Unnützes Wissen: Warum stirbt immer die letzte Zelle?

Gravity

Erfahrener Benutzer
#1
Servus,
hat jemand eine korrekte Erklärung warum immer die letzte Zelle zuerst stirbt beim Lipo Pack? (unabhängig von der Qualität)
Wird sie am stärksten belastet?
Ich hab da nur eine Vermutung das die C Rate bzw. die Belastung sich bei einer Serien Schaltung addiert am stärksten auf die letzte Zelle (Plus Pol) wirkt.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#2
Beschreibe mal, welche letzte Zelle Du meinst.

- bei hochsommerlichem Betrieb wird die Zelle unten (die auf dem Brett oder gar Schaum) am besten thermisch isoliert.
- bei Winterbetrieb wird (zumindest beim Kopter) die einseitig frei liegende Zelle "vereist" und wird letztlich dadurch stärker belastet

- beide außen liegenden Zellen werden oft gedrückt, gequetscht, abgeschnürt und die Reaktionsmasse innen verändert - das senkt sicher ebenfalls die Lebenszeit
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#3
Da hast du recht. War nicht ganz eindeutig.
Es ist immer die letzte Zelle in der Reihenschaltung. also da wo gemeinsame Plus ist.
An ein mechanische Alterung hab ich gar nicht gedacht. hmmm. könnte auch sein, aber die "Packs" bei den mir das Passiert ist sahen alle unscheinbar auch.
keiner wurde überbelastet. Das Problem scheint erst ab 4S aufzutreten.
3S Packs altern bei mir gleichmäßig. also die Zellen darin.
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#4
Hast Du mal Deinen Balancer geprüft, ob der ordentlich kalibriert ist? Schließt Du evtl. sogar im Flug etwas am Balanceranschluss an, was Deine Lipozellen ungleichmäßig belastet?
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#5
Die Balancer Platine habe ich sogar schon getauscht. Das Ladegerät ist ein Junsi 308, eigentlich nichts schlechtes.
Kalibrieren ist möglich, aber da hab ich bis dato die Finger von gelassen weil ich kein Multimeter habe auf das ich mich verlassen würde was 0,0x werte angeht, oder mein Denkansatz ist da falsch. vielleicht sollte man auch nur "vergleichen" und nicht messen.

Nein in der Luft hängt nix am Balancer. Das hatte ich eine Zeit lang wegen dem fpv Filtern (nun obsolete) aber aber da wurde nur 3S auf Fläche geflogen. Die Akkus leben übrigens heute noch.
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#6
in diese Parameter hatte ich bis dato noch nie reingeschaut.
aber der Wert von Zelle 4 tanzt aus der Reihe.
 

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Elyot

Erfahrener Benutzer
#7
Wichtig ist, ob die gemessene Spannung stimmt. Die Kalibrierdaten können schon abweichen. Auch wenn Dein Multimeter nicht genau misst, so sollte es dennoch bei allen Zellen annähernd den gleichen (ggf. nicht ganz korrekten) Wert anzeigen. Einfach mal prüfen.
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#8
hmm... eben probiert. das Ding ist nicht nur ungenau sondern kaputt. (war nicht teuer)
Immerhin weiß ich jetzt was ich mir zum Geburtstag wünsche...

Aber da fällt mir ein sollte ich den Test nicht besser mit einen 1S Akku machen um immer dieselbe Referenz Spannung zu haben?

Bei nem xS Akku sollen die Zellen ja nur die selbe Spannung haben, aber ob dem so ist die gute Frage.
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#9
Nimm einen 4-Zeller und schau, was Dein Junsi anzeigt. Ein Multimeter sollte dann annähernd die selben Zellspannungen wie das Junsi anzeigen und alle Zellen sollten nahe beieinander liegen. Wenn die Werte zu weit auseinander liegen, würde ich die Kalibrierung mit einem vernünftigen Multimeter nachprüfen und ggf. anpassen.
 

Leo1962

Erfahrener Benutzer
#10
keiner wurde überbelastet. Das Problem scheint erst ab 4S aufzutreten.
3S Packs altern bei mir gleichmäßig. also die Zellen darin.
Dass liegt meiner Meinung nach daran das der balancher Strom zu klein ist also zu wenig A hat.
Bei Meien uralt Akuss die mittlerweile Zeiten weise über 20 Om ihnen widersand haben hilft es den Ladestrom zu senken auf 1/2 C oder auch etwas Tiefer das laden dauert halt dann Läger aber die Zellen sind dann perfekt Blanchet bei 1 C gib es Kleine Drifts. Bei den 4s hilft es auch nur ein Akku zu laden und nicht 2 gleichzeitig.
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#11
Ich hab glatt vergessen zu messen.
Also das Messgerät was ich bekommen habe ist ein Fluke 115. Also nicht das schlechteste.
Gemessen habe ich ein 4S Der war nicht voll ist aber vermutlich egal.
Bemessen wurde 1mal direkt am Balancer Anschluss des Akkus und am Junsi.
Die Messwerte am Ladegerät passen. also die Kalibrierung stimmt, aber direkt am Akku kommt es zu einer Abweichung.
Ich habe die Messungen mit einen andern Balancer Platine und andern Kabel, ja eine ganz andere Bauform wiederholt. Das „Delta“ bleibt immer gleich.

Die Beiden Ausgänge zeigen bis auf die letzte Nachkommastelle dieselbe Spannung an.
Der Lade hat immerhin einen Balancer Strom von 500mA.
 

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Elyot

Erfahrener Benutzer
#12
Fällt Dir auf, dass Deine Werte über Kreuz viel besser aussehen? Spalte 2 ist nicht zufällig die umgekehrte Reihenfolge?
 

Leo1962

Erfahrener Benutzer
#13
Du schreibs von 4S zeigt uns aber Messungen von 3S
Dazu kommt das der Akku nicht voll geladen wurde. Eine richtige Angabe ist so nicht zu sehen.

Der lade Strom ist beim Balancieren nicht so wichtig. Wobei 500 mA zum laden eher wenig sind!
Ich meinte aber den Balance Strom gute Geräte haben da 1 000mA zum Balancen und mehr.

Wen aber immer die gleiche Zelle stirbt würde ich auf das Ladegerät Typen oder auf balacher Kabel mit zu grossem wider Stand schlechte krimpung, Oxidiere stellen, Schlechte Lötungen usw.
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#14
Um die Kalibrierung zu testen, ist der Ladezustand nebensächlich. Um den Balancer zu bewerten, wird direkt nach dem Laden gemessen.
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#15
@Elyot
Ich weiß was du meinst bzw. hinauswillst.
Hier hab ich die Nummerierung mal "eingemalt".
Bei dem Ladegerät ist die erste Zelle immer beim Minus. ob das bei andern auch so ist weiß ich nicht.
die Rote Markierung am Balancer Kabel ist ehr Deko. da sind sich die Hersteller uneinig.
 

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Elyot

Erfahrener Benutzer
#16
Die Anzeige- und Messwerte sprechen für eine umgekehrte Reihenfolge in Spalte 2 und gleichzeitig für ein recht gut kalibriertes Ladegerät. Jetzt wäre eine Messung direkt bei Ladeende interessant.
Wann fängt der Junsi eigentlich mit Balancieren an? Am Ladeende oder von Anfang an?
 

Gravity

Erfahrener Benutzer
#18
Zu den noch offenen Fragen:
Der Lader Balanciert kontinuierlich von der Ersten Minute und nicht zum Schluss. Die Ladeschlussspannung, gemessen an den Zellen, wird auch niemals überschritten.
Oder liegt es einfach nur an den Akkus?

Gestorben ist immer die Letzte Zellen die Grünen HK Multistar und SLS Quantum Akkus.
Die SLS XTRON sind da deutlich langlebiger. Geladen wurde immer nur mit 1C
 

Leo1962

Erfahrener Benutzer
#19
Die Haupt Frage: Liegt es am Laden oder am Entladen?

Beim Laden:
Sowas sisst du normalerweise nicht nach 2-3 x laden mit einem anderen Ladegerät wenn es am Ladegerät oder dessen Komponenten liegt.

Bei mir wurden die Uralt Akuss Bedeutend besser nach dem ich ein Neues Ladegerät mit hohem Balancher A Leistung zugelegt hatte. Dabei hab ich auch darauf geachtet das, das Ladegerät die Ihnen widerstände anzeigen kann.

Einen Fehler nur bei der 1. Zelle konnte ich nicht fest stellen. Selbst bei Lipos die innen wider Sände gen 20 Ohm hatten, wurde es mit dem Neuen Ladegerät besser.

Noch besser wurden diese altes schwachen weit über 10j alten Lipos nach dem ich diese nur noch mit 1/2 C Lade der innen wiederstand ist dann nach und nach auf ca. 10 Ohm >< zurückgegangen.

Was beim Laden auch noch wichtig ist die Lipos Solten sich richtig abgekühlt haben das Heisst auch die inneren Zellen wen der Aku aussen schon kalt ist sind sie innen noch lange nicht abgekühlt vor allem dann wenn auf den Flugplatz geladen wird.

Es gibt auch Leute vor allem im Wettbewerb Einsatz die, die Liepos vor dem Aufladen gleichmässig auf Wärmen.

Für die Lebensdauer bringt es auch viel die Zellen nicht auf 4.22 v aufzupumpen sondern nur auf 4.0V- 4.1v vor allem im heissen Sommer schont das die Lipos extrem. Schon das Absenken auf 4.20 ist für die Lipos eine Erleichterung im Sommer.

Beim Entladen Können auch viele Fehler gemach werden:
Frisch aufgeladen Lidos die ihnen noch warm sind sofort einsetzen da sind die äusseren Zellen dann auch eher hin.

Am besten leben Die Liepos die ständig benutzt werden. Liepos die Monatelange jahrelang liegen bleiben brauchen wieder einige Zeit regelmässige Nutzung bis sie wieder die volle Leistung bringen.

Bei mir gab es bisher am ehesten gebläte Akkus wenn die Liepos bei ca. 3.7 V bis 3.8 V längere Zeit eingelagert werden.
Oder wenn sie mit sehr hohem Entlade Strom belastet wurden. Etwas Reserve der angeschriebenen Werte macht durchaus Sinn.

Mir ist auch aufgefallen das Einlagen mit 3.7 V schlechter ist als mit 3.9 V obwohl 3.8 bei vielen Ladegeräten automatisch gemacht wird.

Benutzen bis unter 3.3v pro Zelle. Sollte auch vermieden werden. Wobei es ein Ammenmärchen ist das ein Lipo wenn der völlig entladen ist völlig defekt ist. Ich hatte mal einen Lipo der einen ganzen Monat im Baum hing dessen Lipo völlig entladen war und vom normalen Lipo Gerät natürlich nicht mehr erkannt wurde. Den ich mit einem konstant Ladegerät unter ständigen Beobachtung mit 0.05 A wieder auf Zellenspannungen von 3.3 V gebraucht habe und ab dann konnte man den Akku wieder normal laden und benutzen nach ca. 3-5 Einsätzen war der Akku wieder fast so gut wie vorher. Das ist jetzt schon viele Jahre her der Akku wird heute noch von mir benutzt.

Sehr hohe c raten beim Entladen. Höchte C Rate immer voll aus nutzen mögen die meisten Lipos auch nicht.

Mir ist auch aufgefallen das die sogenannt super Lipos die mit hohen C raten beworben werden viel eher driftende Zellen bekommen es wird also wichtig die 1 Zellen Überwachung ein zu setzen und mit Vorwarnungen zu versehen. Diese Zellen fallen auch Plötzlich und sehr schnell ab eben noch mit 3.4 v angesagt schon sind sei auf 2.8v Ok sie erholen sich dann wider etwas wobei eigentlich die 3.3v nicht Unterschriften werden sollte.
Solche tief entladen Akuss sollen nach genügender Abkühlung und Erholung des Akus schnell wieder aufgeladen werden. Nicht Tagelang so Liegen gelassenen werden.
Ich Persönlich spare mir mittlerweile das Geld für solche hoch Leistungs Lipos und nehme die normalen die Preislich billiger sind und diese schnellen Einbrüche nicht haben die leben auch viel länger. Auch wenn man mal Nicht perfekt aufpasst.

Dazu komm noch jede menge technische Fehler und Mängel.

Zum Beispiel schlecht verlötete Kabel mit hohen Innenwiderstand

zu lange zu dünne Kabel.

Balancestecker die etwas oxidiert oder schlechten Kontakt haben.

Balance Kabel die defekte haben. Das gibt es oft weil die Schrumpffolie scharfkantig ist und beim umknicken des Balancekabels am Lipo selber nach und nach die Kabel verletzt werden oder durch die scharfe Kante innerlich geschädigt werden. Ich habe mir angewöhnt dort mit einem Schrumpf Schlauch die Stelle zu schützen oder noch besser mit Heissleim das Kabel an dieser Stelle zu fixieren und zu schützen. Dieser Fehler kann auch oft lange unbemerkt bleiben, weil es wie ein Wackelkontakt wirkt. und wenn das Ladegerät motzt man den Stecker etwas bewegt und alles scheint wieder gut zu sein. Auch da kann der Innenwiderstand ganz anders gemessen werden als ehr in Wahrheit ist.

Ungleichmässige Abkühlung des Lieplos weil der Lipo nicht beidseitig belüftet wird.

Klettverschlüsse auf der Seite in den Lipo nur langsam oder einseitig abkühlen lassen.

Mechanisches Eindrücken Quetschungen von Befestigungen. Oder harten Landungen.

und vieles mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:

FlexBO

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#20
Wer das mit dem "Ammenmärchen" wirklich glaubt sollte sich besser renommierte Fachlektüre zu Lipos durchlesen. Dann weiß man wie der Hase wirklich läuft und dass Physik nicht Kraft durch Wollen ist.
 
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