NIR-FPV (Nahes InfraRot) mit dem Kopter

So, der Umbau ist geglückt.

Angehängt sind 2 Bilder aufgenommen mit einem BG3-Filter und ein Bild mit komplett offenem Sensor.
Das gelb-grüne ist ein UV Bild. Es ist noch unscharf, da die Belichtungszeit 0.2 s und Iso 3200 betrugen. Die Durchlasskurve des UV Filters hat ein Maximum bei 370 nm mit einer Bandbreite von ~50 nm. Ich habe hier nur ein Teleobjektiv mit 9 Linsen. Es ist für die UV Fotografie eigentlich ungeeignet, da jede Linse und das Coating UV absorbiert. So ist an einen Einsatz auf dem Kopter zur Zeit nicht zu denken. Aber für erste Versuche am Boden mit Stativ reicht es.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Am 6. Oktober haben wir ein Wärmebild und ein paar Fotos mit der umgebauten A6000 von einer Solaranlage gemacht. Leider ist ein heller Fleck in der Mitte der NIR-Bilder. Nun habe ich gelesen, dass mein Objektiv (SELP1650) für NIR nicht geeignet ist. Ich werde noch ein leichtes Pancake anschaffen, das besser sein soll. Unerwartet und sehr interessant sind die Muster im UV-Bild. Die Muster korrelieren jedoch nicht mit den Defekten. In den NIR Bildern und im Vollspektrum Bild sind die Muster nicht sichtbar.

Das Bild von unserem Flugplatz ist das erste UV Bild, das von einem Kopter aus aufgenommen wurde. Die Kamera ist an einem Kippservo ohne Dämpfung montiert. Nur Verschluss, Zoom und Neigung werden über Funk gesteuert. Die Bewegungsunschärfe des Bildes vom Flugplatz hat ein Forenkollege aus USA mit dem Programm SmartDeblur (version 2.3) etwas reduziert. Die Werte der Bilder sind (W)isi 1/6s, f4, ISO-3200, Flugplatz 1/6s, f/4, ISO-4000. An dem Wisi Bild sieht man, dass es sich wirklich um ein UV-Bild handelt. Die Sonnencreme absorbiert das UV-Licht.
Die Daten zu den anderen Bildern:
IR Filter: Green.L, IR950,
UV Filter: Makario SP2 UV-400N,
Full_Spectrum_DSC01570: 1/800s, f/6.3, ISO-100,
NIR_DSC01520, 1/80s, f/6.3, ISO-1000,
NIR_DSC01571, 1/60s, f/6.3, ISO-640,
UV_DSC01543, 1/3s, f/6.3, ISO-3200,
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Habe wieder etwas gelernt.
Der helle Fleck oben in den NIR Bildern heißt Hot Spot und wird dadurch verursacht, dass man Objektive in einem Spektralbereich verwendet, für den sie nicht gemacht sind. Hier gibt es eine Datenbank, in der die gut und weniger gut funktionierenden aufgelistet sind.
Lens Hotspot Database - Kolari Vision
Wenige Linsen im Objektiv verringern den Effekt. Bei offener Blende ist der Effekt kleiner oder gar nicht vorhanden, siehe zB Bild von heute (760 nm Green.l Filter,1/540s, f/4, ISO-100).
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Danke schön.

Ich hatte mir noch ein 60er Jahre Objektiv mit Adapter gekauft. Diese haben gegenüber modernen Objektiven den Vorteil, dass sie nicht vergütet sind. Besonders das Noflexar 35/3.5 ist bekannt für sehr gute UV Durchlässigkeit. Im NIR hat es selbst bei Blende 16 keinen Hot Spot. Der Adapter ist nötig um die verschiedenen Bajonette anzupassen und um die Brennweite an die moderne Kamera anzupassen. Allerdings ist die Kombination zum Fliegen zu schwer. Es dient für Anwendungen auf dem Boden und als Referenz. Auf dem Kopter werde ich das Sony Pancake verwenden. Meine bisherigen Versuche ergaben, dass es im UV nur eine Blendenstufe (Stop) schlechter ist als das Noflexar. Im NIR hat es bei kleinen Blenden oberhalb 950 nm einen Hot Spot.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Ist etwas Oftopic…
An der St.Vitus Kirche im Nachbardorf Südlohn sind mir X-Strukturen im Mauerwerk aufgefallen. Die härter gebrannten und somit dunkleren Steine wurden als halbe Steine oder Kopfsteine verwandt. Da der Versatz aber nicht zufällig ist, wie es beim so genannten wilden Verband sein sollte, ergeben sich die Muster. Ab ein paar Metern Höhe haben sie es scheinbar bemerkt. Die Strukturen sind im visuellen sichtbar, aber deutlicher im NIR.
 

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Hier im westlichen Münsterland scheint an diesem schönen Sonntag die Sonne und nächste Woche könnte es wieder Flugwetter geben. Ich war in letzter Zeit relativ fleißig, anbei 5 Nichtflugbilder:

Alle wurden neu aufgebaut.
Alle Kopter wurden zerlegt und überarbeitet.
Ein Kopter bekommt Sinus ESCs mit Vektorregelung. Mal sehen, was es bringt.
Lötkolben leuchtet im NIR.
Terrassenüberdachung im UV. Sie besteht aus zwei PMMA Sorten.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Der Kopter mit den neuen Sinus ESCs (mein CQ) ist gestern probe geflogen. Mit den neuen ESCs ist der Kopter etliches leiser als vorher, meine ich.

Zeigen möchte ich hier eine besondere Eigenschaft der Naza N3: das exzellente Halten der Höhe. Die Höhe (blaue Kurve) wird nicht nur vom Barometerdruck (rote Kurve) abgeleitet, so dass der Kopter zB beim Abbremsen nicht wie mit der Naza V2 durchsackt. Die Höhenänderungen (s. Ausschnitt) spielen sich im ¼ m Bereich ab. (Die absoluten Höhen werden vom Viewer falsch angezeigt.) Die Vibrationen des Kopters (0.1 im Schwebeflug) sind auch sehr klein. Als noch ok wird 0.5 angesehen.

Viele Grüße,
Wilhelm
 

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