Headtracker

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Der Headtracker dient zur Erfassung der "Kopfbewegungen" eines FPV-Piloten, sowohl in horizontaler, als auch vertikaler Richtung. Diese werden in ein PPM-Signal umgewandelt und z.B. über eine Lehrer-Buchse in die Fernsteuerung eingespeist. Am RC-Empfänger steht dieses Signal dann zum Anschluß zweier Servos zur Verfügung. Mit deren Hilfe kann eine im Flugmodell befindliche Kamera analog zur Kopfbewegung angesteuert werden. In der Video-Brille des Piloten am Boden entsteht dadurch der nahezu perfekte Eindruck, sich tatsächlich an Bord des Modellfugzeugs zu befinden. Dies kann als der eigentliche Schritt hin zur FPV-Fliegerei betrachtet werden!

Der Headtracker wird normalerweise unmittelbar an einer Videobrille befestigt oder ist darin sogar schon eingebaut.

Arten von Headtrackern

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von "Headtrackern":

Gyro-Sensor orientiert

Die Bewegung des Kopfes wird durch Gyroskop-Sensoren registriert und in eine entsprechende relative Servo-Position umgesetzt. Ein dafür erforderlicher Nullpunkt wird normalerweise per Tastenimpuls gesetzt.

Vorteile

Mittels Tastendruck lässt sich die Kamera jederzeit wieder auf die vorher eingestellte Nullposition fahren (Blick geradeaus). Diese Funktion ermöglicht aber auch, z. B. die Sitzpostition während des Fluges etwas verändern zu können - ein Tastenimpuls und alle Kopfbewegungen beziehen sich wieder auf den nun neu gesetzten Bezugspunkt.

Nachteile

Durch die Erwärmung im Betrieb verändert sich bei diesen Systemen oftmals der ursprünglich gesetzte Nullpunkt. Die Kameraposition "wandert" daher erfahrungsgemäß etwas. Durch regelmäßige Betätigung der Reset- Taste läßt sich der Blick aber wieder nach vorne ausrichten. Ein weiterer Effekt ist eine gewisse "Wegpunktdifferenzierung". Gegenüber der aufrechten Haltung, wird der Sensor beim Blick nach unten und dem Schwenk des Kopfes etwas weniger Weg zurücklegen. Dies sorgt dafür, daß der normale Rundumblick die Kamera nicht wieder zum ursprünglichen Ausgangspunkt zurückführen wird. Auch hier muss daher von Zeit zu Zeit der Taster gedrückt werden.

Magnetorientiert

Das Magnetfeld der Erde dient als Referenz zur absoluten Ansteuerung der Kamera im Modell. Vor der Verwendung des Moduls muß dieses zunächst kalibriert werden.

Vorteile

Gegenüber Gyrosystemen weniger Temperaturdrift. Durch den festen Referenzpunkt keine Differenzierung der Wege. Es ist kein zusätzlicher Taster zur Nullstellung notwendig. Die Bedienung erfolgt dadurch eventuell etwas einfacher.

Nachteile

Der Nullpunkt kann hier nicht frei gesetzt werden, sondern orientiert sich am magnetischen Norden der Erde. Der Headtracker muss also so montiert werden bzw. der Pilot muss sich so ausrichten, dass sich bei normalem Blick nach vorne auch die Kamera im Modell entsprechend ausrichtet. In der Praxis muß eine bequeme Sitzposition also vor jedem Flug erst gefunden werden.

Kombi Tracker

Das beste ist hier eine Kombination aus Beschleunigungssensor, Magnetometer und Gyros. Hier gibt es ein Open Source Projet von Dennis Frie dazu. [1]

Vorteile

Keinen Drift Günstiger Eigenbau Kompatibel zu sehr vielen Sendern Open Source Einfacher Aufbau mit Arduino

Nachteil

Selber löten (5 Kabel)

Produkte

  • ImmersionRC TrackR²
  • Eigenbau (Arduino) Ohne Drift [2]
  • Flytron DT-3K Hybrid Headtracker
  • MHT (entwickelt im spanischen Forum)
  • MagTrack V1
  • MagTrack V2
  • Low-Budget-Head-Tracker L.B.H.T.