Rectractable Landing Gears - Servoklappmechanismus fürs Landegestell

kinderkram

Erfahrener Benutzer
#1
Unser spanischer Teamkollege Angel hat für seinen Hexa einen Klappmechanismus fürs Landegestell getüftelt, das einfach, leicht und zuverlässig arbeitet.
Die 3D Dateien stehen zur freien Verfügung - Teileliste folgt.

Engl.Thread: http://forum.autoquad.org/viewtopic.php?f=25&t=2721

Seine aktuelle Version klappt an einem HexaX mit 10mm Aluarmen und 16mm Carbonrohre.
Für andere Varianten bis 16mm ist es nur ne Frage der Schellen und Schraubenlängen, um z.B. 16mm runde Ausleger mit 12mm Beinen zu kombinieren.


[video=vimeo;78424081]http://vimeo.com/78424081[/video]









 

hornetwl

Erfahrener Benutzer
#3
Ungeschickte Konstruktion - das Servo wird nicht lange leben! Im eingezogenen Zustand muss dass Servo ständig gegen die Schwerkraft arbeiten und zieht Dauerstrom (ohne dass der Motor sich drehen könnte). Wenns dann endlich abbrennt, reißt es mit etwas Glück die ganze Stromversorgung des Copters mit.

Jedes ernsthafte EZFW ist so konstruiert, dass beide Endstellungen im mechanischen Totpunkt liegen. Durch leicht veränderte Hebelverhältnisse sollte das aber problemlos änderbar sein.

@olex:
Beim X8 ist das übrigens ein guter Weg, nen doppelten bis vierfachen Propellerschaden im Flug zu testen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

olex

Der Testpilot
#4
Man könnte ein 180° Servo nehmen, den Hebel verkürzen und den Endpunkt beim eingeklappten Gestell so gestalten, dass der Hebel gegen einen Stopper ruht, und der Druck vom Landegestell selbst ebenfalls gegen diesen Stopper geht und nicht gegen die Haltekraft des Servos. Ich zeichne gleich mal eine Skizze wie ich's meine.
 

r0sewhite

Erfahrener Benutzer
#5
Nur die Endanschläge in den Totpunkt zu setzen, reicht nicht.

Nehmen wir eine ungeschickte Landung, also einen Fall aus 0,5m Höhe im 30°-Winkel, was ja doch ab und zu mal passieren kann. Bei einem angenommenen Gewicht des Copters von 3kg und einer Verzögerung von 0,1s (sehr, sehr weicher Grasboden) wirkt bereits eine Kraft von knapp 94N auf das Bein.

Wenn das Bein geschätzte 25cm lang ist und der Hebel zum Servo 2cm vor dem Gelenk des Beins sitzt, haben wir schon eine Kraft von (94x12,5):2=587,5N, die auf den Hebel wirken. Mal abgesehen davon, dass solche Miniatur-Rillenkugellager in den Servos selten mehr als eine statische Belastung von 100N aushalten, dürfte da auch die Servoachse oder sogar das Gehäuse schlapp machen.
 

Vollkorn

Erfahrener Benutzer
#6
Oh die Herren Ingeneure geben sich ein Stelldichein ;-) Auf Bild Nummer drei steht "Auto Latch". Was damit wohl gemeint ist?
Wenn ich den originalen Thread richtig verstehe, steht der Hebel zum Servo im ausgefahrenen Zustand so, dass keine Kraft auf ihn wirkt.
Im eingefahrenen Zustand ist der Servo stromlos. Wieso sollte der Motor die ganze Zeit unter Strom stehen?
 
Zuletzt bearbeitet:

olex

Der Testpilot
#7
hornetwl hat schon Recht. "Auto Latch" funktioniert nur, wenn das Landegestell unten ist - dann haben die Kräfte vom Landegestell keinen Drehmoment auf das Servo. Wenn's aber nach oben geklappt ist, drückt der Hebel gegen den Servoarm, der im 90° angestellt ist und somit das maximale Drehmoment aufs Servo ausübt - diesem muss das Servo gegenwirken, sonst klappt das Landegestell ja durch die Schwerkraft wieder runter. Das ist damit gemeint, dass der Motor dann auf Dauer unter Strom steht.
 

Vollkorn

Erfahrener Benutzer
#8
hornetwl hat schon Recht. "Auto Latch" funktioniert nur, wenn das Landegestell unten ist - dann haben die Kräfte vom Landegestell keinen Drehmoment auf das Servo. Wenn's aber nach oben geklappt ist, drückt der Hebel gegen den Servoarm, der im 90° angestellt ist und somit das maximale Drehmoment aufs Servo ausübt - diesem muss das Servo gegenwirken, sonst klappt das Landegestell ja durch die Schwerkraft wieder runter. Das ist damit gemeint, dass der Motor dann auf Dauer unter Strom steht.
Schonmal in einen Modellbauservo reingeschaut? Da sind teilweise Untersetzungen von 100:1 verbaut. Also Stellmotor dreht 100 mal um am Hebel 1 Umdrehung zu erzeugen. Da bewegt sich nichts mehr wenn der Strom weg ist. Oder von was reden wir hier?
 
#9
nette Idee, schwache Umsetzung.
man hört im Video übrigens das Servo im eingefahrenen Zusatand jammern.
ausgefahren ist es fast im Totpunkt - ist ok.
180° Servo, Mechanik anpassen, daß es in beiden Endlagen auch mechanisch im Totpunkt ist, und gut iss.

Schonmal in einen Modellbauservo reingeschaut? Da sind teilweise Untersetzungen von 100:1 verbaut. Also Stellmotor dreht 100 mal um am Hebel 1 Umdrehung zu erzeugen. Da bewegt sich nichts mehr wenn der Strom weg ist. Oder von was reden wir hier?
also mir ist noch kein Servo in die Finger gekommen (abgesehen von uralten Graupner-Linearservos), das mannicht von Hand drehen könnte - alles ne Frage des Hebels.
 
#10
Hallo,

Aber wie schon gesagt wird das Servo beim Aufsteigen oder Kurven fliegen durch die G-Kräfte das Fahrgestell immer ein wenig nachrregeln und somit ständig strom ziehen.

Müsste man mal nachmessen.

Gruss

Christian
 

r0sewhite

Erfahrener Benutzer
#11
Oh die Herren Ingeneure geben sich ein Stelldichein ;-) Auf Bild Nummer drei steht "Auto Latch". Was damit wohl gemeint ist?
Wenn ich den originalen Thread richtig verstehe, steht der Hebel zum Servo im ausgefahrenen Zustand so, dass keine Kraft auf ihn wirkt.
Im eingefahrenen Zustand ist der Servo stromlos. Wieso sollte der Motor die ganze Zeit unter Strom stehen?

a) bei hochgefahrenen Beinen steht das Servo unter Dauerlast. Geht je nach Leistung mehr oder weniger lange gut
b) bei ausgefahrenen Beinen geht jede noch so unachtsame Landung mit 6-facher Kraft auf die Servowelle und die Lager

Glaub es oder lass es sein aber komm nicht mit irgendwelchen "die Herren Ingenieure"-Sticheleien. Ich habe Angel persönlich als sehr netten Kerl kennenlernen dürfen und für sein geniales Waypoint-Live-Recording echte Bewunderung übrig. Die Konstruktion des Landegestells ist so trotzdem untauglich.
 

Vollkorn

Erfahrener Benutzer
#13
a) bei hochgefahrenen Beinen steht das Servo unter Dauerlast. Geht je nach Leistung mehr oder weniger lange gut
b) bei ausgefahrenen Beinen geht jede noch so unachtsame Landung mit 6-facher Kraft auf die Servowelle und die Lager

Glaub es oder lass es sein aber komm nicht mit irgendwelchen "die Herren Ingenieure"-Sticheleien. Ich habe Angel persönlich als sehr netten Kerl kennenlernen dürfen und für sein geniales Waypoint-Live-Recording echte Bewunderung übrig. Die Konstruktion des Landegestells ist so trotzdem untauglich.
@rosewhite

Ist mir doch Latte, wen du hier wie kennengelernt hast. Fakt ist, dass hier eine Idee inkl. ihrer Umsetzung schlecht geredet wird.
Da kommen nämlich keine konstruktiven Verbesserungsvorschläge, sondern es wird mit Physikalischer Theorie aus der Grundschule
geprahlt.
 

r0sewhite

Erfahrener Benutzer
#14
@Vollkorn:

a) ist die Idee eines Retractable Landers bestimmt nicht neu
b) habe ich bereits einige Retractable Prototypen für meine Rahmen entworfen und weiß daher durchaus, wovon ich rede und welche technischen Probleme es in den Griff zu kriegen gilt
c) gibt es zu beiden Problemen Lösungen, wie sie auch bei nahezu jedem anderen Retractable Lander zu finden sind:
1) beide Anschläge in den Totpunkt setzen
2) Umlenkhebel mit Gleitlagern einsetzen, damit die Last nicht auf das Servo geht

Ich finde, für jemanden, von dem ich bisher hier noch nie etwas Eindrucksvolles gelesen habe, könntest Du Dein vorlautes Mundwerk etwas mehr im Zaum halten. Oder bist Du nur mal wieder ein weiterer Forentroll?
 

kinderkram

Erfahrener Benutzer
#15
Jungs, beruhigt Euch mal wieder.

Hier gehts um Vorschläge von Tüftlern für Tüftler. Angel hat einfach mal "gemacht". Dass dabei nich immer und auf Anhieb ne Toplösung rausspringt, sollte klar sein.

Auf dem Hintergrund der eigenen Erfahrung und der von anderen Tüftlern ist er ja bereits von der 1. Variante abgekommen.

Verbesserungsvorschläge & Lösungen aus der Praxis für die Praxis sind gerne willkommen! ;)
 

sandrodadon

Fliegender Maschi
#16
So ich versuche jetzt auch mal etwas beizusteuern da ich gerade auch in den letzten Schritten für ein Retract Landing Gear bin.

Bei deinem ersten Entwurf hat Rosewhite recht, die Servos finden das bestimmt nicht sonderlich prickelnd.
Dein zweiter Entwurf mit den typischen "Retracts" ähnelt meinem aktuellen recht stark, ist vielleicht sogar noch einen Tick stabiler als meiner.


Hier sehe ich bei den Retracts gegenüber üblichen Servos einige Vorteile: (Bezogen auf die Retracts die ich gekauft habe)

1: Vollmetall-Getriebe, Vollmetall Pin etc - Wirkt mechanisch deutlich robuster als ein Servo
2: Retracts haben ein Schneckengetriebe und sind dem normalen Servo hier deutlich überlegen da :
-Ein Schneckengetriebe selbsthemmend ist
-Die Last beim Landen auf ein Schnecken-Metallgetriebe sowie das Gehäuse verteilt wird anstatt auf ein typisches Servegetriebe aus massig kleinen Zahnrädern
-Sie wurden ursprünglich für Flächen entwickelt und können dadurch deutlich besser mit Stößen beim landen auskommen

Doch es gibt auch Nachteile:
-Die Retracts sind nicht besonders gut geschmiert, hier sollte man nachbessern
-Die Entschalter sind anscheinend sehr empfindlich (oder ich habe einen schlechten Satz erwischt).


Im hochgeklappten Zustand muss der Servo (bei geringem Gewicht, z.B. CFK Rohr) vermutlich sogar garnicht mehr mitarbeiten da die Selbsthemmung groß genug sein wird.

Keine Ahnung ob Rosewhite mir da zustimmt aber meiner Meinung nach kommt man mit den typischen Retracts schonmal deutlich weiter als mit einer normalen Servokonstruktion


@Kinderkram: Mein Tipp: Bastel dir mit einem Arduino mal einen virtuellen Schalter der die Retracts alle 5 Sekunden ein und aus klappt, bevor die Endschalter nicht 100 Anschläge mitmachen traue ich den Retracts nicht

Und noch ein Tipp: Verbau am besten einen eigenen Servo für die Retracts, kurzzeitig brauchen die Teile so viel Saft dass die Flight Controll für eine Sekunde aus geht sofern alles am selben BEC hängt.

Ich habe ein 3A 6V UBEC dran, sollte reichen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
#17
Naja ... als untauglich würde ich es nicht bezeichnen - funzt ja.
Dass der ständige Zug nicht optimal ist, hat er ja im Originalthread geschrieben ... und hat die mittlerweile 3. Version gebastelt:
[video=vimeo;78616459]http://vimeo.com/78616459[/video]
na, sind wir wieder mal bei den Standard-Retracts angekommen :eek:

ok, die seitlichen Platten und damit Lagerung des Auslegers im Drehpunkt des internen Mitnehmers und die Befestigung mit dem U-förmigen Trumm da in der Mitte - sehr cool - das war die Idee, die mir noch gefehlt hatte :D

dann noch schön massiv was aus Alu und evtl. die beiden Seitenschalen des retracts aufbohren und ein Kugellager drin verschwinden lassen.
 

r0sewhite

Erfahrener Benutzer
#18
dann noch schön massiv was aus Alu und evtl. die beiden Seitenschalen des retracts aufbohren und ein Kugellager drin verschwinden lassen.
Hi Lutz,

da würd ich gar nicht mal Kugellager einsetzen, sondern Gleitlager. Schließlich brauchen wir da weder eine ultraleichtlaufende noch drehzahlfeste Lagerung, sondern eine stoßunempfindliche.

Die Idee mit den servoless Retracts kam mir auch schon, doch da ich damit den Rubina Lander nahezu auf das doppelte Gewicht auflasten würde, hab ich sie erstmal wieder verworfen.

Btw: Lass uns morgen oder am WE mal telefonieren. Vielleicht können wir Dich ja noch etwas entrümpeln. ;)
 
FPV1

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