Eigenbau Depron Flieger mit 1,60 Meter Spannweite

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schuetze

Erfahrener Benutzer
#1
Hallo zusammen,
da ich immer noch kein richtiges Flugzeug für FPV hab, wollte ich mal wieder etwas basteln. Ziel ist/war es einen Flieger mit viel Spannweite zu bauen, der in mein kleines Auto passt. Daher wollte ich mal versuchen, ob ich einen Flügel zum Stecken bauen kann.
Zu meiner Person: Ich bein KEIN Experte was das Design (Aerodynamik...) und das Bauen an sich an geht. Ich bastel einfach gerne und versuche alles mit so wenig Aufwand wie möglich zu schaffen. Dies liegt auch daran, dass ich keine Werkstatt hab und alles im Wohnzimmer bastel.

Gebaut hab ich den Flügel mehr oder weniger nach der Depron-Flügelanleitung von Jomari.
1.) (Bild1) zuerst habe ich vom Depron 8 dünne Streifen (ca. 5 mm) abgeschnitten und die Breite danach auf ca. 51 cm zugeschnitten. Anschließend habe ich über die Hälfte dieser Platte einen Glasfaser-Klebebandstreifen geklebt. Dieser ist für den nächsten Schritt sehr wichtig!
2.) (Bild2+Bild3) Die Platte wird nun umgedreht und die Rückseite wird mit einem runden Gegenstand eingedrückt. Dies ist dann die Knickfalte. Ich habe diese ca 5 mm neben der Mitte gezogen damit ich kein Symetrisches Profil erhalte.
3.) (Bild4) Nun wurden die 5 mm Streifen vom ersten Schritt als Führungshilfe für den Holm eingeklebt. Den Holm habe ich auf der Flügelunterseite ca. 6 cm von der Vorderkante geplant. Der Holm besteht übrigens aus einer 1000x30x4 mm Kiefer-Leiste + 2 mal 300x30x6 mm Depron (für die Flügelenden).
4.) (Bild5) Nachdem auch auf der Flügeloberseite die Streifen aufgeklebt wurden, habe ich die 13,4 g Servos mit Uhu Por aufgeklebt. Davor habe ich natürlich das "Fenster" für den Servoarm ausgeschnitten.
5.) Zum Schluß mußte nur noch die Platte an der Knick-Linie gebogen werden und die Enden verklebt werden.

Das ganze natürlich mal 2 . Dann sieht es ca so aus (Bild6+Bild7)


Den Rumpf habe ich aus 6 mm Depron zusammengeklebt.
Der große Flügel wird dann mit Gummis auf den Rumpf geschnallt.
Weitere Bilder gibt es die Tage. Habe meinen Card-Reader verlegt :wow:

Parts:
Regler ist ein 20 A Conrad-Regler
Servos link
Motor: link

Aber mal vorab noch ne Frage:
Ich habe die Ruder direkt an den Flügel geklebt. Die Ruder an sich sind ca 2 cm Breit und ca. 50 cm lang.
Bei den Erstflügen ist aufgefallen, dass das Flugzeug nur sehr langsam auf die Querruder reagiert. Den Ausschlag habe ich von 35 % bis zu 100 % vergrößert. Leider hat dies fast keine Auswirkung auf das Flugverhalten gehabt.
Ein Mitflieger meinte, dass ich das Ruder in den Flügel integrieren muß.... ist das die einzige Möglichkeit?

So, jetzt erst mal gute Nacht...

MfG

Edit:
noch ein paar Bilder
Bild8+Bild9 die erste Version vom Flieger

Ich habe noch folge Verbesserungen nachgearbeitet:
-VIEL größere Querruder => jetzt reagiert der Flieger endlich (Dank an Jujo + VikiN)
-Rumpf innen mit Balsaholz verstärkt, damit die 2mm Carbonstangen (Flügelbefestigung) nicht ausreissen.

Folgendes habe ich bis jetzt gelernt:
-Der Motor sollte leicht nach unten schauen. Ansonsten zieht er das Flugzeug nach oben beim Gasgeben.
-Nurflügel sind um einiges einfacher zu bauen.
-Der Schwerpunkt in "WinLaengs" scheint nicht immer zu stimmen (Bild winlaengs.jpg). Jedenfalls ist Segeln mit diesem Schwerpunkt unmöglich
-Ich habe keine Ahnung von dem was ich tu :D

:p:
 

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Jujo

Erfahrener Benutzer
#2
schuetze hat gesagt.:
Aber mal vorab noch ne Frage:
Ich habe die Ruder direkt an den Flügel geklebt. Die Ruder an sich sind ca 2 cm Breit und ca. 50 cm lang.
Bei den Erstflügen ist aufgefallen, dass das Flugzeug nur sehr langsam auf die Querruder reagiert. Den Ausschlag habe ich von 35 % bis zu 100 % vergrößert. Leider hat dies fast keine Auswirkung auf das Flugverhalten gehabt.
Ein Mitflieger meinte, dass ich das Ruder in den Flügel integrieren muß.... ist das die einzige Möglichkeit?
Hi,

2cm erscheinen mir für einen so tiefen Flügel sehr wenig. Faustregel würde ich dir 10-15% der Flächentiefe als Rudertiefe empfehlen.

Dann würde ich die Ruderhörner an den Rudern verkürzen, damit die Kraft die in das Ruder eingeleitet wird höher ist.

Und das Hauptproblem wird sein, dass die Ruder zu weich sind. Die verdrehen sich, sodass nur der Bereich in dem die Kraft einwirkt, ausschlägt.

Die Querruder sollten natürlich in den Profilstrak eingebaut sein, da das aber kein "richtiges" Profil ist, sollte das sich nicht so sehr auswirken.

Grüße Helmut

PS: Wenn du gerne aus Depron baust, kann ich dir gerne Bausätze fräsen. Z.b. eine Aviat Husky mit 1,6m Spannweite.
 

VikiN

Flying Wing Freak
#3
die jomari methode ist toll - hab auch schon einige jomari Flieger gebaut

finde auch 2cm ein bischen wenig - gibt fertige balsaruder, die gar nicht mal teuer sind
 

Jujo

Erfahrener Benutzer
#4
Ja ich hab früher auch nach dieser Methode gebaut. Aber jetzt wo ich Flächenkerne schneiden kann ist es passee.

Grüße Helmut
 

schuetze

Erfahrener Benutzer
#5
Danke Jujo + VikiN,

nachdem de Querruder vergrößert wurden, kann man das teil auch steuern :cool:
Ich hab aber immernoch Probleme mit dem Motorsturz und dem Schwerpunkt.
Demnächst lade ich noch Bilder von dem "Steck-System" hoch.

MfG
 

Jujo

Erfahrener Benutzer
#6
schuetze hat gesagt.:
Ich hab aber immernoch Probleme mit dem Motorsturz und dem Schwerpunkt.
Nix für ungut, aber einen Flügel in dieser Bauweise, kann man keinen Schwerpunkt berechnen, da geht nur probieren ;-)

Grüße Helmut
 
#7
Hallo,

zum Schwerpunkt,

Faustformel 1/3 Flächentiefe von vorne.

am besten Höhe gewinnen und gegen Wind am besten ohne Motor auf ca 30 grad anstechen. (eventuell mit wenig Gas)
Das Modell sollte sich langsam fangen, wenn es steiler wird muss mehr Gewicht nach vorne (ist erst mal unlogisch, aber stimmt)
Fängt sich das Modell zu schnell, Gewicht nach hinten.

Es sollte sich aber bei richtiger Einstellung fangen.

Da das Profil sehr dick ist sieht aus wie 25-30% ist das nicht zum segeln geeignet, eher als 3D fliegen.

Als Tipp, ich forme eine Depronplatte immer vorne bei ca 15% an. Das ist eine Bauweise mit nur einer Platte.
Auf ein Brett spannen, vorne etwas unterlegen, die Kanten mit Malerband gegen Hitze sichern und dann mit einem Fön anwärmen und runterdrücken.

Für Deine Bauweise gibt es auch ganz genaue Anleitungen.

Gruß Manni
 

schuetze

Erfahrener Benutzer
#8
Hi Manni,
danke für die Antwort

Das Modell sollte sich langsam fangen, wenn es steiler wird muss mehr Gewicht nach vorne (ist erst mal unlogisch, aber stimmt)
Ich dachte dies gilt nur für Nurflügel :???:

mir wurde auch schon gesagt, dass der Abstand zwischen den beiden Flügeln VIEL zu gering ist. Ich würde behaupten, dass dies aber "nur" eine Auswirkung auf die Flugreaktionen vom Elev hat.

Ich habe das Projekt übrigens erst mal auf Eis gelegt. Der letzte unkontrollierbare Flugversuch war zu deprimierent. Zudem hab ich gerade an der Arbeit viel um die Ohren.

MfG
 

Jujo

Erfahrener Benutzer
#9
schuetze hat gesagt.:
Hi Manni,
danke für die Antwort

Das Modell sollte sich langsam fangen, wenn es steiler wird muss mehr Gewicht nach vorne (ist erst mal unlogisch, aber stimmt)
Ich dachte dies gilt nur für Nurflügel :???:
Nein das gilt noch viel mehr für herkömmliche Modelle, als für Nurflügel...

schuetze hat gesagt.:
mir wurde auch schon gesagt, dass der Abstand zwischen den beiden Flügeln VIEL zu gering ist. Ich würde behaupten, dass dies aber "nur" eine Auswirkung auf die Flugreaktionen vom Elev hat.
Die Hebel sind kürzer, also wirken Höhen- und Seitenruder weniger Kraft aus (fällt nur in Sachen Flugstabilität auf), aber sind quasi schneller, was sich durch heftiger Reaktionen auf die Ausschläge bemerkbar macht.

Grüße Helmut
 
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