Tod der Horus X12S

#1
Gut zu wissen:

Durch eine Unachtsamkeit beim Messen der Senderspannung am "externen HF-Modul-Schacht" habe ich mir die Horus geschossen. Ich merkte das erst als ich einen Empfänger binden wollte und dies nicht klappte. Da sah ich, dass keine HF-Abstrahlung im Display angezeigt wurde (ansonsten funktionierte ja noch alles). Ein Austausch des HF-Moduls (inkl. Grundplatte ~ 50,- €) der Horus führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Es ist sehr stark zu vermuten, dass die Hauptplatine defekt ist (~ 200,- €). Das war es wohl mit der Horus :(

Gruß Udo

Kurzschluss.jpg

Sender_Display.jpg

HF_Modul.jpg
 
#2
Mmmmh also vermutlich Masse und VBat kurzgeschlossen.

Du sagst das weder internes noch externes Modul gehen? Vermutlich hats da die Stromversorgung für das obere Board zerlegt. Ich würde mal dem VBat Pin vom Modulport bis runter auf die Hauptplatine folgen und sehen ob da was zu sehen ist.

Als Notlösung könnte man sicher auch die geschaltete Akkuspannung sonst wo abgreifen und nach oben aufs Board führen. Vermutlich ist das alte HF Modul nichtmal kaputt, bekommt nur keinen Strom mehr.

Mach mal ein Foto von der Hauptplatine im Bereich wo der Stecker zum oberen Board weg geht.
 
#4
Einen Kurzschluss zwischen Masse und Ub beim Messen durch die Prüfspitzen zugrunde gelegt: vermutlich wird die Betriebsspannung für das Modul softwaregesteuert schaltbar sein. Dafür wir oft ein SMD N-Fet im SOT-23, z.B. A2SHB, verwendet.
Auf deinem letzten Bild ist Q7 eine solcher SOT-23 Typ. Bei Überstrom müssen diese Gehäuse nicht unbedingt zerplatzen, sondern verändern das Aussehen der rechteckigen Oberfläche ein wenig. Es können Risse auftreten oder Rauhigkeiten, oft ist die Codierung dann schwer lesbar. Nach so einem Kandidaten würde ich suchen. Die können um die 2 Ampere schalten - ob da vorher eine Leiterbahn sich verabschiedet?
Das Suchen und Finden geht bei meiner Sehfähigkeit nur mit einer starken Lupe, einem Auflichtmikroskop oder USB-Mikroskop.
Drücke dir die Daumen!
 
#5
Was mich ein wenig stört ist - sofern ich es richtig verstanden habe - die Tatsache das der Kurzschluss im Schacht war, das interne Modul aber auch keinen Strom mehr hat. Bei allen anderen FrSky Sendern kann man Internes und Externes Modul getrennt einschalten.
Ich hätte also eher auf einen defekt des Spannungsreglers der beide versorgt oder eine Leiterbahn getippt.

Die Bilder sind leider nicht so doll von der Auflösung her, vielleicht nochmal woanders in voller Qualität hochladen.
z.B: hier http://www.directupload.net/
 
#6
Hi,
wenn du den Fehler nicht finden solltest meld dich mal bei mir. Ich hab einen Elektroniker an der Hand der mir schon öfters mit sowas aus der Patsche geholfen hat. Den könnte ich mal anfragen ob er Zeit hat. Relativ sicher wird das nicht mehr als 50 Euro kosten plus dem hin und her senden.
Gruß
Sascha
 
#7
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Wie #PeGru schon vermutet, habe ich (als Laie) die Spannung an den PINs des externen HF-Moduls mit den Messspitzen gemessen und einen Kurzschluss fabriziert. Um überhaupt die Spannung an den markierten PINs messen zu können, musste ich ein Modell mit "externem HF-Modul" definieren. Erst dann ist auf den Stiften auch die Sender-Spannung zu messen.

Der Sender schaltete sich nach dem Kurzschluss aus. Nachdem ich wieder den Einschaltknopf wie gewohnt betätigte, startete der Sender auch wieder ganz normal (Modellbildschirm, Sprache pp.). Erst später bemerkte ich, dass keine HF vorhanden war.

Ich werde mal versuchen, ein paar hochauflösende Bilder zu erstellen und diese dann auf die Seite von #der-Frickler hochladen.

Gruß Udo
 
#8
Das interne HF-Modul mit der Grundplatte (mit Steckleiste für das externe Modul) hast du getauscht? Weder das interne noch das externe Modul lassen sich über das Menu mit Betriebsspannung aktivieren?
Dann würde ich mir die Halbleiter auf der Hauptplatine um den Kabelbaum herum genauer anschauen. Dort sitzen sicher die Schalter für die Module und der Spannungsregler. Versuche doch die Kodierungen der neun Halbleiter zu entziffern und den entsprechenden Typen zu ermitteln. Dabei die verdächtigen Kandidaten optisch auf Auffälligkeiten untersuchen.
 
#9
Hallo zusammen,

ja das HF-Modul hatte ich mit der Grundplatte getauscht - leider ohne Erfolg.

HF_Modul.jpg

Nun habe ich mal ein paar Detailfotos gemacht und versuche sie auf die Seite http://www.directupload.net/ hochzuladen. Als Orientierung hier eine kleine Variante:

Detail_01.jpg

Als Laie würde ich sagen, dass der Baustein "FB31" etwas unförmig aussieht.

Nochmals vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung. ich hatte mich bereits mit dem Gedanken getragen, die Anlage als "defekt" zu verkaufen.

Gruß Udo
 
#10
FB müsste eine kleine Ferrit Inductivität sein: https://en.wikipedia.org/wiki/Reference_designator
Kann schon sein das die in Reihe der Stromversorgung zum glätten hängt und durchgebrannt ist.
Messe mal mit dem Multimeter im Stromlosen Zustand an beiden Enden und in beide Richtungen ob das Ding Durchgang/Widerstand hat.

Falls nicht könnte man vermutlich mal versuchen es zu brücken - was meinen die anderen?
 
#13
FB31 ist die Bezeichnung im Bestückungsdruck, ist eine Ferrit-Drossel (ferrite bread) . Sieht nicht gesund aus. Müsste niederohmig sein. Wenn hochohmig, dann zerschossen. Können in dieser Größe zwischen 350 und 600mA.
 
Zuletzt bearbeitet:
#14
Hallo PeGru,

habe gerade das Teil mal mit dem Ohm-Meter gemessen. Auf der einen Seite hat es Durchgang zu Plus (1. schwarzer Draht neben dem gelben) an der Steckerleiste, auf der anderen Seite ?

Allerdings hat das Element selbst keinen Durchgang. Wenn ich die Polarität der Messstrippen ändere, sehe ich zwar auf dem Messgerät Zahlen, die dann aber direkt auf "Unendlich" gehen. ich hoffe man kann mein "Elektroniker-Latein" verstehen :rot:

Gruß Udo
 
#15
Das Könnte ein Treffer sein, wenn du mutig bist dann überbrücke das teil mal, evtl mit nem einzelnen Kupferfaden aus ner Litze - als Notfall Sicherung - und dann miß mal ob nach dem einschalten wieder Strom am Modulport liegt. Internes Modul würde ich vorher abschalten.
 
#16
So,

mir ist es gelungen, die Ferrit-Drossel zu überbrücken :eek:. An den PINs der Grundplatte des HF-Moduls kann man jetzt beim Einschalten die Sender-Akku-Spannung messen. Allerdings geht sie langsam gegen Null. Es muss noch einen anderen Fehler geben, da vorher die Spannung an den PINs nur messbar war, wenn ein "Externes HF-Modul" für das Modell definiert war. Jetzt liegt die Spannung kurzzeitig ständig an.

Ich muss mich noch korrigieren: Plus und Minus an den PINs (und an der Steckerleiste - Post #9) ist vertauscht.

Gruß Udo
 
#17
Zur messbaren Spannung an den Pins der Grundplatte:
Du hast das externe Modul im Setup ausgeschaltet? Wie verhält sich die Spannung an den Pins der Grundplatte, wenn du das externe Modul im Setup einschaltest? Überprüfe das einmal.

Wenn du schon so weit durchgedrungen bist, dann messe auch einmal am internen Modul, ob dort die Betriebsspannung anliegt.
Dort müsste beim Umschalten im Setup auf intern Spannung anliegen, beim Umschalten auf extern keine anliegen. Entweder/Oder- Schaltung (OR) Sobald diese Infos vorliegen, sollten wir weiter kommen.


Dass die Spannung langsam ( 10tel Sekunde, Sekunden, Minuten?) auf Null geht, könnte mit den Ladezeiten von Kondensatoren zusammenhängen, die in der Umschaltmatrix verbaut sind.
 
#18
Hallo zusammen,

leider hat das mit dem Messen am HF-Modul nicht so richtig funktioniert. Deshalb habe ich nach einer schlaflosen Nacht einen neuen Versuch gestartet und die Originalfirmware von FrSky in der neuesten Version in den Sender hochgeladen. Nach dem Firmware-Update wird beim Neueinschalten des Senders automatisch das HF-Modul IXJT gepatcht. Ich traute meinen Augen kaum, als ich sah wie der Patch-Prozess anlief und erfolgreich beendet wurde. Endlich startete auch die Software von FrSky.

Um auch meine Modelle unter openTX zu testen, installierte ich daraufhin openTX in der neuesten Version. Leider war ich einem logischen Denkfehler aufgesessen, da ich der Meinung war, dass beim Einschalten des Senders schon ein HF-Signal erzeugt wird. Ich konnte keinen RSSI-Wert finden und warf die Flinte wieder ins Korn.

Nach einer Weile machte ich mich doch wieder an die Fehlersuche, wobei ich dann beim Test mit dem alten HF-Modul einen Hinweis bekam, dass mit meiner Antenne etwas nicht in Ordnung sei (ich hatte nur testweise eine Empfängerantenne an das "interne HF-Modul" gesteckt).

Also musste doch etwas da sein. Kurz entschlossen definierte ich ein neues Modell, HF intern, Modus D16, band einen X8R Empfänger an den Speicherplatz und siehe da, es funktionierte. Nun war auch das RSSI-Signal im Display wieder da.

Die Überprüfung eines weiteren Modells funktionierte auch, nachdem ich den Empfänger neu gebunden hatte. Offensichtlich verbindet der Sender die Modelle im Speicher auch mit einer gewissen Charakteristik des HF-Moduls (dieses hatte ich ja gegen ein neues getauscht).

Nun noch eine Frage an die Experten, die mir wirklich alle sehr geholfen haben und bei denen ich mich auch herzlichst bedanken möchte:

Kann ich den Sender so weiterhin betreiben oder soll ich das "reparierte Teil" austauschen, wobei ich nicht weiß, was für eine Größe die Drossel hat und wie ich das Teil ausgewechselt bekomme (hatte so schon riesige Probleme, das defekte Teil mit einem Litzendrähtchen zu überbrücken).

Gruß Udo
 
#19
Gut gemacht!

Zu deinem "reparierten Teil" - ich würde die Brücke wieder entfernen und wieder eine Drossel einlöten.
Das geht viel einfacher als das Litzendrähtchen dort hinzupappen. Die Brücke mit feiner Lötspitze entfernen; darauf achten, dass nicht zu viel Lötzinn an den Lötpads der Platine bleibt. Drossel mit Pinzette positionieren und wieder mit feiner Spitze und wenig Zinn (1mm nehme ich dazu) anlöten.
Zur Drossel: der Strom für die üblichen Module liegt bei 50mA. Wenn du einen 100mA Typ hier suchst
http://www.it-tronics.de/elektronis...uktivitaeten_/_spulen_/_drosseln/smd_c120.htm
der in das geometrische Raster passt - also die 2mm Länge aufweist z.B. ein 1008 Typ - 2 x 2,5mm und 470nH/350mA. Die genauen Abmessungen kannst Du über die Typennummern googeln.
Der Induktivitätswert ist nicht kritisch - bin sicher, dass dein Draht auch geht - mechanisch wäre mir mit der SMD-Drossel wohler. Habe übrigens in meiner Foxxeer drei FBs bei einem Crash abgerissen und dann ersetzt - komme nur im Moment nicht an die elektrischen Daten, vermutlich habe ich noch von den Dingern welche in der Werkstatt. Ich schaue mal, ob ich für Dich eine finde.

In der Foxeer waren 2,2uH Drosseln in den Versorgungsleitungen, also die vorgeschlagenen 470nH lieber x2 auf 1uH oder mehr... was eben auf der Platine Platz findet.

Drossel SMD 1µH 385mA ; 0806 ; LBM2016T1R0J ; 1uH ... das würde passen, 2.0 x 1.6mm klein
 
Zuletzt bearbeitet:

Nico_S_aus_B

Erfahrener Benutzer
#20
Gut gemacht!

Zu deinem "reparierten Teil" - ich würde die Brücke wieder entfernen und wieder eine Drossel einlöten.
Dem möchte ich mich mal anschließen!
Ich würde den Sender nicht ohne die Originalbauteile betreiben. Für so einen Funktionstest ist das ja ok, aber im realen Einsatz würde ich dem nicht trauen wollen...
 
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