Vom Kopter aus unter die Erde schauen

#22
Leider ruht dieses Projekt noch etwas, da ich mich gerade mit einer UV Kamera beschäftige. Damit möchte ich Corona Entladungen an Hochspannungsleitungen bei Tageslicht sichtbar machen. Es hat sich dann herausgestellt, dass mein Testobjekt, eine Kerze, ein worst case scenario für das Setup ist. Näheres könnt Ihr bei Interesse hier nachlesen.
Ultraviolet Photography
und hier:
Ultraviolet Photography
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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#24
Na ja, noch ist nicht bewiesen, dass es funktioniert. Notfalls muss ich noch beim Filter etwas ändern.
Zur Zeit ist unsere 380 kV Leitung wegen Wartung abgeschaltet. Anbei ein Kontrollbild ohne Coronaentladung. Die Belichtungszeit war eine halbe Sekunde. Es stellt das Tageslichtleck des 4-5 OD Filters dar. Die Entladungen sollten dann in diesem Bild zu sehen sein.
Der Preis lag in der Größenordnung einer Wärmebildkamera. Dazu kommen noch Quarzlinse und Filter.
Es gibt hier
Raspberry Pi HQ 12MP
seit kurzem relativ preiswerte Alternativen. Es handelt sich um umgebaute Raspberry-Pi Kameras.

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Hier in diesem Projekt geht es aber auch langsam weiter. Unten habe ich die Magnetdaten des ICM-20948 Sensors und des Fluxgate Sensors aufgezeichnet. Man sieht, dass der IC-Sensor an der Metallrinne auch etwas sieht. Der IC-Magnetsensor soll später die Kursänderungen (unten die Biegung) aus den Fluxgate Daten herausrechnen. Die Lagesensoren sollen Nick und Roll des Kopters herausrechnen.
Aber so weit bin ich noch lange nicht. In den letzten Tagen bestand meine Aufgabe darin, Kamala und Joe durch ständiges Daumendrücken zu unterstützen.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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#25
Frohe Weihnachten.
Das Magnetometer Projekt ruht immer noch mehr oder weniger. Im Moment ist es einfach zu ungemütlich, um draußen zu experimentieren. Aber ein separates Entwicklungssystem habe ich auf dem Tisch stehen, so dass es bei wärmerem Wetter bestimmt weiter geht.
Jetzt habe ich noch ein neues Hobby entdeckt, das sich in der Zwischenzeit gut vom warmen Wohnzimmer aus betreiben läßt, die Aufzeichnung von Meteor-Echos. Als Empfänger reicht schon ein SDR Stick. Als Software habe ich bisher HDSDR, SDR-Console und nun Spectrum Lab getestet.
Ein fast 30s langes Echo von Gestern und ein gepimpter Meteor von heute sind angehängt.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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#26
Hier wird es in Kürze weitergehen.
Das Entwicklungsboard kommt nun doch wieder an den Kopter, s. unten. Mit auf der Platte sind dann noch eine Raspberry-Pi Kamera und eine kleine Wärmebildkamera, um auch Bildverarbeitung und KI draußen testen zu können.
Bei der Korrekturroutine für den Fluxgate Magnetometer gibt keine Fortschritte. Nun trage ich den Fluxgate- und den ICM20948 Magnetometer-Output erst mal parallel auf, so dass man deren Signale/Empfindlichkeit direkt am Bildschirm vergleichen kann.
Anbei ein paar Bilder von heute. Der Kopter hat neue Propeller bekommen. Es sind die neuesten von T-Motor. Sie sind sehr schick und laufen definitiv leiser als die alten.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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#28
Guten Tag.
Danke für dein Interesse.
Ich werde in den nächsten Tagen ein kleines Update verfassen.
Es sind bestimmt einige interessante Themen dabei.

Edit: habe noch ein paar Bilder zum anteasern angehängt.

Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Zuletzt bearbeitet:
#29
FPV Flug durch die Staubwolke von (3200)Phaethon.
Teil 1/3
So, es hat etwas gedauert, aber in den letzten Tagen war ich mit der Aufzeichnung von Sternschnuppen beschäftigt. Am 14.12. war das Maximum des Geminidenstromes. Dieser Meteoroiden-Strom hat eine Besonderheit: Auf Grund eines relativistischen Effektes sind die kleinen Partikel in Richtung Sonne gewandert. Während des Durchflugs der Erde durch diesen Strom trifft man also auf unterschiedliche Partikelgrößen. Dazu habe ich nun eine Software entwickelt, die die Meteorechos aufzeichnet und diesen Effekt plottet.
Im ersten Bild sieht man, dass es am 9.12. mehr gelbe, kleine Partikel als blaue, große Partikel gibt. Am Maximum (14.12.) sind die Großen (blauen) genau so zahlreich wie die Kleinen (gelben). Da sich die kleinen Partikel auf der Innenseite der Kometenbahn befinden, sind wir also von innen durch den Geminidenstrom geflogen.

Mehr dazu habe ich (als Wilm52) ganz aktuell im Astronomie.de Forum geschrieben. Dort ist auch beschrieben, wie man Python/Opencv unter Windows installiert. Ferner gibt es einen Thread, in dem es um KI / Machine Learning geht. Mit dieser Technik möchte ich in Zukunft die Meteorechos detektieren. Das zweite Bild zeigt den Arbeitsplan: die KI soll die verschiedenen Spektrogramme in Klassen und die Meteore zusätzlich in verschieden Instanzen einteilen. Im Vergleich zur konventionellen Bildverarbeitung verspreche ich mir eine wesentlich höhere Genauigkeit. Die momentane Version kann z.B. keine sich überlappenden Objekte auseinanderhalten, was für KI kein Problem ist.
Das dritte Bild zeigt, dass meine Software schon Zugriff auch die detektierten Strukturen hat.
 

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#30
Teil 2/3
Nun zum UV-Part:
Coronaentladungen im UV-C Bereich habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich habe auch nur zwei Versuche bei trockenem Wetter unternommen. Bei nebeligem/diesigem Wetter verursachen die Hochspannungsleitungen mehr Geräusche, also wären die Bedingungen dann auch besser. Dann möchte ich aber den Tisch nicht aufbauen. Der Plan ist nun, die Teile kompakter zu montieren, damit der Aufbau schneller geht.

Meine UV Filter blocken nur bis OD 4-5, so dass die Kamera im wesentlichen das stark verstärkte NIR und Vis Leck anzeigt, siehe das Bild mit dem Hochspannungsmasten in #24. Bevor ich nun eventuell einen weiteren Filter kaufe, ist folgender Test geplant: Ich nehme zuerst ein UV Bild (mit Leck) auf, halte dann eine dünne Weissglasscheibe vors Objektiv und nehme dann ein zweites Bild auf. Das zweite Bild enthält weiterhin NIR und Vis, aber kein UV-C, da normales Glas für UV-C undurchlässig ist. (Das Objektiv der UV-Kamera ist aus Quarzglas gefertigt und ist bis 200 nm durchlässig. Das zweite Bild zeigt zur Demonstration eine Glasscheibe bei 313nm.)
Nun subtrahiere ich die beiden (16 Bit) Bilder voneinander und erhalte das UV-C Bild.
Im Prinzip funktioniert die Vorgehensweise.
Worauf ich hinaus möchte:
Das Subtraktionsprogramm habe ich zunächst auf dem Jetson Nano geschrieben; die UV Kamera ist an einem Win10 PC angeschlossen. Da es umständlich ist, die Bilder immer zum Nano und zurück zu kopieren, hatte ich (probeweise) Python auf den Win10-PC installiert. Das funktioniert aber nun so gut und es geht mir dort alles viel schneller von der Hand als unter Ubuntu, so dass ich nun fast nur noch auf dem PC programmiere.
 

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#31
Teil 3/3
Zum Fluxgate-Kopter.
Beim Tiefflug mit dem Magnetometer-Kopter hatte ich Schwierigkeiten, das (glänzende) Display und den Kopter gleichzeitig im Blick zu halten. Daher habe ich mir nun einen großen Monitor zugelegt. Es ist zwar etwas mehr Schlepperei, aber nun habe ich beides im Blick, ohne dass ich ständig den Kopf heben muss und die Augen sich anpassen müssen. Ferner ist der Monitor matt, was draußen wirklich toll ist. Das letzte Bild zeigt einen Vergleich mit dem 2000 Nits Crystalsky.
Wenn die Tage wieder länger werden und das Wetter es wieder zulässt, geht es also vom PC im Wohnzimmer wieder nach draußen.
Schöne Feiertage wünsche ich und
viele Grüße,
Wilhelm
 

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