :P

Wie willst du denn das Videosignal umschalten? Ich hab da bis jetzt nur den LMH6574 gesehen. Aber der ist auch nicht wirklich billig mit 5-6 Euro... :(

okke dillen
30.10.2010, 15:36
mit transistoren ;)
bin mehr so der "altmodische elektroniker", manches läßt sich diskret besser bauen, ist rauschärmer, da das eigentliche signal nur über einen einzigen n-p-n-übergang läuft :D

chris4711
30.10.2010, 17:04
Wenn das so funktioniert hättest du dir auf jeden Fall einiges Geld eingespart... ;)
Ich bastle gerade an einem eigenen Entwurf herum. Bis jetzt sieht es so aus:[attachment=2674]

Im wesentlichen versuche ich die Sync-Informationen mit dem µController zu bewerten und anhand dieser Bewertung hin und her zu schalten.
Ich bin gerade dabei den µC die Dauer zwischen den HSync-Impulsen und die Dauer zwischen den einzelnen HSync-Impulsen messen zu lassen. Diese Zeitdauer sollte ja im Normalfall abwechselnd 4,7µs und 59,3µs betragen. Anhand der gemessenen Zeitwerte sollte man dann erkennen können ob ein Fehler aufgetreten ist oder nicht. (vorausgesetzt die Störung ist so, dass der LM1881 auf low schaltet).
Was sagst du dazu? :)

okke dillen
30.10.2010, 18:58
sehe ich das richtig, Du wertest das ausgangssignal des 1881 aus?
der 1881 bereitet das original syncsignal doch auf und liefert ein klemmtaugliches signal, also wenn er genug hat, macht er ein sauberes sync draus.
dann kannst Du nur gucken, sync da, sync nicht da...oder hab ich was übersehen?

;) o.d.

chris4711
30.10.2010, 19:29
Der LM1881 schneidet alles ab was 70mV über dem Sync-Impulspegel liegt.... sofern ich das richtig verstanden habe ;)
Quelle:Hier (http://www.weblearn.hs-bremen.de/projekte/aufa/diplomarbeit_2/datenbl%25E4tter/lm1881_de.pdf)

Ich kann also nur Störungen erkennen, welche bis zu 70mV über dem Syncsignalpegel liegen. Aber das ist sowieso die einzige Chance einen Fehler zu erkennen. Fehler die sich oberhalb der Schwarzschulter abspielen kann man nicht vom eigentlichen Video unterscheiden (oder nur sehr aufwändig)

Ich hoffe also darauf, dass die Störung einen "falschen" Syncimpuls verursacht oder einen tatsächlichen Syncimpuls verändert.

okke dillen
30.10.2010, 19:51
kann Dein tiny integrieren? hat der nen adc-eingang bzw zwei? :D

chris4711
30.10.2010, 20:06
:D integrieren... das wird nix :D ich hab das Datenblatt grad nicht da aber ich glaub der adc vom attiny24 schafft nur 200kHz oder so...
Ich wollte anfangs alles mit adc machen (Aber mit einem Xmega 2MHz ADC). Hab die Idee dann aber relativ schnell wieder verworfen, glaube nämlich dass es mit den LM1881 besser gehen müsste ;)

somebuddy
13.08.2011, 01:37
hm.. Projekt wohl gestorben !?