Tiefziehaube anfertigen lassen?

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Notsure

hart am Wind
#1
Hallo liebes Forum,

ich würde gern euer Wissen anzapfen, denn ich kenne persönlich keine Firma oder Privatperson die mir eine Tiefziehhaube für mein UAV-Projekt anfertigen könnte.

Als Frame dient ein DJI S1000+ und aussehen sollte es wenn möglich ungefähr so wie in der angefügten Grafik unten.

Ich stelle mir 2 Schalen vor eine Oberschale bzw. Unterschale die über den Anfag der Arme reichen und dort mittels Klettverschluss oder Kabelbindern miteinander verbunden werden nach dem aufklappen.

Budget ist vorhanden!
Zeitfenster bis anfang April.

Bin für Hilfe bzw. Tipps jeglicher Art dankbar...

LG
 

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Cyber-Trash

Erfahrener Benutzer
#5
Oh, das bin ja ich :)

Also ich hab's mit Lexan versucht, und bin nach mehreren Fehlversuchen erst zu einem akzeptablem Ergebnis gekommen.
Das Problem an deiner Haube ist , dass die relativ groß ist ... Größer als die meisten Hobby-Tiefzieh-Boxen

Da muss natürlich erst einmal ein Positiv erstellt werden , worüber dann tiefgezogene wird ... Da ist man dann auch wieder ein paar Stunden mit beschäftigt.

Man könnte auch auf die Idee kommen das ganze mit Glasfaser oder Carbon zu laminieren , bei der Größe müsste nämlich das Material relativ dick sein was beim Tiefziehen nicht sooo bombe ist.

:-/ aber vielleicht gibt es hier auch noch produktivere Beiträge.

Grüße Cyber-Trash
 

Cyber-Trash

Erfahrener Benutzer
#6
So wäre es natürlich einfacher ... Wäre dann eine Art fliegendes smartie.... Aber die Frage ist halt ob das überhaupt eine Option ist ..... Finde es persönlich ganz schön

Aber war ja nur eine Alternative Idee
 

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Seppi

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#7
das negativ (oder positiv) könnte man ja 3D Drucken, dann bleiben die kosten da überschaubar, evtl könnte man auch beide formen drucken, den "rahmenkusstoff" erwärmen und wie in einer Presse zweischen den beiden Formen reindrücken...

sollte kein Problem sein
 

hornetwl

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#8
Ich bin gerade selbst beim Haubenbau für einen eigenen Quad. Das Problem ist ganz sicher nicht, jemanden zum Tiefziehen zu finden, sondern eher der Urmodellbau. 3D-Druck ist dafür m.E. total ungeeignet, zumindest solange wir über das übliche FDM-Verfahren reden. Bei einem 25x25x20cm großen Teil wird das nur mit erheblichem Einsatz von (teurem) Gehirnschmalz überhaupt gerade und verzugsfrei.

Also eher CNC-fräsen aus Blockmaterial. Dazu braucht es um die 10-20l Material (a 15-20 EUR/l) und nach meiner Erfahrung so ganz grob um die 2 Frässtunden pro Liter. CAD Design, CAM-Programmierung und Fräsen summieren sich ganz schnell auf 10 Manntage (Stundensatzkategorie Ingenieur) oder mehr, das Ganze natürlich mal Anzahl der Versuche bis zum endgültigen Wohlgefallen.

BTW, Tiefziehen halte ich eher für eine ungeschickte Fertigungstechnik, wenn's es nicht 10tausende Stück pro Monat für ein Hobbyking Chinaspielzeug werden sollen (zu schwer, zu instabial, Materialstärke schwierig kontrollierbar). Ich würde für Kleinserien definitiv laminieren, für mittlere Serien irgendwas in Richtung Vakuuminfusion austüfteln. Der Aufwand fürs Urmodell ist nicht wesentlich unterschiedlich, die Kosten für die Form im Vergleich dazu vernachlässigbar.

PS.: bevor ich mein eigenes Haubenprojekt gestartet habe, hab ich natürlich diverse käufliche Tiefziehteile angesehen. Meine Wahrnehmung: oh je... Aber jeder hat andere Ansprüche.
 
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ThinMan

Erfahrener Benutzer
#9
Wie schon gesagt, das eigentliche Tiefziehen ist nicht das Problem, so ein Kasten mit Staubsaugeranschluss kann man sich selber bauen und die Materialplatten kosten auch nicht die Welt. Wenn man es überhaupt ranbekommt, ist high impact polystyrene das beste was es gibt. Sowohl vom Gewicht, als auch von der Festigkeit. Habe nach ewig langem Suchen lediglich einen Großhändler in GB gefunden. War für meine Bedürfnisse aber eine zu große Menge und Porto ab einer bestimmten Plattengröße war auch nicht zu verachten.

Nach über 6 Monaten suchen und anfragen habe ich eine Firma gefunden, die normalerweise für Architekturmodelle fräst. Für eine 240er runde Haube, ohne groß Details dran, hat das Fräsen der Form alleine schon 350 Oecken verschlungen. Problem war die Fräshöhe, ich wollte eine einteilige Form haben. Ab 90 bis 120 mm Höhe war nämlich Ende mit fräsen.

Meiner Meinung nach, muß man eh verschiedene Materialstärken ausprobieren, es sein denn, man hat einen Experten an der Hand, der genau weiß, wie dick man benötigt. So eine größere Haube ist auch schnell mal bei 120 g, wenn sie denn gut stabil sein soll. Man sollte Verstärkungsfalzen mit einkonstruieren, ähnlich PET-Flaschen. Solche Rillen und Stege eben.

Kopterkiste Inhalt.JPG

Hoffe, man kann die 4 Stege und den Ring auf dem Foto erkennen. Würde heute noch mehr von den Falzen einkonstruieren, das macht das wesentlich stabiler.

Laminieren ist da wohl eher angesagt. Kommt halt auf die Stückzahl an und ob man das verkaufen möchte. So eine handlaminierte haube wäre ja auch nicht gerade "preiswert".

ThinMan
 
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Merlinfly

Erfahrener Benutzer
#10
.... CAD Design, CAM-Programmierung und Fräsen summieren sich ganz schnell auf 10 Manntage (Stundensatzkategorie Ingenieur) oder mehr,....
Ingenieur? Wozu?
So ein Hexenwerk ist das auch nicht, wenn man kein zugang zu bezahlbahrer CNC hat geht immer noch die bewährte Methode
aus Sperrholz Schicht für Schicht aussägen, verkleben, schleifen.
 

Seppi

Neuer Benutzer
#11
kommt schon jungs... warum sit das mit 3d Druck ein problem.. ich kann einerseits die form in kleinere Teile aufsplitten und so auf günstigen Maschinen herstellen, andererseits ist der Materialaufwand sehr gering! alles was "Vollmaterial" ist kann ich ja hohl ausführen.
ich seh da eigentlich gar keine hexerei.. und wenn das nur für ein paar Teile ist, ist es von der Verschleißfestigkeit der 3D Materialien kein Problem..auch kein problem..
 

ThinMan

Erfahrener Benutzer
#13
Tut mir leid, gebranntes Kind scheut das Feuer, von mir keine Konstruktionsdaten.

Helfe per Mail bzw. privat gerne, aber Raubrittertum kann ich nicht unterstützen (meine nicht Dich).

Ist einfach eine Halbkugel mit 240 mm Durchmesser und 150 mm hoch. Zuzüglich dem geraden Rand unten, der ist 5 cm hoch.

ThinMan
 

Cyber-Trash

Erfahrener Benutzer
#14
Wenn man schon eine Urform hat , kann man sich ja immernoch entscheiden ob man tiefzieht oder laminiert , die Form ist ja die gleiche...

@ seppi , bei welcher Temperatur schmilzt denn dein Filament ? das könnte nämlich auch ein Problem bei 3d-gedruckten Formen sein , beim Tiefziehen legt man schliesslcih 200 ( eher mehr ) grad heisses Material darauf , es wäre nicht gut , wenn das 3-d Modell dann weich wird oder sich mit dem Kunststoff der Haube verklebt.

Ich habs auch mit holz gemacht, damit bekommt man ne super Oberfläche hin , aber ist halt arbeitsaufwendig

( sieht nicht wunderschön aus , aber das liegt nur an der Farbe )
 

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Seppi

Neuer Benutzer
#15
kommt aufs material an, 200grad sind aber schon eine hausnummer.. es gibt mitlerweile einfach zu druckendes Material das bis 100 Grad locker aushällt, müsste man auf einen Versuch ankommen lassen

was klappen könnte ist die urform mit alufolie zu bekleben um zu verhindern, dass die Temperatur zu schnell ins material geht.

@thinman..

also eine Halbkugel mit 240Durchmesser und 150mm höhe insgesamt... könnte man auf 2 Teile Drucken (2 Hälften also), sollte relativ schnell gehen, da praktisch nur internes Stützmaterial benötigt wird..

je nachdem welches Material man nimt und wieviel man braucht... für die Volle Halbkugel ca. 50-100€ (eher auf der unteren Seite)...
 

ThinMan

Erfahrener Benutzer
#16
Zuzüglich einer 5 cm dicken Scheibe mit 240 mm Durchmesser. Für den Rand und unterschiedliche CP-Höhen, plus "Futter", weil der untere Rand an der Auflagekante mitunter nicht so schön wird.

ThinMan
 

Cyber-Trash

Erfahrener Benutzer
#17
ganz oldschool wäre : Zum Schreiner gehen und sich das ganze aus Holz Drechseln zu lassen .... ( das Futter müsste dann komplett gelassen werden , da muss dann nach Wunsch per Hand weiter gemacht werden .... aber die Lösung wäre auf jeden Fall langlebiger , hitzeunempfindlich und die Oberfläche wäre perfekt.

Und so teuer kann es doch nicht sein ne Halbkugel mit Futter Drechseln zu lassen.

Grüsse Cyber-Trash
 

ThinMan

Erfahrener Benutzer
#18
Wird wohl nicht mehr viele geben, die das auch wirklich können. Die alten Handwerke sterben ja allmählich aus. Holzkugeln gibt es ja fertig, muß man nur durchsägen und vor allem, den richtigen Durchmesser finden. Und die Falze müssen ja auch noch irgendwie rein. Meine sind ja erhaben, es müßten aber auch eingeprägte gehen.

Die hier im Thread angestrebte Haube ist ja nicht so einfach, hat ja wesentlich mehr Details. Da würde ich mir aus Resten (Pappe, Kaninchendrahtgitter, Styropor, Bauschaum etc.) irgendwie direkt auf dem Kopter eine Haube zusammenschmieren, die Oberfläche glätten, daraus dann eine Form machen und die mit Gips (innen drahtverstärkt) ausgiessen. Dann halt tiefziehen, oder laminieren. Wobei laminieren auch gleich mit der Resteform gemacht werden kann.

Das ist natürlich aufwendig und arbeitsintensiv, dafür preiswert.

Oder fräsen, da kann man dann mehr Details verwirklichen, dafür teurer, wenn man keine eigene Fräse hat. Denke, eine mehrteilige Form läßt sich auch zusammen kleben und die Nähte glätten.

Die Falzen zu konstruieren ist aber auch nicht ohne, wegen dem Tiefziehen dürfen da nirgends scharfe Kanten etc. sein, alle Übergänge müssen "verrundet" sein. Da hatte ich anfänglich mit meiner üblichen Konstruktionsweise keinen Erfolg, habe das Polygonnetz dann wirklich einzeln "händisch" bearbeiten müssen. Das ging nicht mit Körpern zu realisieren. Und damit das fein genug wurde, hatte nur die Haube mehr als 100.000 Polygone, da ist mein PC fast in die Knie gegangen.

Für mein Okto-Projekt will ich ja auch 2 kleine Hauben (vorne und hinten, die Mitte ist als Jalousie gemacht, beidseitig zu öffnen/aufzuschieben) machen.

Da wollte ich einfach auf den voll montierten, flugfähigen Kopter, Styropor etwas aushölen, draufpappen und daraus die Haubenform schnitzen. Dann glätten und laminieren. Hab ich noch nie gemacht, mal sehen, ob das was wird. Geht aber erst, wenn es wärmer ist, bei den Temperaturen bindet das alles nicht richtig ab.

ThinMan
 

sandrodadon

Fliegender Maschi
#19
Ingenieur? Wozu?
So ein Hexenwerk ist das auch nicht, wenn man kein zugang zu bezahlbahrer CNC hat geht immer noch die bewährte Methode
aus Sperrholz Schicht für Schicht aussägen, verkleben, schleifen.

Naja Tiefziehen ist nicht gleich Tiefziehen:
Um eine einfache Haube zu fertigen kann das wohl reichen, für eine Verschalung wie im ersten oberen Beitrag in annehmbarer Qualität muss man aber wirklich sehr viele Stunden in CAD verbringen und zum Teil auch 5-Achs Fräsen haben.

Ich habe an einem ähnlichen Projekt mitgearbeitet, es gibt unglaublich viel zu beachten, das fängt dabei an, dass an jedem Radius ein eigener Tiefziehkanal fürs Vakuum gefräst werden muss (die sich irgendwann natürlich auch alle in einer Tasche treffen) und hört bei mathematischen Formeln abhängig von Radius, Materialstärke und Co auf. Dazwischen muss man die Anzahl und Position dieser Kanäle abschätzen und z.T. auch auf Erfahungswerte und Tests zurückgreifen.
Für so eine Vollschale geht deutlich mehr als ein Arbeitstag nur in der Konstruktion der Urform drauf !

Zum Thema 3D Druck:

Obs jetzt mit einem MakerBot klappt kann ich nicht sagen, aber für Kleinserien werden in der Industrie durchaus Urformen gedruckt, in meinem Fall wars ein Stratasys Connex2
 
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Seppi

Neuer Benutzer
#20
Also so?
haube2.JPG haube1.JPG

war jetzt eine Arbeit von 10 minuten....

Ansaugkanäle usw. wären kein Problem, man könnte sogar (Wenn 3D gedruck) das ganze Teil nicht Dicht sondern in einem Gitteraufbau machen, sodass die ganze Haube durchlässig wäre..
 
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FPV1

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