CW Motoren nur CW betreiben?

Dozer

Erfahrener Benutzer
#1
hi,

kann man CW Motoren durch ESC programmierung auch CCW betreiben? oder sind die nur dafür gebaut sich in eine Richtung zu drehen?
bezieht sich das Clockwise nur auf das gewinde der schraube wie sie sich fest zieht? Hab gerade probleme mit einem motor, daher die frage....
 

FPVenom

Unerfahrener Benutzer ;)
#3
Ja, in der Regel bezieht sich das nur aufs Gewinde. Aber wenn man das vernünftig festzieht sollte es eigentlich keine Probleme geben. Eine Ausnahme bilden hier die LDPower FR2305. Dort muss man wirklich auf die Drehrichtung achten, sonst funktioniert die Kühlung nicht.

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s.nase

Erfahrener Benutzer
#4
Mit geriffelten Propmitnehmer ist die Gewindedrehrichtung egal. Auf einen glatten Propmitnehmer kann man sich mit einem Cuttermesser ne Riffelung drauf schneiden.
 

Knuspel

Erfahrener Benutzer
#6
Dem Motor ist es egal in welche Richtung er dreht. Die Idee ist, dass sich die Muttern nicht selbst lösen. Ich finde das quatsch, nimm lieber selbstsichernde Muttern und Motoren mit normalem Gewinde. Geriffelt oder nicht ist auch egal. Wenn sie richtig angezogen sind halten die.
 

s.nase

Erfahrener Benutzer
#7
Nimm dir mal ne Schraube und zieh daruf einmal ne normale Mutter fest, und einmal ne Mutter mit Kunststoffbremse. Da wirst du feststellen das die Kunststoffbremse bei Losreißmoment keinen Unterschied macht. Im Gegenteil, meist lässt sich so ne SelbsicherndeMutter sogar leichter lösen, weil sie bei gleicher Höhe weniger Gewindegänge hat. Das einzige was der Kunststoffring verhindert ist, das du die schon gelockerte Mutter nicht verlierst. Und genau das ist der einzige Sinn und Zweck dieses Kunstoffrings. Ausserdem beschädigt so eine selbstsichernde Mutter durch ihre geringere GewindegängeAnzahl eher mal das oft vorhanden Alugewinde am Propmitnehmer.

Beim Propmitnehmer ist auch nicht das Losreißmoment der Mutter einscheidend, sondern das Losreißmoment des Props, da die Mutter ja auf dem Prop aufliegt. Rutscht der Prop auf dem Mitnehmerteller durch, ist es egal wie hoch das Losreißmoment der Mutter ist; die Mutter lockert sich auf jeden Fall.

Daher muß man den Grip zwischen Prop und Mitnehmer erhöhen, und den Grip zwischen Prop und Mutter so gering wie möglich halten. Das erreicht man nur mit ner Riffelung auf der Kontaktfläche zwischen Prop und Mitnehmer, und ner Uscheibe zwischen Prop und Mutter. Ne höhere Anzahl an Gewindegängen in der Mutter hilft auch etwas das Losreißmoment zwischen Mutter und Gewinde zu erhöhen, sowie die Belstungen auf das Gewinde so gering wie möglich zu halten. Hat man PropmitnehmerGewinde passend zu Motordrehrichtung, muß man den Grip zwischen Prop und Mutter erhöhen, damit der eventuell durchrutschende Prop die Mutter fester anzieht.

Meine Propmitnehmer haben alle rechtsgewinde, schon alleine wegen der größer Auswahl an vernünftigen AluMutter dafür. Da wo die Motordrehrichtung passend zum rechtsgewinde ist, verwende ich Muttern mit mindestens vier Gewindegängen und geriffelter Auflagefläche zwischen Prop und Mutter. Bei den Motoren mit entgegen gesetzter Drehrichtung verwende ich Muttern mit glatter Auflagefläche, und Propmitnehmer mit geriffeler Auflagefläche.

Keine Ahnung wer mal auf die gloreiche Idee mit den selbstsichernden Muttern am Propmitnehmer gekommen ist. Jedenfalls hat derjenige null Ahnung davon gehabt, bzw. keinen einzigen Gedanken an die Mechanik dahinter verloren. Traurig das selbst die größten selbsernannten Sicherheitsfanatiker das immer noch genauso machen.
 

Knuspel

Erfahrener Benutzer
#8
Oha, wusste nicht, dass das so ein sensibles Thema bei dir ist :p

Die Theorie kenn' ich -- praktisch kann man mit einer selbstsichernden Mutter aber derart viel Normalkraft auf den Propeller einprägen, so dass das resultierende Losbrechmoment höher ist als das Moment des Propellers.
 

FPVenom

Unerfahrener Benutzer ;)
#9
Wir haben einen wunden Punkt gefunden. :)

Ich benutze Muttern mit Kunststoffring und vergrößerter Auflagefläche nach unten. Mir ist noch NIE ein Propeller flöten gegangen. Wenn man die Mutter vernünftig festzieht gibt es da auch keinerlei Probleme.

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Zuletzt bearbeitet:

s.nase

Erfahrener Benutzer
#10
Normale Mutter hat mindestens doppelt soviele Gewindegänge, als eine selbstsichernde Mutter. Doppelt Gewindefläche hat auch doppelt soviel Reibung. Ergo brauchts du ne normale Mutter nur halb so fest anziehen, um das gleich Losreißmoment einer selbstsichernden Mutter zu erreichen. Klar kann man auch ne selbsichernde Mutter soweit anziehen, das das Losreißmoment der Mutter ausreichend groß ist. Nur beschädigt man damit oft das Alugewinde am Mitnehmer. Oder bin ich der einzige dem das schon mal passiert ist?

Erhöhe ich das Losreißmoment zwischen Prop und Mitnehmer(geriffelter Mitnehmer Teller), kann ich das Anzugmoment der Mutter noch weiter reduzieren, ohne das der Prop durchrutscht.

Da braucht es doch wirklich nicht viel Sensibilität, um das zu erkennen.

Ich benutze auch gern Muttern mit so breitem Kragen. Aber halt ohne so einen völlig unnützen Kunststoffeinsatz, und mit glatter Kragenauflagefläche. Leider gibt es solche Kragenmuttern oft nur aus Stahl. Und ne Stahlmutter auf Alugewinde macht sich halt nicht besonders gut(Losreißmoment, Alugewindeverschleiß...). Daher nehme ich fast immer einfache Alumuttern und ne dicke Paßscheibe um die Props fest zu schrauben. Uscheiben haben innen Übermaß und aussen Untermaß, und können so ne Unwucht erzeugen.
 

kreidler

Erfahrener Benutzer
#11
kann man CW Motoren durch ESC programmierung auch CCW betreiben? oder sind die nur dafür gebaut sich in eine Richtung zu drehen?
Ich wollte noch eine kleine Laterne für Brushed Motoren hochhalten;). Bei denen kann es durchaus einen Unterschied in der Drehzahl oder auch Stromaufnahme bringen, wenn man die Dinger "falsch" rum laufen lässt.
 
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