Planung Groundstation - Grundfrage

docromano

Erfahrener Benutzer
#1
Liebe Trackergemeinde,

ich trage mich mit dem Gedanken an eine Groundstation. Was mich stören würde, wäre eine Kabelverbindung zwischen mir und selbiger. Bei Starten und Landen muss ich mobil sein. Ich hatte daher folgende Idee:

Video (derzeit noch 5.8)
Der Empfänger der GS gibt sein Signal an einen kleinen, weiteren Vtx weiter, der auf anderem Kanal mit wenig Leistung läuft. Dieser sendet an meine Brille

Spannender: Steuerung.
Ich fliege hochzufrieden auf EZUHF. Aktuell hängt der Tx mittels Druckteil an meiner Graupner Mx16. Das nervt schon ganz ordentlich, weil Kabel raushängen, zusätzlicher Akku machts schwer usw. Idee: EzUHF Tx wandert ebenfalls auf die GS. Weiterhin packe ich dort einen hier noch rumliegenden GR16 drauf. Den verbinde ich ganz normal via 2,4 mit meiner Funke und stelle ihn auf SUMO8, also letztlich ein PPM Signal, welches ich wiederum dem EZUHF füttere. Geht das ? Wird sicher ein bisschen Latenz geben, aber das ist beim Flieger ja nicht ganz so wichtig. Und ich wäre dann komplett mobil bei trotzdem gutem Empfang dank Groundstation.
 

mastersurferde

Erfahrener Benutzer
#2
Hi,
das geht alles. Aber Du musst so viel Gerümpel mit zum Fliegen nehmen, dass es einfach unpraktisch wird und Du weniger oft gehen wirst.
Wenn Deine Funke einen JR-Schacht hat, dann kauf einfach ein JR-Modul:
EzUHF JR Module - AntiGravitySports.com
Kostet 30$ und der Kabelsalat ist weg.

So lange Du auf 5,8 GHz bleibst, funktioniert auch das manuelle Antennentracking mit der Helix auf der Brille hervorragend. Damit kannst problemlos mehrere Kilometer weit fliegen.

Erst ein Umstieg auf 2,4 GHz oder 1,3 GHz Video rechtfertigt meiner Meinung nach den Bau einer Groundstation mit VTX-Repeater:
FSV2464 5G8 Ground Station Repeater - AntiGravitySports.com

Ich habe auch einen Tracker zu Hause. Und der bleibt auch immer zu Hause, weil´s einfach zu umständlich ist.

Mit Deiner vorgeschlagenen EZUHF-Repeater-Lösung hast Du keine Telemetrie mehr auf der Funke. Darauf würde ich keinesfalls verzichten wollen. Dann eventuell doch auf Taranis und Crossfire umsteigen.

Gruß
Stefan
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#3
Hi Stefan,

danke für die Antwort !

Vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen:
Ich habe keinen Schacht (ist eine Graupner Funke) und Distanz ist nicht mein Problem. Damit bin ich momentan ganz zufrieden, auch wenn ich die "Eskalationsmöglichkeit" Tracking schon ganz reizvoll finde.

Ich wollte eben das Gerümpel vom Sender weg haben. Wenn das dafür in einer einzigen Kiste auf einem Stativ wohnt, kommt mir das ganz gelegen. Könnte noch nen Schalter integrieren, Spannungsanzeige und ne dickere Batterie. Aktuell muss ich erstmal Sender und Brille samt der ganzen Antennen, Zusatzakku etc zusammenbauen. Die Idee mit GS ist, nur noch diese aufzubauen, Brille mit einer Cloverleaf auf und Sender einschalten, fertig.
Telemetrie habe ich beim EZUHF eh nicht, nur die RSSI Info und die wird mir am OSD des Fliegers ausgegeben (Pixhawk als FC verbaut).
 

Papsi

Erfahrener Benutzer
#4
Ich hatte auch immer so viel Geraffel wild rumfliegen.
Dann habe ich mir für meine Bodenstationen und die Technik paar Teile entworfen und gedruckt.
Man muss zwar immer noch 2 Stative mitnehmen aber es ist alles sauber aufgebaut und sofort betriebsbereit.

Im Videotracker ist ein 25mW Sender drin, der das Bild von der Biquad an die Fatshark weiterleitet - also keine Kabel

Auf dem 2. Stativ ist ein kleines Gehäuse einem JR-Schacht nachgebaut und dort ist ein FrSky X4R verbaut, der die Signale über 2G4 von der Taranis empfängt und per S-Bus ans Dragonlink weiter leitet - also keine Kabel

Vorteil der JR-Lösung.
Ich kann das Dragonlink auch einfach an die Taranis klicken und stativlos fliegen.

Fürs Video habe ich noch eine kleine Bodenstation.
Dort sind ein 1G3 Videoempfänger und ein 5G8 Sender drin. Dann noch 9 Stück 18650 Zellen für genug Strom.

Kann also immer kabellos fliegen und muss nicht viel Zeug aufbauen.

Gruss
Papsi
 

Anhänge

docromano

Erfahrener Benutzer
#5
Sehr schöne Lösung ! Würde es fürs erste nicht auch auf einem Stativ gehen ? 433 Mhz und 5.8 sollten sich ja nicht allzu sehr stören. Ich würde erstmal gerne mit nur einem Stativ anfangen. Oder geht das gar nicht ?
 

Papsi

Erfahrener Benutzer
#6
Geht bestimmt auch auf ein Stativ.

Dann muss aber alles stabiler sein. Dann wird es globiger und schwerer.
Zudem muss bei mir die Dragonlink Antenne nach oben zeigen, was dann schlecht beim Tracker wäre.
Daher die 2-Stativ Lösung.

Und Abstand zwischen den Frequenzen ist denke ich mal immer gut.
Grad wegen Video und Steuerung.
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#7
Na ich versuchs erstmal. Dass ich zum Tracken umbauen muss, ist klar. Hab aber eh noch keine Idee wie ich das ohne zweiten Vtx am Flieger realisieren soll.
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#9
Na die meisten Tracker senden die Positionsdaten doch über den Videokanal - ich dachte, dafür ist das OSD zuständig. Und mein OSD kann sowas nicht. FC ist Pixhawk.
 

olex

Der Testpilot
#10
Du kannst Positionsdaten vom Pixhawk über RC-Telemetrie runterbekommen (FrSky, Crossfire, Dragonlink u.Ä. sollten das alle können). Viele aktuelle Tracker-Umsetzungen können die Daten direkt aus dem Telemetriestream ablesen, ohne dass man den Audiokanal ranziehen muss.
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#11
Ja ich sehe schon, dass ich mit meiner Graupner-EZUHF Combo da ein Problem haben werde. Ich sehe nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bekomme die Daten irgendwie via Smartaudio in den Unify und von dort zur GS, oder ich muss einen zweiten VTX samt OSD und GPS verbauen - ganz schöner overkill. Was auch noch ginge, wäre ein anständiges Modem á la RFD900 (auf 868Mhz) und dann einen Pixhawk Tracker bauen. Oder einen passiven Tracker, der per Diversity einfach immer der stärkeren Antenne nachfolgt.
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#13
Hmmm...der liest sich sehr interessant. Es gibt sogar Stimmen die meinen, man könne das GPS Signal vom Pixhawk durchschleifen. Und das mit dem aufmodulieren scheint auch zu gehen - spannnend. Muss ich mal recherchieren.
Oder gibts hier jemanden mit Arkbird auf Pixhawk ?
 

Papsi

Erfahrener Benutzer
#14
Ich nutze den MyFlyDream Tracker.
Der bekommt die Daten entweder vom Autopiloten oder von einem Telefly.
Alles läuft mit mur einem GPS und nur einem VTX an den jeweiligen Fliegern.
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#15
Dass die alle fein funktionieren, ist ja bekannt. Aber Non-Ardupilot Tracker an Ardupilot scheint nicht ganz so verbreitet zu sein..
 

mastersurferde

Erfahrener Benutzer
#16
Arkbird mit dem selben GPS wie der Pixhawk funktioniert zwar, erfordert aber ordentlich Konfigurationsaufwand und das GPS-Anschlusskabel musst Du auch anpassen. Kurzum: Wenn Du ein kleines, eigenes GPS (10 Euro) für den Tracker verwendest, dann ist es wesentlich einfacher und Du kannst das Air-Modul ganz einfach auf einen anderen Vogel schnallen.
Von einem Ardupilot Tracker halte ich nicht viel, da die 433MHz Funkstrecke ohne Tricksereien nicht die Reichweite bietet, die den Einsatz eines Trackers rechtfertigt. Das ist dann pure Spielerei.

Gruß
Stefan
 

Schlonz

Erfahrener Benutzer
#17
Wieso 433Mhz?
Meine kleine Bodenstation sieht so aus:

_MG_7305_1500px.jpg
Zum Transport so (ohne das Stativ):
IMG_0888_1280px.jpg

Das ist im großen und ganzen eine auf Ardutracker angepasster open360.Tracker. Hat den Vorteil, man kann alles selbst drucken bzw. die Teile bekommt man an jeder Internet-Ecke. Der Ardutracker (die 0.8) läuft dabei auf einem Billig-China-2.4.8 Pixhawk.

In meinem Fall habe ich zwar als Telemetriestrecke Crossfire, aber die EzUHF kann doch auch meines Wissens Mavlink bidirektional? Das wäre also kein Problem.

Die Bodenstation routed das Mavlink zum Einen über das Wlan am Boden zu Tablet und anderen Endgeräten (z.B. Laptop), reicht das auch an den Tracker weiter und verteilt das 5,8GHz-Video vom Tracker am Boden ins Wlan (aufs Tablet) und auch auf 5,8GHz weiter (ich habe aus der Luft halt 5740Mhz RCPH und am Boden 5840MHz LCPH).

Das Schema sieht so aus:

Schema Bodenstation_1280px.png

Wenn mehr interessiert, einfach noch fragen.

Viele Grüße,
Stefan
 

docromano

Erfahrener Benutzer
#20
Sehr spannend ! Aber zur Klärung:
Ezuhf SOLLTE immer Telemetrie bekommen, hat die Hardware dafür, ist aber nie gekommen. Jetzt wirds nicht mehr weiterentwickelt. Ein Crossfire nur für Telemetrie geht natürlich, ist aber auch bissl Overkill ;)
Für den Pix gibts sonst als Telemetrie die China 433 Module, die sich mit Ezuhf aber verbieten. Dann gibts die noch in 868, was auch nicht wirklich weit reicht. Dann gibts die RFD900 modems, die aber ein Vermögen kosten.

Die einfachste Lösung scheint wirklich das Telefly zu sein, der MFD Tracker dazu ist ja auch ein feines Gerät, wie mir scheint.

Für Telemetrie geht übrigens auch ein Smartphone und ein BT Modul. Die Daten kommen dann via 3G, dann hat man aber das fette, Interferenzen speiende Smartphone aufm Flieger.
 
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