Erfahrungswerte Leitungslängen bei SBus

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#1
Hallo zusammen

für eine Sonderfunktion in einem Groß(Schiffs)Modell brauche ich mehrere Servos (12) auf einen Kanal.

mit herkömmlichen Servos, Optokopplern und seperat verlegter Spannungszuführung habe ich trotzdem Störungen.
( Leitungslänge insgesamt ca. 8m )
verdrillte Leitungen und Ferritkerne haben zwar Besserung gebracht, war aber noch nicht ausreichend.

Deshalb die Idee SBus-Konverter bzw. SBus Servos einzusetzen.
Bisher habe ich ( in einem anderen Modell ) beim Bus eine Leitungslänge von ca 3,5m die Störungsfrei funktioniert.

- Wer hat also Erfahrungswerte mit Sbus Komponenten in Groß-Modellen und bis zu welcher Leitungslänge ohne Störungen ?
- kann man den Bus auch als Ringleitung auslegen oder handelt man sich dadurch andere Störungen ein, bisher hab ich die Signalleitung immer Sternförmig verkabelt....



Ralf
 
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#3
genau, Vorteil wäre dass man den Ring an jeder beliebigen Stelle unterbrechen kann und trotzdem alles weiter läuft..
In diesem Fall befindet sich der Empfänger im Heck, jeweils rechts und links im Rumpf laufen die beiden Stränge nach vorne.
Die Spannungsversorgung ist auch als Ring ausgelegt, die Frage ist halt ob man die Signalleitung auch verbinden kann.
Ralf
 
#4
Hallo Ralf,

interessante Fragestellung. Der Aufwand für die S-Bus Umstellung ist relativ hoch. Vorher würde ich mal mit wesentlich längerer Verbindung testen (~30m?). Wenn das funktioniert.....

Interessant wäre auch mal, an einem "gestörten" PWM Servo einen kleinen Keramik-C ~100pF zwischen Signal und GND zu hängen. Möglicherweise sind die Störungen eingestreute HF. Manche Servos reagieren darauf.

Edit: Was auch noch helfen könnte, ist geschirmtes symmetrisches Audiokabel zu verwenden. Die beiden Innenleiter für PWM und VCC, den Schirm und Beidraht für GND.
 
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tkilla77ffm

Erfahrener Benutzer
#5
Moin...
Ok. Habe keine erfahrungen mit solche langen leitungen, aber 2 sachen fallen mir dazu ein:
- wäre es besser wenn der empfänger in der mitte des models sitzen würde? Bedeutet 4m in jeder richtung...
- habe auch probleme mit busähnlichen leitungen (3adern, +/-/signal) gehabt, habe aber durch einsetzen einer “dicken“ pufferkondensator zwischen V- und GND das problem in den griff bekommen.
Vielleicht hilft es auch bei dir

mfG, denis
 
#6
Das Schiffsmodell um welches es sich handelt ist 5,8m lang.

Der Empfänger sitzt im Heck und treibt Regler und Steuerservo direkt.
Der Aufwand für die Umstellung auf SBus beläuft sich auf 4 oder 6 SBus Konverter, hält sich also in Grenzen...
( dann könnten die bisher verwendeten Optokoppler entfallen..)
Das mit den kleinen Kondensatoren als Entstörmassnahme wurde auch schon probiert, hab ich aber im ersten Post nicht erwähnt...
Geschirmte Leitungen wären noch einen Versuch Wert.
Pufferkondensatoren in der Spannungsversorgung sind auch schon drin.


werde das mit langen Bus-Leitungen dann wohl demnächst mal selber Testen müssen, hatte eigentlich gehofft das irgendjemand das schonmal gemacht hätte..

Ralf
 
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helle

Erfahrener Benutzer
#8
Hy,


Wie wäre es mit 4 Empfängern statt S-Bus an einen Empfänger


Wenn schon so lange Leitungen, dann richtige, abgeschirmte Kabel verwenden 3x0,5 geschirmt
Massepotentiale zusammenfassen.
Stützkondensatorne direkt vor den Servos
Entstörkondansatoren direkt vorn des Servos

Das ganze verdrillen ist signaltechnischer Murks
 
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Carbonator

Allerhopp ;)
#9
Wenn schon so lange Leitungen, dann richtige, abgeschirmte Kabel verwenden 3x0,5 geschirmt
Massepotentiale zusammenfassen.
Was bringt es, außer Mehrkosten, -gewicht und -volumen, GND über einen Innenleiter und den Schirm zu führen? Je nach Verwendungszweck kann natürlich ein höherer Querschnitt den Spannungsabfall reduzieren, aber das war nicht die Fragestellung.

Sommer Cable behauptet übrigens, dass das SC-Isopod SO-F22 ein richtiges Kabel sei :)

Die 0,5er Variante heißt übrigens SC-Isopod SOF-050 OFC 2x0,5

Kabel.jpg

So sieht es übrigens aus, wenn das Abisolierwerkzeug nicht richtig eingestellt ist :D
 
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#10
Hy,


Wie wäre es mit 4 Empfängern statt S-Bus an einen Empfänger


Wenn schon so lange Leitungen, dann richtige, abgeschirmte Kabel verwenden 3x0,5 geschirmt
Massepotentiale zusammenfassen.
Stützkondensatorne direkt vor den Servos
Entstörkondansatoren direkt vorn des Servos

Das ganze verdrillen ist signaltechnischer Murks
Das kommt davon wenn der Eigner des Modells erst anfängt zu Basteln , alle Leitungen verlegt sind und dann der Hilfeschrei des Vereinskollegen kommt " Hilfe ich hab nur Störungen.."
Da das Modell sogar noch mit einer 40MHz F14 bewegt wird wäre es meiner Ansicht auch das einfachste gewesen 4..6 Empfänger an taktisch geschickten Positionen im Modell zu verteilen.

Aktueller Teststand:
1 Empfängerausgang geht auf den SBus Konverter von RMilec, der wandelt das eine PWM Signal ins Bussignal, dann 10m Leitung bis zum (FrSky) SBus Dekoder an dem dann alle 4 Ausgänge auf den eingespeisten PWM Kanal eingestellt sind.
scheint also soweit zu funktionieren, ohne die bestehende Verkabelung wieder komplett rausreissen zu müssen...

Als "Störquelle" beim Testen verwende ich ein getaktetes Netzteil, Fernsehen kann ich nicht wenn dieses eingeschaltet ist da die DVBT Antenne in 2m Entfernung die Hochfrequenz von diesem noch einfängt.
Normale Servos mit Leitungen >25cm funktionieren auch nicht mehr wenn dieses in ihrer Nähe eingeschaltet ist.
Die Bus-Verbindung zeigt sich aber völlig unbeeindruckt von dieser Störung.
Ich denke also das auch ohne geschirmte Leitungen noch deutlich längere Signalwege bei SBus möglich sind.

Ralf
 
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#13
110 000 Baud, 8m, Lichtgeschwindigkeit? Mein Erwachsenen-Ich sagt: Ausprobieren, das wird vermutlich problemlos gehen.

Nur nebenbei. Ringverkabelung geht gar nicht. Stichwort zum Beispiel Signallaufzeiten.
Der Stammtisch murmelt zuverlässig zustimmend, wenn man dieses Argument bringt. Potentialproblem und Masseschleife kommt übrigens auch immer gut :D
 

helle

Erfahrener Benutzer
#16
Hy,

für die max Kabellänge kommt es auf die kapazitive Last und die Datenrate an

Bei 2500pF kap Last und 20kBaud ist die Grenze bei 15m für ein gutes 2 adriges abgeschirmtes Datenkabel.

Bei 110kBaud ist Schluß nach ca 3m Metern bei gleichem 2 adrigem abgeschirmten Datenkabel

Ein verdrilltes Servokabel ist kein Kabel für Datenübertragung sondern datentechnischer Müll


(z.B. UTP CAT5 Kabel haben 3 Paare und eine kap. Last von 57pF/m)
 
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#17
mit dem "Datentechnischen Müll" hab ich bei meinem Test immerhin 10m überbrückt.

bei normalen Analogservos hab ich ab ca . 60-70cm Leitungslänge zum Empfänger die ersten Störungen.

Also jetzt mal in die Runde gefragt wie funktioniert das bei Grossmodellen?
bisher war ich immer der Meinung mit Bussystemen sind erheblich störunanfälligere Verkabelungen möglich.
Irgenwie kann ich mir auch nicht vorstellen das in jedem Grossmodell ein dutzend Empfänger werkelt.

Ralf
 
#18
Ich hab noch zwei: Dispersion und Skin-Effekt....

Aber im Ernst: Es gibt keine Info zu dem S-Bus Thema, zumindest in meinem Sprachraum. Mit RS485, das ist auch ein serielles Protokoll, gehen z.B. 1200 m mit verdrilltem Kabel. SBus wird wohl mal jemand ausprobieren müssen.
 
#20
@ Bernd
RS485 ist ein Linienstrombus, braucht auch entsprechende Abschlusswiderstände.
bekannte Beispiele dafür sind wohl der Profibus von Siemens oder Interbus von Phoenix.

@ Denis
für CanBus findet man auch entsprechende Spezifikationen bezüglich Datenmengen und Leitungslängen..

- anderer mir bekannter Bus der ohne geschirmte Leitungen auskommt ist der ASI-Bus.
auch bei diesem sind Datenmengen und Leitungslänen bekannt...
- Diverse Bus-Systeme zur Hausinstallation kommen laut ihren Spezifikationen auch ohne geschirmte Leitungen aus.

nur für den SBus hab ich noch nichts gefunden, weder bei Futaba, noch bei Orange oder Frsky...


( geht dann ja auch weiter: SPort Spezifikation hab ich auch noch nichts gefunden, während man für I2C-Bus so ziemlich alles findet...)

Für mich ist hier auch erstmal Schluss:
bei meinem Test hab ich 10m überbrückt, also sollten die 8m im Modell funktionieren.
Ansonsten mal abwarten ob sich nicht doch noch jemand meldet der längere Leitungen verwendet...
Ralf
 
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FPV1

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