EU-Kommission entscheidet zugunsten der Modellflieger

brandtaucher

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#1
EU-Kommission entscheidet zugunsten der Modellflieger - DMFV

" ... dass das Fliegen in Vereinen und Clubs im gewohnten Rahmen weiterhin möglich ist. "

Ich lese nichts vom sogl. " Wildfliegen" außerhalb von Vereinen. Oder meinen die das mit: "Damit ist sichergestellt, dass für Verbandsmitglieder keine Einschränkungen beim Betrieb von Flugmodellen zu befürchten sind und der Modellflugsport auch auf Europaebene zukünftig ohne Hürden ausgeübt werden kann. "

Wer weiß mehr?
 

brandtaucher

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#2
Ich habe gerade mit dem DMFV gesprochen. Das war die erste News zu dem Thema. Die Entscheidung ist erst gestern gefallen. Es ist alles sehr frisch.
Bestätigt wurde mir, dass auch Freiflieger (Wildflieger), die im Verband sind, auch weiterhin Modellflug betreiben können (also auch außerhalb von Clubs und Vereinen).

Ein anderer Punkt ist jedoch nicht so schön. Mit Modellflug ist hier ausdrücklich nur der Betrieb von Flächenflugzeugen gemeint! D.h. für Multicopter und alles, was Daten erhebt, filmt etc. wird es keine Unterscheidung zwischen gewerblich und privat mehr geben. Alle, die dann mit Multicoptern fliegen, werden sich härteren Regeln und Prüfungen unterwerfen müssen (Ausnahme soll wohl die Racecopterklasse sein, unter bestimmten Voraussetzungen). Auch sind wohl zusätzliche elektronische Voraussetzungen für Multicopter für den Betrieb erforderlich (genaues konnte man mir noch nicht sagen, aber es geht in die Richtung Warnung, dass man in Flugverbotszonen einfliegt etc.).

Mit der Veröffentlichung, die bald folgt, gelten diese Regelungen, aber es gibt zur Umsetzung eine Übergangszeit von 3 Jahren.

Alle o.g. Angaben sind ohne Gewähr und aus einem Gespräch, ohne schriftlichen Hintergrund. In den nächsten Tagen sollen mehr Details veröffentlicht werden. Falls also etwas von meinem oben gesagten dann nicht 100% passt, steinigt mich nicht.
 

brandtaucher

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#3

brandtaucher

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#4
Neuigkeiten:

EU-Verordnung: Das müssen Modellflieger wissen - DMFV

FAQs – die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Wann tritt die neue Regelung in Kraft?
Sie wird im EU-Amtsblatt ist am 1. Juni veröffentlicht, und ein Jahr später ist sie wirksam. Dann schließen sich weitere zwei Jahre Übergangsfrist an.

Betrifft die EU-Verordnung auch das Fliegen im Verein?
Indirekt ja. Der übergeordnete Verband (in unserem Fall der DMFV) ist aufgefordert, mit dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur über eine Betriebsgenehmigung zu verhandeln. Deren Bedingungen gelten dann für alle Verbandsmitglieder.

Was ist mit den Einzelmitgliedern?
Sie fliegen „im Rahmen“ ihres Verbandes und genießen so die Freiheiten, die dieser genehmigt bekommt. Das gilt dann auch auf den Wiesengeländen, die sie benutzen, und sie dürfen dann zum Beispiel höher als 120 Meter fliegen.

Was darf ein Modellflieger, der sich keinem Verband anschließen will?
Für den gelten – abgesehen von der bei uns obligaten Haftpflichtversicherung und anderen Auflagen – strenge europäisch einheitliche Bedingungen. Darunter:
– Mindestalter 16 Jahre
– Höhenbegrenzung von 120 Meter über Grund
– Registrierungspflicht des Piloten bei Modellen über 250 Gramm, die Nummer muss auf dem Modell stehen
– Online-Wissenstraining und Online-Prüfung müssen abgelegt sein („Kenntnisnachweis“)

Wenn ich im Ausland irgendwo am Hang fliegen will, darf ich das in Zukunft?
DMFV-Mitglieder werden eine internationale Registrierungsnummer erhalten, und der derzeit noch nationale Kenntnisnachweis wird hoffentlich international anerkannt. Damit – und mit ihrer international gültigen Versicherung – dürfen DMFV-Mitglieder dann an europäischen Hängen fliegen, so diese nicht für den Modellflug gesperrt sind. Wiegt ihr Segelflugmodell unter 10 Kilogramm, darf es beliebig hoch über Grund fliegen, wenn auch in Sichtweite und nicht höher als 120 Meter über dem Piloten.

Wird die europäische Registrierung nicht zu einem bürokratischen Albtraum?
Ein DMFV-Mitglied wird nichts davon merken, außer dass es sein Modell mit seiner Nummer markieren muss. Diese Pflicht gibt es bei uns in Deutschland ja schon im Prinzip mit dem hitzebeständigen Adressschild. Im Übrigen macht der internationale Luftsportverband FAI schon lange vor, wie das geht: Jede jemals auf der Welt ausgestellte FAI-Lizenz ist dort registriert. Wer internationale Wettbewerbe besucht, muss diese Lizenz-Nummer auf sein Modell schreiben.

Was ist mit Multikopter-Piloten? Wonach müssen die sich richten?
Fliegen sie im Vereinsrahmen, gelten für sie die gleichen Bedingungen wie für Piloten anderer Flugmodelle – ob die deutsche 100-Meter-Höhenbeschränkung für Multikopter bleibt, wird sich zeigen. Außerhalb des Vereinsrahmen gelten die gleichen Bedingungen wie für Modellflieger ohne Verband. Die Voraussetzungen für professionelle Aufgaben werden durch ein eigenes Regelwerk europäisch einheitlich erheblich verbessert.
 

brandtaucher

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#5

brandtaucher

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#7
Ernsthaft?

Falls du es so meinst, wie ich vermute: Nicht die Waffe tötet den anderen, sondern der, der sie benutzt.

Treibende Faktoren sind hier doch vielmehr die, die in dem Thema auch mitverdienen wollen. DJI ist sogar einer der wenigen Hersteller, die aktiv Flugverbotszonen einblenden. Die Irren hältst Du nie auf ...
 

stock

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#8
Ich kann die Sichtweise von Gummix durchaus nachvollziehen.

Produkte wie die von DJI haben aus Modellbau einen Massenmarkt gemacht.
Vorher musste man sich mit der Materie beschäftigen, seit DJI angefangen hat Produkte herzustellen die wirklich JEDER fliegen kann, kam es eben auch dazu. Viele weitere Firmen folgten.

Jemand der Modellbau als Hobby betreibt käme gar nicht auf eine Idee über einer Autobahn zu fliegen oder in der Nähe eines Flughafens.

Jemand der das als "lustiges Spielzeug" für 70€ bei Amazon gekauft hat, keine Ahnung hat wie sich sowas eigentlich ohne Vollautomatische Softwarehilfen etc fliegen lässt, ist hier der richtige Kandidat. Am besten mit irgendwelchen Kumpels und mehr Menge Bier...

Daher bin ich auch der Meinung daß dieser ganze Regelungswahn-Mist erstens für die Tonne ist und zweitens die falschen trifft.

Der der sich vorher schon Gedanken gemacht hat braucht nicht noch mehr Regularien, der der vorher auch schon drauf geschissen hat achtet jetzt sicher auch nicht drauf.

Trifft vielleicht nicht alle und jeden zu, ich bin überzeugt aber auf einen Großteil.

Gruß
 
#9
Falls du es so meinst, wie ich vermute: Nicht die Waffe tötet den anderen, sondern der, der sie benutzt.
Schon klar, aber DJI hat die Waffe geschaffen und an jeden Deppen verkauft. Jemand der sich mit dem Thema beschäftigt hat, sich den Copter selber aufgebaut hat macht sowas nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel). Um so ein Ding zu fliegen muss man doch nichts können, Handy an und los. Wenn da aber mal das GPS ausfällt oder sonstwas wissen die nicht was die machen sollen.
Ich weiß nicht wieviele DJI Modelle (auch die aktuellen) einfach mal wegdrifen weil die nen Fehler haben.
 

brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#10
... man muss auch nichts können, um jemanden zu erschießen. Leute, die Diskussion wurde schon bis zum Erbrechen geführt. Ich habe auch auf die Phantomflieger geschimpft etc. etc. - bringt aber nichts.

Die neuen Regeln gibt es nicht, um mehr Sicherheit zu schaffen (denn sie schaffen nicht mehr Sicherheit!). Die neuen Regeln dienen einzig und allein, den zukünftigen Markt im Luftverkehr EU weit zu regeln, damit die Industrie damit ihr Geld machen kann. Ansonsten hätte man nie zugelassen, dass nun doch ein Flugmodell im Rahmen des Modellflugs von einem gewerblich genutzten zu unterscheiden ist. Denn in Bezug auf die Sicherheit kann es hier keinen Unterschied geben. Wenn Dir das Teil auf den Kopf fällt, ist das wurscht.

Man kann doch nicht ernsthaft den Fortschritt und die einfachere Bedienung für den Missbrauch verantwortlich machen. Das Internet war früher auch nur für Freaks und nun können alle rein. Das würde ich aber doch jetzt auch nicht als Argument für die Menge an neuen "Verbrechen" im Internet heranziehen.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#11
Für die ganze "Drohnenhetze" seit 2014/15 braucht man gar nicht die 7 W-Fragen der Kriminalistik zu bemühen, die das natürlich auch sehr gut beleuchten, man braucht nur der Spur des Geldes zu folgen:
- wer hat Interesse am Luftraum >100m
- wem nützen per Paragraphen freigegebene Luftkorridore jetzt und in der Zukunft

Der Rest ist imho eine große Nebelmaschine, bei der die ach so lieben Medien gerne im Eigeninteresse mitnebeln.
 

QuadCrash

Erfahrener Benutzer
#12
Die neuen Regeln gibt es nicht, um mehr Sicherheit zu schaffen (denn sie schaffen nicht mehr Sicherheit!). Die neuen Regeln dienen einzig und allein, den zukünftigen Markt im Luftverkehr EU weit zu regeln, damit die Industrie damit ihr Geld machen kann.
So sieht es aus, aber ob das nach der ganzen Drohnen-Hetze noch funktionieren wird, bezweifle ich doch ein wenig. Ich glaub, die ganze Hetze wird dazu führen, dass die Bevölkerung eben nicht Drohnen-Lieferungen & Co. akzeptieren wird. Sprich, der ganze "Zauber" war umsonst ...

Wenn doch, hab ich mir schon Gedanken über einen "Amazon-Abfangjäger" gemacht. Da kann man bestimmt ganz gut "ernten" ... :LOL:.
 
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brandtaucher

Erfahrener Benutzer
#13
Wenn Amazon tatsächlich mit Drohnen liefert, was nie passieren wird, werde ich mit einer unregistrierten Naza-FC einen Piratencopter bauen. Mit 1-Watt-FPV-Sender klaue ich dann im Nachbarort die Pakete 😁
 
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