Moin, Boris,
naja, einfach Kameramodul tauschen bringt's ja nicht. Deshalb meine Frage
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CCD und CMOS sind schon etwas unterschiedlich - haben eben beide Vor- und Nachteile. Wenn man einfach eine CMOS- durch eine CCD-Kamera ersetzt, kommt man vom Nassen ins Sehr-Feuchte (ich nenne nur mal das Überstrahlen).
Den Rolling Shutter zu reduzieren wäre mit entsprechender Technik, konkret: schnellerem Auslesen, ja möglich - eine reine Kostenfrage. Mich reizt (neben der Vollbildaufnahme) bei CCD mehr die um ein Drittel höhere Lichtempfindlichkeit und die kurze "Verschlusszeit" (die damit einhergeht) sowie die einheitliche Farberfassung.
Blöd ist, dass die "bezahlbaren" CCD-Module keinen Frametransfer (sprich: Buffer) haben. Eine "billige" Actioncam zu bauen würde so aussehen, dass das Videosignal nach dem DAC gleich wieder digitalisiert würde - machbar, aber genauso absurd wie ein per VGA angesteuerter TFT
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Das ist halt der Vorteil von CMOS: Dass man die einzelnen Pixel gezielt auslesen kann, statt einen großen Aufwand mit "Ringelschwanzziehen" wie bei CCD zu betreiben.
Soll (als Teilantwort auf Deine Frage) heißen: Ich bezweifele, dass es diese Art von "Billig-Action-Cam" mit CCD gibt. Dafür ist CMOS heute einfach die richtige Technik. Man kann sich eine Selbstbaulösung basteln: Da aus den Chinaman-CCDs ja bereits ein Composite-Signal kommt, könnte man das per Analogfunk übertragen und parallel "onboard" mit einem Framegrabber-Modul eine "zurückdigitalisierte" Aufnahme auf SD aufzeichnen. Aber, wie gesagt, die "Billiglösung" würde den Rolling-Shutter der Billig-Actioncams nur ersetzen durch Überstrahlen und andere CCD-Effekte.
Marc