X6R mit Spannungsteiler als LiPo-Telemetry ausgerüstet -> Spannung bricht ein

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#1
Mahlzeit,

ich habe per Spannungsteiler (glaube es waren 1k und 10k) den X6R-Empfänger mit Telemetrie für die LiPo-Überwachung ausgerüstet.

Die Übermittlung klappt aus super, bis ich Gas gebe :)
Dann bricht die Spannung direkt so weit ein, dass die Taranis sich garnicht mehr einkriegt ...
"Los Voltage ... low voltage ... low voltage ...

Ich denke, da muss ich noch ne Kapazität zwischen Plus und Minus packen, oder!?
Könnt ihr mir da einen Tipp bzgl. des Wertes geben!?

Danke
Cappy
 
#2
Ein Kondensator hilft nur, ganz kurze Spannungseinbrüche zu kaschieren (Den Wert kannst du selbst ausrechnen, such mal nach TAU-Zeit - Tip von Norbert). Deine Warnung scheint ja längere Zeit anzustehen. Welcher Akku, welche Warngrenze?
 
#3
Nabend,

habe gerade nochmal getestet.
Die Warnung habe ich bei 15V eingestellt für einen 4S Akku.
Der Akku hat 16.6V und das wird auch angezeigt.

Gebe ich Gas bricht die Spannung auf 13.3V ein und die Taranis schlägt Alarm.

Cappy
 

Carbonator

Allerhopp ;)
#4
Der Akku hat 16.6V und das wird auch angezeigt.
Gebe ich Gas bricht die Spannung auf 13.3V ein und die Taranis schlägt Alarm.
Dann ist das so. Entweder Überlast durch zu hohen Strom, oder der Akku ist gealtert und hat einen hohen Innenwiderstand, oder du hast irgendwo eine problematische Verbindung an der unter Last Spannung abfällt.

Du kannst ja mal mit dem Multimeter auch unter Last parallel messen, wenn du der Telemetrie nicht glaubst. Wo genau nimmst du die Spannung für den Spannungsteiler ab? Reglereingang oder Balancerstecker?

Da der Balancerstecker nicht im Stromkreis ist, eignet er sich am besten, um die wahre Akkuspannung zu messen. Misst man am Reglereingang, misst man auch die Spannungsabfälle in den Steckverbindungen und den Leitungen mit und kann so eventuell frühzeitig Probleme dort erkennen.
 
#5
Moin,

ich habe Gestern nochmal an einem anderen Flieger getestet, da sieht es schon viel besser aus.
Wenn ich VOLLGAS gebe bricht die Spannung auch etwas ein, aber nicht nennenswert.

Der erste Akku is aber schon ein wenig "durch" ...

Ich greife am Balancer-Anschluss ab.
Bei der Einstellung des Multiplikators am habe ich erst per LiPoTester den Akku gemessen und dann einfach so lange den Multiplikator verdreht, bis es passte ...

Welche Grenzwerte würdet Ihr mir für 3S bzw. 4S empfehlen?
Ich habe bei 4S jetzt mal ab 15V ne Warnung eingestellt.

Dann müsste es für ne Platzrunde und 1-2 Landeanflüge noch reichen, oder was meint ihr?

Viele Grüße
Cappy
 

Carbonator

Allerhopp ;)
#6
Welche Grenzwerte würdet Ihr mir für 3S bzw. 4S empfehlen?
Ich habe bei 4S jetzt mal ab 15V ne Warnung eingestellt.

Dann müsste es für ne Platzrunde und 1-2 Landeanflüge noch reichen, oder was meint ihr?
Für eine belastbare Antwort müsste man die Akkukapazität und den Strombedarf wissen. Aber mach es doch einfach so, dass du nach dem Laden schaust, wieviel mAh nachgeladen wurden, wenn du den Ablauf wie oben durchführst. Meine Faustregel ist, nicht mehr als 80% zu entladen, dann ist man relativ sicher vor Tiefentladung. Lädst du mehr als 80% nach, Warngrenze höher setzen, hast du noch Reserve, kannst du mit der Warngrenze (Spannung) runtergehen.
 

helle

Erfahrener Benutzer
#7
Hy,

Dein 4s voll aufgeladen: Leerlaufspannung 16,6V= 16,6/4=4,15V

Wenn dein Akku unter Last so stark zusammenbricht ist er hinüber
oder gnadenlos überlastet.

-kleinerer Motor
-kleinere Luftschraube
-optimalen Leistungspunkt finden

Unter Last und schon fast leer
4s *3,6V= 14,4V
4s *3,3V= 13,2V

Gute Überwachungswerte 4*3,5V= 10,5V
 
Zuletzt bearbeitet:

Norbert

Erfahrener Benutzer
#8
Hallo,
also grundsätzlich zum Thema Akku und Belastung zu Spannungseinbruch:
Jeder Akku bricht bei Belastung ein. Wie stark hängt von der entnommenen Strommenge und dem Akku ab.

Ein grosser Akku mit hoher C Rate bricht logischerweise geringer ein als ein kleiner mit geringer C-Rate.

Die C Rate darf man nicht für bare Münze halten. Wenn zB eim 1000mAh Akku 55C hat, darf man nicht glaube dauerhaft 55A entnehmen zu können. Meist sind die hohen C-Raten massiv zu hoch angegeben. Auch altern Akkus durch Gebrauch und Zeit. Ein unbenutzter Akku, der ordnungsgemäß 3 Jahre gelagert wird ist massiv schlechter ( Innenwiderstand ) als im Neizustand.

Eine Faustformel für mich ist, dass die Einzelzelle nicht um mehr als 0,5V gegenüber Leerlauf bei Belastung einbrechen soll.
Das heisst, ein 3S Akku, der im Leerlauf 12V hat, darf bei voller Belastung nicht unter 10,5V einbrechen. sonst ist er überlastet. Daraus folgt, Entladeschluss-Spannung bei kleinen hochbelasteten Akkus ist bei mir 9,9V bei Motorlauf, für Segelbetrieb, wenn kein Motor läuft 10,7V, dann bleiben ~15% Restkapazität im Akku um sicher zu landen. Das ist aber schon ein Extremfall im Segler mit 3x30sec Motorlaufzeit, einem 700mAh Akku, der mit ~30A belastet wird. Da haben die Komponenten genügend Zeit sich zu erholen.

Bei meinen Helis mit 5000mAh Zellen liegt die Schwelle höher, da diese Akkus dauerbelastet werden und ein leerer Akku einem Totalverlust entspricht. Ausserdem möchte ich meine Akkus mindestens 70-80 Zyclen fliegen.

Lange Rede kurzer Sinn. Stelle deine Spannungsüberwachung so ein, dass du nach Alarm und Landung noch ~ 20% Restkapazität hast. Wählen den Akkus so, dass er im Betrieb nicht über 45-50°C heiss wird. ( du solltest ihn 10 Sec in der Hand halten können).

Ein geplatzter und zusammengeschrumpfter Akkuschrumpfschlauch deutet auf Überlastung hin ;-) (alles schon gesehen, ebenso der Bl_regler)

Norbert
 
#9
Moin,

danke für die ganzen Tipps.
Ich habe inzwischen auch mal gemessen, und gesehen, dass die fraglichen Akkus tatsächlich richtig in die Knie gehen bei Last.
Ausserdem waren sie eh aufgebläht ... also habe ich sie aussortiert.

Mit den "neuen" Akkus geht es deutlich besser.

Cappy
 
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