8 AWG Kabel an XT60?

garfieldsowhat

Erfahrener Benutzer
#1
wieder mal eine Kabel Frage ...

Habe gerade 8 x Zippy 8.000 mAh / 30C / 4S Lipos bekommen,
mit 5,5 mm Gold Connector Buchsen und DICKEM 8 AWG Kabel.

Ich "dachte", ich könnte locker XT60 Stecker dranlöten, wie bei meinem 3S Akkus ...
... habe aber irgendwo gelesen, daß jemand schon Probleme hatte, 10 AWG an den XT60 zu löten.
Möchte jetzt nicht einfach die Kabel am Lipo trennen und dann feststellen, geht doch nicht.
Und will mir jetzt einen Adapter Stecker (Kabel) basteln: also 5,5 Gold Connector STECKER auf XT60.
Frage mich aber, was für ein Kabel ich für den Adapter nehmen soll, bzw. mindestens MUSS.

mögliche Kabelstärken:
habe 2 verschiedene LADE-Kabel, einmal dicker 12 AWG und einmal 14 AWG, also dünner.
Dann habe ich so ein kurzes XT60 Kabel zum Parallelschalten von 2 Akkus - die haben 14 AWG (ob das da direkt am Akku reicht?)

1. soll ich jetzt, falls ich das 10 AWG nicht ordendlich an den XT60 bekomme, die Kabel DIREKT
miteinander
verlöten?
Kann ich da, Kante auf Kante, überhaupt ordentliche FESTE und haltbare Lötverbindungen
hinbekommen?

2. geht das überhaupt, 8 AWG auf 10 AWG - gibt es da "stromtechnisch" Probleme?

3. oder reicht da sogar das 12 AWG Kabel für den Adapterstecker 5,5 Stecker auf XT60 ... ?

4. ODER
sollte ich die 5,5 Buchsen dranlassen
UND an meinen Stromverteiler am Hexakopter einfach AUCH 5,5 Stecker/Buchsen anlöten.
Reicht da denn ein 10 AWG Kabel (also vom Verteiler zum Akku)?
Zusätzlich würde ich mir dann mit dem (vorhandenen) 10 AWG Kabel ein Parallelkabel (mit 5,5
Steckern/Buchsen) löten.
Oder MUSS/sollte ich auch da besser 8 AWG Kabel nehmen?

Aber dann muß ich mir noch Kabel (oder Adapter) für meine 4 Ladekabel basteln,
aber reicht ja 12 oder 14 AWG ...

5. Da war mal was mit Stromstärke etc.
Die Tiger Motoren MN3510-13/700 haben maximal 555 Watt.
Laut ecalc verbrauche ich im Schweben (bei Maximalabfluggewicht später) JE Motor ca. 9 A
(x6 = 54 A) und maximal bei Vollgas 34 A (x6 = 204 A ???) - aber hält das der XT60
überhaupt aus? Oder habe ich das was falsch verstanden/berechnet?

- - - - - - - - - - - - - -

HILFE:

6. sehe gerade, an dem Akku sind nicht 2 Buchsen dran, NEIN, am PLUS-Pol ist eine BUCHSE und
am MINUS-Pol ist ein STECKER !!!
Habe ich erst gar nicht gesehen, weil auch der Stecker ist mit Schrumpfschlauch bis zum Ende
isoliert.
Konnte ich erst nach entfernen des Schrumpfschlauches an der Spitze erkennen.

PROBLEM?
kann das nicht zu Kurzschlüssen führen, auch, wenn der rote Plus-Pol "noch" bis zum Ende mit
Schrumpfschlauch isoliert ist?

Also dann doch (irgendwie) XT60 dran?

Aber, wenn das von der Stromstärke nicht reicht, soll es da wohl noch XT90 geben ???

Werde damit eines Tages einen Hexakopter mit diesen Akkus versorgen.

VIELEN Dank im voraus für hilfreiche Antworten!
Hoffe, daß das Thema auch noch andere interessiert.

LG
Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
#2
Ehe du dir mit Adaptersteckern zusätzliche Fehlerquellen einhandelst, löte doch einfach den XT60 direkt an das Lipokabel. Der XT60 reicht strommäßig immer, wenn du nicht gerade einen 10kg Kopter baust. Goldis abschneiden, Kabel dünner machen, indem du soviel Litzendrähte wegschneidest, bis das Kabel in den Stecker passt, verzinnen, in den XT60 stecken und anlöten, fertig.

Gruß Jörg
 

v929

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#3
Warum hast du an so nem großen Kopter XT60 dran?
Bei XT90 dürften die Kabel schon eher passen.

Die 204A unter Volllast sind zwar nicht dauerhaft, sondern nur für wenige Sekunden. Dennoch halte ich XT60 in dieser Hinsicht für zu klein.

Ich habe für Flugakkus eigentlich nur drei Steckarten:
- JST für kleine Flugzeuge und kleine Nuris, z. B. Hacker Skyfighter, Super Kinetic
- XT60 für z. B. den Easystar2, Bixler2, Teksumo
- XT90 für den Hexa, Abfluggewicht ca. 2200g

Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden.
Vorteile:
- verpolungssicher
- günstig und dennoch gute Qualität (Hobbyking)
- lassen sich meiner Ansicht nach auch gut löten

JST ist rot und XT90 und XT60 gelb. Die XT60 gibts sogar noch in blau und schwarz.
 

garfieldsowhat

Erfahrener Benutzer
#4
Warum hast du an so nem großen Kopter XT60 dran?
Bei XT90 dürften die Kabel schon eher passen.

Die 204A unter Volllast sind zwar nicht dauerhaft, sondern nur für wenige Sekunden. Dennoch halte ich XT60 in dieser Hinsicht für zu klein.

Ich habe für Flugakkus eigentlich nur drei Steckarten:
- JST für kleine Flugzeuge und kleine Nuris, z. B. Hacker Skyfighter, Super Kinetic
- XT60 für z. B. den Easystar2, Bixler2, Teksumo
- XT90 für den Hexa, Abfluggewicht ca. 2200g

Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden.
Vorteile:
- verpolungssicher
- günstig und dennoch gute Qualität (Hobbyking)
- lassen sich meiner Ansicht nach auch gut löten

JST ist rot und XT90 und XT60 gelb. Die XT60 gibts sogar noch in blau und schwarz.
Danke, hört sich plausibel an.
Das "bißchen" mehr an Ampere von 60 auf 90 reicht da schon?

Der Vorschlag, von den DICKEN 8 AWG Kabeln einfach einige Litzen abzumachen hört sich zwar gut an, aber KANN das funktionieren?
Habe gerade mal versucht, ein 10 AWG Kabel in den XT60 zu stecken und sogar mit den Fingern das ganze ein wenig rund/spitz gemacht - paßt aber eigentlich NICHT in die XT60 ...

Werde mir dann wohl einige der TEUREN XT90 in China bestellen ...
ABER, paßt denn wenigstens in die XT90 das 8 AWG Kabel? - ok, dann muß ich halt einige Litzen abmachen.

FRAGE:
wenn der Kopter "theoretisch" 204 Ampere ziehen könnte,
dann reichen doch selbst die 90 A des XT90 nicht aus ???
oder mache ich da einen Denkfehler?
 

v929

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#5
Warum in China?
Hier hast du 5 Paar für $9, ein Stecker kostet also 65 Cent. Wenn das teuer ist, hast du leider das falsche Hobby. :( (Edit: Oder meinst du mit "TEUER", dass du die "guten" XT90 kaufen willst? Aber: Nur weil sie viel kosten, heißt das nicht, dass sie auch gut sind.)
www.hobbyking.com/hobbyking/store/_...ectors_Male_Female_5_pairs_EU_warehouse_.html

Mit Buddycode sogar nur noch $7:
http://www.hobbyking.com/hobbyking/...uddycode=D5A55495-1784-4FEB-9D9A-CFCFD6028B16

Versandkosten ~$2 und Paket kommt nach etwa einer Woche aus den Niederlanden nach Deutschland.
 
Zuletzt bearbeitet:

zerosight

Erfahrener Benutzer
#6
Jede Lötstelle oder sonstiger Übergang zwischen verschiedenen Leitern sorgt für zusätzliche Verluste und somit auch Erwärmung. Das würde ich bei solchen Hochstromanwendungen auf jeden Fall vermeiden. Wenn doch mal ein zu dickes Kabel Verwendung finden muss, hilft es, das Ende sauber rund gedreht zu verzinnen umm es dann im kalten Zustand in eine Form zu bringen, die in die Lötaufnahme passt um sie dann final dort festzulöten.

Für Deine Anwendung sind XT60 absolut nicht geeignet. XT90 ist für 100/150 A geeignet, dort passt aber AWG8 auch nicht rein. Besser wäre XT150. Diese Verbindung verkraftet angeblich 150 A Dauer und 250A Kurzzeitig. AWG 8 sollten da ohne Probleme passen. .
 
#7
Oh, oh, noch dicker als XT90? Das scheint mir sehr übertrieben. Wie schwer soll der Kopter denn werden? Nach meiner Rechnung reichen XT60 locker aus, jedenfalls bei <5kg . Es wird häufig der Fehler gemacht, viel zu dicke und damit schwere Kabel und Stecker zu verwenden. Die superdicken Kabel an den Lipos sind da auch nur dran, weil damit der Akku kräftiger aussieht. Das ist reines Marketing.

Die XT60 sind für ca. 60A Dauerbelastung ausgelegt, bei der Zahl geht es um die Erwärmung im Betrieb. Kurze Vollgasschübe mit entsprechend höherem Strom spielen da kaum eine Rolle, das hält der Stecker auch aus. Für die Dauerbelastung ist der Schwebestrom massgebend, und der richtet sich nach dem Fluggewicht und dem Wirkungsgrad, nicht nach den Stromangaben der Motorenhersteller. Als grobe Faustformel kann man mit 100-120W Schwebeleistung pro kg rechnen, das sind bei 4S etwa 7 bis 8A pro kg. Ein 3kg Kopter zieht dann nicht mal 25A. Da hast du mit XT60 noch genug Reserve.

Nochmal zum Abzwicken der überschüssigen Litzendrähte: Eine Halbierung oder Viertelung des Kabelquerschnitts auf einem so kleinen Stück bringt keine messbaren Verluste oder gar Erwärmung. Denkt einfach mal an die im Verhältnis zum Lipokabel viel dünneren Motorwickeldrähte, oder an die dünnen Blechlaschen im Lipo selbst, oder an die Leiterzüge auf dem Regler. Die stellen auch keinen kritischen Engpass dar.

Zum Thema Kabeldicke gabs übrigens hier mal einen guten Beitrag. Dort wird gezeigt (und berechnet), worauf es wirklich bei der Auswahl ankommt.

Gruß Jörg
 
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garfieldsowhat

Erfahrener Benutzer
#9
DANKE!
gerade "drüben" gecancelled und hier bestellt.
Ich muß mir zwar das Parallel- und die 4 Ladekabel selber basteln, da diese in EU auf "backorder" sind,
dafür habe ich diese super schnell und vor allem billigerer Versand und kein Zoll.
Blöd, daß ich im EU warehouse nicht nachgeschaut habe.
Nochmals, danke.
 

v929

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#10
Ich glaube, bei dem von jreise genannten Link stimmen die Berechnungen nicht. Bitte überprüft das mal jemand.
 
#11
Warum soll die Berechnung nicht stimmen? Weil das Ergebnis so verblüffend ist oder dir 0,2qmm als Motorleitung rein gefühlsmäßig zu dünn vorkommt? Ich habe nachgerechnet, als ich den Link gefunden habe. Und ich komme bei der Berechnung der Leitungsquerschnitte, Spannungsabfälle und Drehzahlen auf die gleichen Werte :).

Gruß Jörg
 

v929

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#12
Kein Grund zur Panik. :)

Hast du diese Rechnung und das Ergebnis überprüft?
0,1 mm^2 ergibt 0,107 Volt

Mit was hast du gerechnet? 9A, 0,1mm², 0,2m?
 

zerosight

Erfahrener Benutzer
#13
Oh, oh, noch dicker als XT90? Das scheint mir sehr übertrieben. Wie schwer soll der Kopter denn werden? Nach meiner Rechnung reichen XT60 locker aus, jedenfalls bei <5kg . Es wird häufig der Fehler gemacht, viel zu dicke und damit schwere Kabel und Stecker zu verwenden. Die superdicken Kabel an den Lipos sind da auch nur dran, weil damit der Akku kräftiger aussieht. Das ist reines Marketing.[/url]
Das ist eigentlich korrekt, ich selber hantiere auch mit deutlich "passenderen" Dimensionierungen. Allerdings bin ich etwas konservativer mit allgemeinen Aussagen im Forum. Die 5-10 Gramm mehr sind allemal besser als ein Kabel, dass so heiß wurde, dass es sich selber auslötet. Das ist schon vorgekommen und basierte zum Glück nicht auf meiner Empfehlung
 

v929

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#14
Warum soll die Berechnung nicht stimmen? Weil das Ergebnis so verblüffend ist oder dir 0,2qmm als Motorleitung rein gefühlsmäßig zu dünn vorkommt? Ich habe nachgerechnet, als ich den Link gefunden habe. Und ich komme bei der Berechnung der Leitungsquerschnitte, Spannungsabfälle und Drehzahlen auf die gleichen Werte :).

Gruß Jörg
Wie im anderen Thema dargestellt, sind die Ergebnisse nicht korrekt. Brauchst deswegen nicht gleich so unfreundlich werden. (Wird nur peinlich - du hast ja sogar die falschen Ergebnisse noch bestätigt.)
 
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#15
Sorry, es war nicht meine Absicht, unfreundlich zu klingen :). Hab mich halt geirrt bei der Stromvorgabe. Die korrigierte Berechnung kann man im anderen Thread nachlesen. Damit sollte das Problem erledigt sein.

Gruß Jörg
 
FPV1

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