Paralleler Akkubetrieb

ernieift

Erfahrener Benutzer
#21
Du hast noch nicht verraten, um welche Grössenordnung es bei den Akkus geht. Bei kleiner Leistung kann man es sicher einfach zusammenlöten und Schrumpfschlauch drüber. Bei Größeren kommt am Ende ein riesiger Zinnkloß raus, der, wenn nicht sorgfältig gelötet, brechen kann...
 

FerdinandK

Erfahrener Benutzer
#22
So kann es z.B: aussehen:


Hier kommen jeweils zwei Arme (mit jeweils zwei Motoren) zusammen, es kommt dann gleich ein Stecker drauf, die beiden sind dann noch über ein AWG10 mit ebenfalls einem Stecker verbunden. So kann man drei Akkus parallel anstecken.

Wichtig ist Kupfer mit Kupfer zu verbinden, also die zu verlötenden Kabel ineinander zu schieben wenn möglich NICHT verdrillen. Ideal wäre es das noch mit einer Kupfer oder Messinghülse mechanisch zu sichern (also zu chrimpen) und danach zu verlöten. Ein leistungsstarkes Eisen (oder gleich ein Brenner) ist Voraussetzung. Die Kupferlitzen müssen allseitig druchdrungen sein, das Lötzinn muss "genommen" werden. Natürlich sind dies Lötstellen mechanisch zu entlasten (aber so leicht brechen die auch nicht - ohne Hammer).

lg Ferdl

P.S.: Schrumpfschlauch immer vorher aufschieben, nachher kann es zu spät sein ...
 

Constantin

Erfahrener Benutzer
#23
Du kannst immer das Kupfer am Ende der Kabel mit gaanz dünnem draht umwickeln und dann löten.
Ich finde das macht die Sache einfacherer/hält besser.
 

scritch

Erfahrener Benutzer
#24
Du hast noch nicht verraten, um welche Grössenordnung es bei den Akkus geht.
Du hast Recht, sorry. Es wird ein X8 mit MN3508 Motoren an 17" an 4s. Zu den Reglern gehe ich mit 16 AWG. Die Idee von dir Ferdi, finde ich gut. Zwar möchte ich keine drei Akkus verwenden, könnte aber ja immer zwei ESC's zusammenführen, diese zusammenlöten und dann mit AWG 12 nach hinten rausführen um dort die dann vier Kabel zusammenlöten. So hat man dann nur 4 (6) anstatt 8 (10) Kabel die man an einer Stelle löten muss.

Edit: Ich sehe gerade dass jegliches Kabel welches ich verwenden wollte, kein Kupfer, sondern Alu ist :rolleyes: Meint ihr das kann ich in den angegebenen Größen dennoch verwenden?
 

FerdinandK

Erfahrener Benutzer
#25
Wieso sollten Deine Kabel aus Alu sein? Wenn DU es löten kannst ist es Kupfer. (Wenn Du wirklich Alu löten kannst nehme ich alles zurück).

lg Ferdl
 

ernieift

Erfahrener Benutzer
#27
Bei einem X8 (=8 Motoren?) könntest Du auch 2 Stromverteiler nehmen und je einen Quadro an einen Akku klemmen AWG12 reicht. Die Masse zwischen beiden Stromverteilern kann dann viel dünner sein (AWG24) oder Du schliesst beide direkt an den FC an.

Versuch einer einfachen Erklärung (siehe Knotenpunktsatz):
Der 'dicke' Strom fließt zwischen Akku,Verteiler,ESCs und Motor hin und zurück.
Der 'dünne', also Signalstrom, fließt zwischen Akku,BEC,FC und ESC. Dafür reichen die normalen Servoleitungen.
Wenn man es vermeidet die Pluspole der Akkus zu verbinden, dann fließt kein Ausgleichsstrom und bei Ausfall/Weglassen eines Akkus bleibt sogar noch der Copter in der Luft.

Mit der Verwendung von Alu wäre ich vorsichtig. Kupfer und Alu bilden ein galvanisches Element. Es braucht nur noch ein Elektrolyt (leitfähiges Wasser reicht) und die Verbindung zersetzt sich chemisch. Mal davon ab, Aluleitung bricht viel schneller als Kupfer und es hat einen höheren spezifischen Widerstand. Das bedeutet bei gleichem Strom sollte Alu einen größeren Querschnitt gegenüber Kupfer haben. Und Löten geht auch nur unter Öl. Das sind keine guten Argumente dafür.

Gruss
ernieift
 

scritch

Erfahrener Benutzer
#28
@ferdi: Ich komme darauf, weil das Kabel siber ist und nicht... kupferfarbend. Hatte vor kurzem eine Anlage in mein Auto eingebaut. Dort gab es auch viele Anbieter am Markt die großquerschnittige Alukabel angeboten haben. Daher bin ich nun darauf gekommen dass es hier auch der Fall ist. Oder warum sind die Kabel denn silber, spezielle Legierung?

@Black Moskito: Ansich eine gute Idee. Aber wie kannst du denn sichergehen dass die Kabel, die du eingewickelt hast mit dem Draht, nach dem Löten auch sauber miteinander verbunden sind?

@ernieift: Ich denke "2 Quadros" sind in diesem Fall unpraktisch. So bleiben bei einem Akkuausfall nur 4 Motoren in Betrieb. Entweder die oberen vier, oder die unteren vier. Da ich eine Naza verwenden werde,, haben die oberen vier die eine Drehrichtung, die unteren vier entsprechend ander herum. Sollten die unteren 4 z. B. komplett ausfallen fehlt einem nicht nur plötzlich der Schub, sondern der Copter geht auch unlenkbar zu Boden.
 
#33
hallo scritch!

so wirklich perfekt beschreiben kann ich das nicht ...

probiere es einfach mal testweise aus und du wirst merken, wann der ring "voll" ist...

ein indikaor ist z.B. wenn du die einzelenen gewindegänge des rings nicht mehr erkennen kannst

hoffe ich konnte dir deine frage ansatzweise beantworten

ich kann dir nur aus 25 jahren erfahrung mit dieser technik bestätigen, das es imho die schnellste, sicherste und fingerkuppenschonenste methode ist ;)
 

RCCopter

Coptertestingenieur
#34
so wirklich perfekt beschreiben kann ich das nicht ...
probiere es einfach mal testweise aus und du wirst merken, wann der ring "voll" ist...
ein indikaor ist z.B. wenn du die einzelenen gewindegänge des rings nicht mehr erkennen kannst
hoffe ich konnte dir deine frage ansatzweise beantworten
Aufgrund deines Beitrags (danke!) hatte ich (als Lötanfänger) das ähnlich ausgeführt probiert und mit Fotos dokumentiert.
Hier der Thread dazu:
http://fpv-community.de/showthread....itze-L%F6tzinn&p=640559&viewfull=1#post640559
 
Zuletzt bearbeitet:

hornetwl

Erfahrener Benutzer
#35
Beim Parallelschalten nicht vergessen, die Balancer ebenfalls zu verbinden - anderenfalls kann es einzelnen Zellen an den Kragen gehen, falls sie minimal schlechter im Futter stehen.

@FerdinandK
Wenn mehr als ein Stecker in Reihe einen nennenswerten Einfluss auf den Widerstand der Zuleitung haben, Steckersystem wechseln. Bei einem XT60 sehe ich das ein (0,5 mOhm), bei LMT6 (0,05mOhm) hingegen nicht. Der Redundanzgedanke ist natürlich zutreffend (auch wenn mir in 20 Jahren Modellflug noch nie ein Akkustecker in einem E-Modell in der Luft auseinandergefallen ist).
 

FerdinandK

Erfahrener Benutzer
#36
@RCCopter, jeder darf natürlich löten wie er will, allerdings meine ich, dass Du bei Bild 3 fertig bist, alles weitere bringt elektrisch und mechanisch keinen Mehrwehrt, hat nur mehr Gewicht.

@hornetwl
Modellbauerfahrung != Multicoptererfahrung
Ein Stecksystem beinhaltet Zwangsläufig Lötstellen, Lötstellen am Multicopter sind zu minimieren (häufigste Fehlerursache am Multicopter). "Single Points of failure" wie eben eine Y-Kabel für Akkus ebenso. Aber natürlich darf jeder Copter bauen wie er will.

lg Ferdl
 

hornetwl

Erfahrener Benutzer
#37
Ich sag mal was bei 180A und 8s hält (Speedmodell, 400 km/h, knapp 5kW), wird bei 20-80A @ 4s erst recht nicht verglühen. Und auch dort wurde mit mehr als einem Stecker in Reihe geflogen, schon nur weil der Akku aus drei Teilen (Reihe) bestand und anders nicht in den schlanken Rumpf passte. Nebenbedingung: der Last angepasstes Stecksystem, das kleine Zahlenbeispiel gilt explizit nicht für XT60!
 
FPV1

Banggood

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