HotEnd Bauweise, welche PTFE Inliner, 4/2 oder 3/2mm ?

fly-kai

Erfahrener Benutzer
#1
Hey,

Ich hatte an meinem Drucker dieses HotEnd, siehe Bild 1 mit direct Drive Extruder für 1,75 mm Filament.
Das hab ich schon des Öfteren Umgebaut und habe mir ein längeres Heatbreak mit Alukühlkörper (ähnlich einem J-Head oder S3D) und Lüfter gebaut. Damit läuft das Teil schon ziemlich gut.
Der PTFE Inliner ist 4/2 und geht vom Extruder bis an die Messingnozzle. Ich drucke hauptsächlich 3dLabprint Modelle mit langen Travelmoves, und da tropft die Nozzle immer etwas bei PLA und 220 grad.

Hätte es einen Vorteil einen 3/2 Inliner zu verwenden der noch weiter bis in die 3mm Bohrung der Nozzle geht ?
Bei diesen ganzen Hotends weis man immer nicht was jetzt gut ist: manchmal gibt's 4/2 Inliner, manchmal 3/2, manchmal gehen sie nur ein Stück in das Heatbreak, manchmal gehen Sie ganz durch, da blickt doch keiner durch ;(

Postet mal eure Erfahrungen :)

Mit freundlichen Grüßen
Kai AusCobrg
 

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Nimrod

Erfahrener Benutzer
#2
der PTFE inliner hat damit nichts zu tun. es kommt prinzipiell viel mehr auf die Slicer einstellungen an. (hier ist das zusammenspiel wichtig) prinzipiell sollten Hotend und Coldend (der kühlkörper über dem Hotend) eine möglichst kleine berührungsfläche haben. bei den Hotends wie E3d, wo der PTFE bis innen rein geht, hat das den vorteil, das du keine "übergänge" und "Kanten" hast. nutzt du z.b. einen Pushfit oben, so hast du zumeist am Pushfit eine Kante, dann innen im Coldend und unten an der Düse nochmal. Ziel ist es das Material möglichst lange "fest" und "kalt" zu halten, sodass es möglichst erst direkt an der düse, im Hotend verflüssigt wird. verwendest du z.b. die Retract funktion des slicers, so wird das material hier beim travel zurück in die kalte zone gezogen, wo es abkühlt ohne das es weiter nach vorn raus läuft. auch hier ist es wichtig, eine möglichst klare trennung zwischen Hotend und Coldend zu haben, um einen möglichst kleinen verflüssigungsbereich zu haben. ziehst du das Material zum Beispiel 3-4mm heraus, so verbleibt in der Düse natürlich ein geschmolzener rest, der dann eventuell nach vorn heraustropft. dagegen kannst du mit der veringerung der Temperatur vorgehen. man glaubt nicht, wie viel hier 5 grad ausmachen. zusätzlich lässt sich noch mit der geschwindigkeit des retracts spielen. ziehst du es zum beispiel langsam zurück und verringerst die temperatur, ist das material etwas "zäher" und das tropfen könnte verhindert werden.
 

fly-kai

Erfahrener Benutzer
#3
Hey,

Das ist mir schon ziemlich klar, habe auch Simplify3d und hab den retract schon ziemlich perfekt eingestellt (viele Tests gemacht). Gerade bei den Flugmodellen soll man mit sehr hoher Temperatur drücken um maximal Festigkeit zu erzielen. Mich hat es nur vor ein paar Tagen stutzig gemacht dass es auch 3/2 Inliner gibt. Und da hab ich mich gefragt, ob es Sinn macht diesen zu benutzen und bis in die Nozzle zu schieben.
Natürlich ist mein Heatbreak auch so abgedreht das ich zwischen hot und cold nur noch 0,5mm wandung hab.

Mit freundlichen Grüßen
Kai
 
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