ND-Filter und der Jello-Effekt (Rolling Shutter)

flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#1
Hier ein Test des PolarPro ND-Filter für GoPro 3/4.

Die Lichtverhältnisse bei geschlossener Schneedecke sind in etwa mit starkem Sonnenlicht zu vergleichen.
Je heller das Umgebungslicht, desto höher die Gefahr des Rolling Shutter bzw. Jello-Effekts, da die Verschlusszeit des CMOS-Sensor sehr kurz ist und mit kleinsten Mikrovibrationen "kollidiert".

Ein Neutral Density Filter wird genutzt, um die Verschlusszeit der Kamera zu verlangsamen. Der Filter "trickst" die Kamera aus, indem er den Eindruck vermittelt, dass es dunkler ist, als es wirklich ist. Das hat zur Folge, dass die Kamera ihre Verschlusszeit senkt, um somit das vermeintlich geringere Lichtlevel zu kompensieren.
Das hat einen höheren Kontrast des Bildes zur Folge und reduziert den Jello-Effekt

https://www.youtube.com/watch?v=loDRWFENHlE
 
#4
Kommt dann noch darauf an wie die Kamera einstellungen sind, hohe Framerate ist immer gut.

Wenn dann sie Sonne scheint besteht dann die Gefahr das mit diesem ND-Filter alles einen violett Stich hat, mier passte dies
wiederum nicht. Aber hier im Schnee siehts ja prima aus.
 
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flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#7
- einen ND-Filter besorgt (z.B. Hoya NDX4 oder 8)
- Filterglas beim Optiker für einen Obulus in die Kaffeekasse zuschneiden lassen
- ungefähr passende Form gesucht
- aus einem Schrumpfschlauch ein Gehäuse modelliert
- Filterglas eingeklebt





 

Zlui

Erfahrener Benutzer
#9
Wirken sich die Filter auf die Funktion der Gimbals aus? 5-7g so weit vom Schwerpunkt entfernt sind ja keine Kleinigkeit ...
 

flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#10
es wirkt sich nicht spürbar aus, es sind nur 4 gr.

da die Hero 4 etwas schwerer ist als die Hero 3

habe ich mit einem 5 gr. Bleigewicht gegengewirkt

 

Zlui

Erfahrener Benutzer
#11
Danke für das Foto! Ich hatte gedacht, dass die Nick-Achse noch kritischer wäre, an die Roll-Achse hatte ich gar nicht gedacht ... hast Du irgendwelche Nachteile bei dem Filter entdecken können, wie zusätzliche Linsenspiegelungen oder Farbstiche? Oder bemerkt man den im Bild sonst wirklich gar nicht?
 

kofferfisch

Erfahrener Benutzer
#12
Meiner Meinung nach macht ein z.B. ein ND4 nur bei wirklichem hellem Tages- oder Sonnenlicht Sinn. Richtung Tagesbeginn und Dämmerung werden dunkle Bereiche (Wälder, Straßen) sonst mit Gopro-Standardeinstellungen schnell nur noch schwarz (mit Protune etwas besser).
Linsensoiegelungen ("Lensflares") und Bildstörungen durch Propellerschattierungen werden dagegen auch ein Stück weit rausgefiltert und der Kontrast angenehm erhöht. Außerdem stellen sich schnelle Bewegungen durch die etwas erhöhte Belichtungszeit weicher dar. Wenn mal Gelegenheit ist, mache ich gern mal ein Vergleichsfilm, ähnlich wie Sepp.
 

Zlui

Erfahrener Benutzer
#13
Gerne, vielen Dank! Ich habe bei meinen Videos ein geringes Rest-Jello noch drin und bin mir nicht sicher, ob ich Nachteile durch einen ND-Filter in Kauf nehmen möchte, um das Jello noch ganz los zu werden ... Morgen soll es ja sonnig werden, da werd ich mal ne Runde fliegen, wenn es nicht zu sehr stürmt, und lade das Ergebnis mal hoch.
 

flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#15
Ich verwende den ND4 bei normalem Tageslicht und den ND8 bei extremen Sonnenschein bzw. Schnee.
Bei dem Video in der Dämmerung war natürlich kein Filter notwendig.
Ein Filter ist bei mir erst ein Thema, seit höhere Auflösungen als HD möglich sind.
Sozusagen, je höher die Auflösung desto sichtbarer die Abbildungsfehler.
Hat alles seine Vor-und Nachteile ;-)

Übrigens, der Eigenbaufilter hat neben dem Gewicht noch den Vorteil, das man noch eine Art Gegenlichtblende hat.
Bei den fertigen Kauffilter für Gopro, da ist dasFilterglas bündig zum Gehäuse.
...Und man kann sich die Qualität des Glases aussuchen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Zlui

Erfahrener Benutzer
#16
Hm, habe die Wettervorhersage (für München) gerade nochmal gecheckt, es wird wohl warm, aber nicht sonnig ... Mist :-(

Sepp, Du fliegst mit einer 60 Grad Linse, oder? Ist die bzgl. Jello empfindlicher als die Standardlinse der Gopro? Meine Vermutung ist ja, weil der Bildausschnitt kleiner ist. Ich bin aber nicht sicher, dass das stimmt, weil ich mit der 60 Grad Linse ja wieder den ganzen Sensor ausnutze, und ich könnte mir vorstellen, dass das den Effekt (ggü. Standardlinse in narrow) wieder kompensiert!?
 

flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#17
in Medium oder Narrow verendest Du nur einen Teil des Sensors --> also wenig effektiv !!!
Mit der 60° Linse wird der gesamte Sensor genutzt,
aber Du hast somit einen permanenten optischen Zoom,
der natürlich jeden Wackler viel besser zeigt !!!

Bin gerade bei fiesem böigem Wind geflogen, es ist bedeckt, habe trotzdem den ND4 drauf gelassen.
Werde mal das Material sichten.
 

Zlui

Erfahrener Benutzer
#18
in Medium oder Narrow verendest Du nur einen Teil des Sensors --> also wenig effektiv !!!
Mit der 60° Linse wird der gesamte Sensor genutzt,
aber Du hast somit einen permanenten optischen Zoom,
der natürlich jeden Wackler viel besser zeigt !!!
Das ist schon klar, aber Wackler (ganze Kamera bewegt sich) sind ja was anderes als Jello (Kamerabewegung und Auslese-Frequenz der Zeilen des Sensors treffen sich unglücklich). Insofern müsste doch eine andere Zeilenzahl (sprich: andere Linse) einen Effekt auf Jello haben!?
 

flyingsepp

Erfahrener Benutzer
#19
Die Linse hat natürlich nichts mit Jello zu tun.
Nur je höher die Qualität, desto besser sind Bildfehler sichtbar.
Die original Linse ist ist nun mal ein "Scherbenhaufen" -- teilweise aus Plastik ;-)
Die Zeilenzahl des Sensors spielt keine Rolle, sondern die Scanfrequenz.

Bei alten CCD-Sensoren gab es keinen Rolling Shutter, da der Sensor das Bild im ganzen erfasst hat und nicht Zeilenweise gescannt hat.
 
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