Wing Wing Z-84 unter 250g mit FPV und iNav

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#1
Projektname: Z-60/U250

Hier wurde es vorgemacht und ich will es auch versuchen:

Flugzeuge mit FPV unter 250g Abfluggewicht?

Der Rumpf selbst wiegt bei Auslieferung rund 140g. Damit wären nach Akkus nur noch 10 g für den Rest übrig. Also muss ordentlich gestutzt werden - ich bin gespannt.

Der Flieger ist im Anmarsch. Heißschneidedraht ist bestellt ...

Schritt 0
Gestern mal erste Versuche mit Heißschneidedraht gemacht und eine Konstruktion für präzises schneiden erstellt:
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Läuft:
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Schritt 1 - Plan erstellt

Die Vorgehensweise von flowmotion habe ich nachgezeichnet, damit ich genau weiß, wo zu schneiden ist.
Der Rumpf wird in der Länge direkt hinter dem Motorspant gekürzt. Ferner wird der Rumpf seitlich und die Flügel in der Länge gekürzt. Wenn man es richtig macht, passen die Flügel wieder genau an den Rumpf.

Z-84-Schneideplan.jpg


Schritt 2 - Aufkleber entfernt

ca. 3 Gramm Gewicht eingespart.


Schritt 3 - Rumpf hinten und seitlich gekürzt gem. Plan

ca. 10 Gramm eingespart.

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Schritt 4 - Flügel gekürzt gemäß Plan

Gewichtsersparnis insgesamt 21 Gramm

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Schritt 5 - Servoplatz eingeschnitten

Trotz ein paar kleiner Bedenken werde ich 5 Gramm Servos verwenden. Die Ruderblätter sind ja nun um einiges kleiner als ursprünglich und wenn ich mit Modellen von Horizon und Co vergleiche, dann sind dort auch immer recht kleine Servos in Verwendung, obwohl eine Stabilisierung verwendet wird.
Servos gehen meist kaputt, wenn das Rudergestänge bei Landungen traktiert wird bzw. Schläge auf das Servo einwirken. Das will ich verhindern, indem ich nun das Rudergestänge nach oben verlege. Beim original Z-84 ist es unten. Das Ruderhorn am Ruderblatt lässt sich problemlos nach oben drehen.
Als Servo verwende ich nach aktuellem Stand Emax ES 9051.
Das Rudergestänge des Z-84 erscheint mir auch überdimensioniert. Ich werde mich nach etwas leichterem umsehen, zumal der Clip auch nicht in die Löcher des kleinen Ruderhorns passen würde. Aufbohren würde ggf. zu wenig Kunststoff übrig lassen.

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Hier der Blick von unten auf einen Flügel, die ohne Ruderhorn noch 23g wiegen.. Zu sehen ist die restliche Aussparung der ursprünglichen Servohalterung, die mit wenig Aufwand für den kleinen 5g-Servo verwendet werden kann. Der Servo wirk nicht liegend, sondern stehend eingebaut.

Schritt 6 - Anpassungen / Vorbereitungen zur Befestigung der Tragflächen

Zuerst mal die Klebeflächen möglichst plan geschliffen. Zufällig habe ich im Bauhaus diesen Schleifklotz gefunden, der für meine Zwecke optimal ist, um die Flächen im rechten Winkel zu schleifen:

Foto 06.10.18, 17 14 09.jpg

Wie man sieht, ist die Schnittfläche am Rumpf deutlich größer als die der Tragflächen:
Foto 06.10.18, 19 35 57.jpg

Die Frage war also, in welcher Höhe klebt man die Tragflächen am Rumpf an. Nachdem ichdie weggeschnittenen Teile studiert habe, entschied ich mich für die Mitte. Um mir das Kleben der Tragflächen zu erleichtern (mit UHU-Por hat man ja nur einen Versuch), versuche ich ein paar Hilfsmittel zu verwenden, damit das Endergebnis stimmt. Ich gönne mir ein Vierkant aus Balsaholz (5X5 mm), um unten eine Auflagefläche zu haben. Dieser Vierkant wird unten an die gerade Fläche geklebt (5-Minuten-Epoxy). Nicht vergessen, dass am Ende die Ruder sind. Daher muss es dort frei bleiben. Die Balsa-Vierkant sind nicht sehr schwer. Kommen nur 1,1g mehr auf die Waage.

Zur weiteren Erleichterung des richtigen und geraden Aufklebens habe ich den beiliegenden Stab auf 2 Mal 7,5 cm gekürzt. Diese werden am Rumpf eingeklebt. Die Löcher im Flügel wurden mit einem verlängerten 4mm Bohrer mit Führung durch den Rumpf gebohrt:



Hier geht es weiter zu Teil 2 - mehr ...
 
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Wirbelsturm

Erfahrener Benutzer
#2
Ein cooles Projekt muss ich sagen, nochmal zum Kleber ich benutze da meist Uhu Por der ist meiner Meinung nach noch etwas flüssiger. Wenn man die Tube leicht erwärmt wird er noch Flüssiger und lässt sich dünner auftragen. Benutze ich bei allen Schaum fliegern Depron, Epo usw.
Gruß Marc
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#3
Uhu Por ist klar. Wie warm denn?

Ich reibe die erste Schicht Kleber erst mal in die Pooren und mache dann eine zweite Schicht drauf, die ich dann Ablüften lasse.

Gemäß UHU-Hotline kann man mit wenig Feuerzeugbenzin (=Leichtbenzin) verdünnen.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#5
Der Fachmann bei Uhu wird schon wissen, warum er ausdrücklich Feuerzeugbenzin empfiehlt und meinen Hinweis auf Waschbenzin verneint hat. Ggf. hat Waschbenzin eine andere Zusammensetzung oder ungünstige Zusätze. Da ich es eh zuhause habe, nehme ich das Feuerzeugbenzin.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#9
Schritt 0 eingefügt: Schneideeinrichtung gebaut.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#10
Schritt 1: Plan hinzugefügt.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#12
Beim Delta mit 600 mm hat Uhu por gut gehalten. Mmhh
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#14
Ihr macht mich ganz wuschig mit Eurer Kleberdiskussion. Ich schlage vor, ich werde berichten, wenn es geklebt ist. Ist doch langsam leicht offtopic ...
 
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brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#15
Schritt 2: Aufkleber entfernt
Schritt 3: Rumpf beschnitten

Details siehe immer oben erster Beitrag.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#17
Die Kanten zum Flügel sind ja Plan. Fest andrücken und langsam an der Fläche des Schneidgerätes hochschieben. Sollte es geringfügig schief sein, wird das die Klebestelle richten. Es sieht aber ganz gut aus. Mit dem Messer wird es sicher auch nicht besser.

Und der Draht wird penibel ausgemessen und ausgerichtet. Bräuchte für EPP aber deutlich mehr Spannung als für Styropor. Durch die große Hitze, dehnt sich der Draht aus. Man muss dann unter Strom den Draht nachsannen. Ist übrigens Schneidedraht von Proxxon, 30 Meter. Ist recht stabil.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#19
Eine Feder würde es nicht richten. Damit würde der Schnitt ungenau. Ich arbeite mit möglichst geringer Hitze, damit es ein glatter Schnitt wird. Dafür muss der Draht stark gespannt sein und darf keinesfalls nachgeben. Man kann nur sehr langsam schneiden, was aber die Präzision bringt.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#20
Genau, kommt auf die Schneidegeschwindigkeit an. Ich arbeite per Hand mit einer Gestellsäge, Draht als Blatt, Expander- oder Gepäckträgerspanngummis als Spanner. Geht sehr straff zu Spannen, Styro bis >80cm sehr gerade Schnitte, EPP hab ich nur mal an Resten geübt, nicht so lange Stücke jedenfalls.
Gleiches Prinzip bei meiner CNC-Schneide nach "Hans", wenn es um Flächen geht.

Bei Deinem Aufbau sollte wegen der Genauigkeit die Feder als Druckfeder außerhalb des Vierkants sein, Straffheit hängt ja nur von der Feder ab. Damit hast Du eine Drahtführung durch den Vierkant und hohe Randgenauigkeit.

Gruß Bussard
 
RCLogger

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