SILENTCUBE - Mein vierter 3d Drucker - oder: Der Weg zum perfekten 3D Drucker...

Drohne

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#22
Hallo,
so richtig erschließt sich mir der höhenverstellbare Druckkopf nicht! Wo liegt der Vorteil gegenüber einem höhenverstellbarem Endlagenschalter in Z-Ebene?
POM Lager hatte ich auch (einfach, weil ich POM hatte und sich das gut verarbeiten läßt). Ich finde, Sinterlager haben bessere Gleiteigenschaften und sind dabei noch sehr preiswert.
Gruß
Reinhard
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
#23
Hi Leute,

@ sit-in: So lange ist der Drucker ja noch nicht in Betrieb. Dazu kann ich noch nichts sagen. Aber (außer wenn die Düse verstopft ist) rutscht da ja auch nix durch. Verschleiß dürfte also gering sein.

Die gelben Teile habe ich dafür konstruiert. Für ein Pushfit mit 1/8 Zoll Gewinde sowie den Halter zur Montage am Rahmen.

Ja, genau der!

@ Drohne: Das ist für das MABL (motorisiertes auto bed leveling). Auf diese Weise kann ich auf einen Sensor verzichten und weiterhin eine Glasplatte nutzen (Ein Sensor benötigt ne Guß-Aluplatte = deutlich teurer).

Ja, mag sein, aber die Sinterlager haben mir zu viel Spiel und sind lauter. Die bekommen ihre H7 Toleranz erst nach dem einpressen in ein Alugehäuse! Und da die wenigsten 3D Drucker Alu-Lagerböcke besitzen...

BG, Elton
 
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Drohne

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#24
Hallo Elton,
jetzt sehe ich es. Wenn die Düse das Bett berührt, öffnet ein Kontakt am Schiebestück~ Werkzeuglängensensor. Sehr interessant, das ABL. Aber auch genauso unnötig. Als wenn man ein gerades Richtlineal braucht, aber nur einen krummen Ast hat. Der wird vermessen (mit viel Elektronik), ist ja auch immer etwas anders gekrümmt. Ich bin aufgeschlossen für neue Sachen. Aber manchmal hat auch das Bewährte Vorteile. Z.B. ein verzugsarmes Aluguß- Druckbett mit einer stabilen Mechanik. Einmal einjustiert und fertig. Das Antasten der Düse an einer Stelle werde ich mir aber überlegen. Ist bequemer als das Darunter halten und hin und herschieben von Papierstreifen. Bei Düsenwechsel o.ä.
Reinhard
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
#25
@ Drohne: Die 5mm dicke Glasplatte ist sogar sehr Plan! (Hat mich selbst auch erstaunt).

Hast du einen Drucker und Erfahrung oder hast du das im Netz gelesen? Wenn ja, wie lange hast du den Drucker? Ein Foto von der stabilen Mechanik wäre auch schön!

Ich bin bereit dazu zu lernen. Ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, dass offenbar die thermische Längenausdehnung nicht zu verachten ist.

Bzgl. Düsenwechsel und auch Glasplattenwechsel (ich habe noch ne 2mm Glasplatte oben drauf liegen) gebe ich dir recht!

BG, Elton
 

Drohne

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#26
Float- Glasplatten sind absolut plan. Ich kenne die Herstellung von Floatglas. Da staunt der Laie aber auch, wie sich Glas biegen läßt. Auch Eisenbahnschienen kann man teilweise im Hochsommer wie die Spagetti liegen sehen.
Foto meines ersten Eigenbaues: 3D-Druck-Comunity.de: "CoreXY Eigenbau".
Das Antasten des Bettes ist schon interessant. Allerdings werde ich es etwas leichter bauen. Wozu ein riesiges Lager, wenn der Nutzweg nur 1/100mm ist (oder sein sollte). Ich werde den Kopf elastisch an 3 Punkten aufhängen. Da hat vermutlich "Renishaw" ein Patent drauf. Deshalb zeige ich hier erst mal nichts. Thermische Ausdehnung: Wenn man z.B. Bett und Heizplatte miteinander fix verschraubt, kommt es auch zu unschönen Biegungen. Sollte aber klar sein. Für mich ist und bleibt Guß der Stoff der Wahl. Gewalzte Bleche verformen sich unkontrolliert. Kann man mit der Meßuhr leicht prüfen. Auch beim Planfräsen/Schleifen eines Bleches glaubt man, einen Eierkuchen zu bearbeiten. Das Bett kauft mal 1x- was soll's?
Mein Anspruch ist es auch nicht hypersupergenaue Teile zu drucken, muß ich auch erwähnen. Irgendwo ist beim Aufwand auch mal Schluß. Soviel drucke ich auch nicht. Das meiste Material geht zum Testen und Einrichten drauf!:D
 
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Elton100

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#27
Ich hab ne normale floatglas platte! Meinst du damit, dass die sich bei Erwärmung verzieht? Dann hätte ich mein "Testquadrat" vermutlich nicht so gut hinbekommen.
Bzgl. Renishaw bzw. Taktil Taster mit 3 Auflagepunkten habe ich auch nachgedacht aber mir ist keine leichtgängige und dennoch spielfreie Lösung zum kleinen Preis eingefallen. Dann bin ich auf die Idee mit dem Linearlager gekommen.

Deinen Drucker habe ich mir mal angesehen! So ähnlich (Holzkiste) habe ich meinen 2. Drucker auch aufgebaut: http://fpv-community.de/showthread....ht-abgewandelt-mit-Baubericht-in-diesem-Forum!

Du hast also etwas Erfahrung! Hab deinen Fred nicht ganz durchgelesen, daher: Die Riemen werden mit der glatten Seite um die Kugellager geführt. Dann reichen normale Kugellager! Aber vieleicht weisst du das mittlerweile schon.

BG, Elton
 

Drohne

Erfahrener Benutzer
#28
Nein, die verzieht sich nur, wenn man die an 4 Punkten fest auf eine krumme Grundplatte zieht. Bei 2mm Glas auf 4mm Alu ist das so(habe gemessen). Verzieht sich natürlich nur, wenn die Mitte der Grundplatte hochsteht, wenn dort eine Senke ist, isse's OK.
Die Toleranzen sollten deutlich unter der Schichtdicke der 1. Schicht liegen, das ist nicht viel Spielraum. Mit einer soliden Konstruktion bekommt man das aber schon dauerhaft hin.
Das Linearlager ist erst mal etwas Fertiges, von dem aus man weiter optimieren kann...
Kugellager: Die Bundlager sind billig. Dort, wo der Riemen auf der Rolle läuft, habe ich die Verzahnung konstruiert und aus Pertinax (Hartpapier) ausgefräst. Kann man natürlich auch fertig kaufen.
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
#29
Weiter optimieren? Höchstens das Gewicht der 20mm Hohlwelle. Das Lager wiegt nicht viel! Ich hab doch schon geschrieben, dass ich die Z probe height auf 0,010mm runter stellen konnte. Was soll man da noch weiter optimieren? Man kann das Rad auch noch mal und noch mal neu erfinden...

Bzgl. Pertinax: Hast du meinen letzten Absatz mal richtig durchgelesen?

BG, Elton
 

Drohne

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#30
Gelesen schon, verstanden möglicherweise nicht. Wird der Riemen so in Längsrichtung verdrallt, das er mit der glatten Rückseite auf dem Lager läuft? Mag ich nicht so. Der ganze Riementrieb ist so schon sehr elastisch.
Mit Verbessern wird man nie fertig, wenn man es übertreibt. Wenn es funktioniert und die Konstruktion gefällt, ist Alles OK!
Für mich ist der Drucker eine Möglichkeit, mich in CAD/CAM einzuarbeiten. Wenn man etwas als Ergebnis in der Hand hält, ist das etwas Anders als nur Trockenübungen zu machen...
 
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Elton100

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#31
Mag ich nicht so, hehe. Du erinnerst mich ein bisschen an mich! Erst mal alles in Frage stellen. ;) Na ja, ist ja soo verkehrt nicht, aber das mit dem Riemen solltest du dir noch mal überlegen. Macht jeder so, der sich etwas eingelesen hat. Bei mir machts manchmal auch erst Monate später Klick (Meist nachdem eine meiner Ideen doch nicht so der Knaller war).

Ich schätze mal, dass du da stehst, wo ich vor 2 Jahren war. Mittlerweile habe ich 4 Drucker und der 5. ist in Planung. Mit verbessern wird man nie fertig - Da hast du wohl recht, gerade bei nem 3D Drucker! Es gibt wahnsinnig viel Schrott auf dem Markt, aber auch viele gute Ansätze! DEN perfekten (und leisen) Drucker zum kleinen Preis gibts halt noch nicht. Dann würd ich mir 3 Stück davon kaufen und hätte Ruhe. :popcorn:

BG, Elton
 

Drohne

Erfahrener Benutzer
#32
Wenn der Riemen das aushält, ist es OK. Ich bin da etwas gebrandmarkt. Hatte mal einen normalen Keilriemen auf dem Rasentraktor. Der Riemen lief bzw. wurde auch rückwärtig gewalkt und brach innerhalb 1 Stunde kaputt. Die kleinen T2 Riemen mit den Zugsträngen in der Mitte des Riemens halten das evtl. aus. Auch wenn die Stränge durch das Verdrehen unterschiedlich belastet werden. Ich brauche vermutlich gar keinen Drucker. Aber das Bauen ist interessant. Ich baue den einen Drucker, den ich habe eben immer wieder um. Sonst hätte ich evtl. auch schon 4 Stück dastehen. In meinem Arbeitsraum herrscht aber so schon das reine Chaos.
EDIT: Das Verdrehen der Riemen klappt bei mir nicht. Die beiden Riemenstücke laufen sehr dicht nebeneinander. Durch eine Umlenkrolle an dem jeweiligen Motor. Dadurch habe ich fast 20mm Verfahr- Weg in der X-Richtung gewonnen, ohne die Außenmaße des Druckers zu vergrößern.
Gruß
Reinhard
 
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Elton100

Erfahrener Benutzer
#33
Update:

Aus unerfindlichen Gründen (vermutlich Längenausdehnung durch Temperaturschwankungen) kommt es hin und wieder mal vor, dass die Düse zu nah am Druckbett ist und der erste Layer nicht wirklich aufgetragen wird. Um nicht jedes mal den Druck abbrechen zu müssen, habe ich meine Düsenantastung um eine Einstellschraube modifiziert.

Die dunkleren gelben Druckteile sind neu. Nun kann ich, während der Drucker die Skirt oder Brim Layer aufträgt, den Abstand der Düse in wenigen Sekunden manuell einstellen! :D

Außerdem habe ich meinem Drucker 3 neue "Tennisballstandfüße" spendiert. Vorher hatte ich immer 3-4 Stücke von ner Isomatte drunter. Aber mit der Zeit wird die "Platt" und verliert ihre schalldämpfende Wirkung. Mit den Tennisbällen erziele ich ungefähr die gleiche Schalldämmung "ohne Plattfuß".

Anbei die stl Dateien, falls jemand Interesse hat.

Ach ja, falls ihr die Teile druckt, in die 2,5er Bohrung muss noch ein M3 Gewinde für die Einstellschraube (M3x30) geschnitten werden!

BG, Elton
 

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Elton100

Erfahrener Benutzer
#35
Ja, eigentlich schon! Frag mich bitte nicht, weshalb das manchmal nicht funktioniert. Ich stehe da selbst vor einem Rätsel...

BG, Elton
 
#36
Morgens Elton,

ich habe mir mal Deinen Beitrag hier durchgelesen, Sehr interessant, vor allem Deine Lösung mit dem Taster durch das Honend finde ich sehr gut.Wie hoch ist die Wiederholungsgenauigkeit bei Dir? Läuft der Sauber Ober hakelt es schon mal?
Ich habe an meinem Ersten Drucker einen Induktiven Sensor, und bin mit dem sehr zufrieden, an meinem Sparkcube ist nun der 3. Kapazitive, aber irgendwie habe ich das Gefühl das die alle immer wieder mal Mist auslesen. Ich habe mir nun einen Induktiven mit 4mm Schaltabstand bestellt, der sollte dann auch mit meiner 1,5mm Carbon Platte zurecht kommen.

Nun habe ich aber noch eine Frage, hast Du einen Z max oder Z min Schalter für das Homen? Das ist mir nicht ganz klar.

Wie gehst Du bitte genau vor um das mABL zu nutzen? Laut Vincent muss man ja erst alle Achsen Homen, dann einen G32, dann das Bett auf die Düse fahren, den Sensor runter auf 0,5mm, dann z-Probe-height einstellen und zum Schluss G32 S2.

Mein Problem ist das der Düsenabstand zum Druckbett immer wieder ein anderer ist, also Z0 mal näher oder mal weiter weg ist von der Düse.
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
#37
Hi, habe gerade noch mal reingeschaut, habe z. Zt. andere Projekte. Drucker laufen so weit ganz gut.

Z max oder Z min? Überleg doch mal: Das Bett fährt nach oben und berührt die Düse. Dadurch öffnet sich der Kontakt. Ich würde mal behaupten, dass das Z min ist.

Bzgl. mABL: Hier mal mein Start G code in repetier-host:

; Default start code
G32 S2 ; ABL
G28 ; Home extruder
G1 Z1 F{Z_TRAVEL_SPEED}
M107 ; Turn off fan
G90 ; Absolute positioning
M82 ; Extruder in absolute mode
{IF_BED}M190 S{BED}
; Activate all used extruder
{IF_EXT0}M104 T0 S{TEMP0}
G1 E5 F50 ; 5mm frei extrudieren
G92 E0 ; Reset extruder position
; Wait for all used extruders to reach temperature
{IF_EXT0}M109 T0 S{TEMP0}

BG, Elton
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
#38
Update:

So, ich habe vor ca. 3 Monaten noch einmal eine Weiterentwicklung betrieben: Die Y Achse habe ich nun hinten verstellbar ausgeführt. Beide Linearwellen können nun seitlich sowie in der Höhe verstellt werden und erleichtern so die Justierung nach dem Bau des Druckers erheblich! X & Y Achse müssen nämlich unbedingt absolut parallel zueinander, sowohl horizontal als auch vertikal und im Idealfall auch parallel zum Druckbett ausgerichtet werden. Diese Justierung ist nur einmal am Anfang nötig, sollte aber in Ruhe und Sorgfalt vorgenommen werden! Ich nutze dazu ein Blatt Papier, welches ich zwischen Düse und Druckbett schiebe. Nach einem Einstellvorgang immer wieder G32 S2 ausführen (Autobedleveling, siehe dazu auch post Nr. 20).

Außerdem war mir der Drucker immer noch zu laut (im Vergleich zu meinem Silent). Daher habe ich mir Gedanken um die Motorlagerung und die Motorwelle gemacht.
1. Motor mit Gummiringen entkoppeln
2. Noch wichtiger: Die Geräusche des Motors übertragen sich zu einem großen Teil über die gespannten Zahnriemen auf den gesamten Rahmen. Folglich schwingt der gesamte Rahmen und wirkt schallverstärkend. Siehe dazu meine Theorie zur geringen Lautstärke im ersten post des Silent: https://fpv-community.de/showthread.php?69824-SILENT-Ein-leiser-3D-Drucker-Baubericht

Also habe ich nun je eine 5mm Welle pro X bzw. Y Motor angefertigt, worauf die Zahnriemenräder befestigt werden. Die Welle wird nun in 2 Kugellagern geführt und durch eine Kupplung mit dem Motor verbunden. Dadurch, dass nun die gesamte Riemenspannung auf den WELLEN UND KUGELLAGERN liegt und NICHT direkt auf den Motorwellen, erreiche ich mein gewünschtes Ergebnis: Einen noch leiseren Drucker!

Die Kupplungen werde ich demnächst noch gegen welche mit Kunststoff-Stern ersetzen. Diese dürften noch etwas mehr zur Entkopplung beitragen!

BG, Elton
 

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Elton100

Erfahrener Benutzer
#39
Und weitere Fotos:

Die Schläuche, die als Kupplung dienen, funktionieren auf der Z Achse hervorragend. In diesem Fall habe ich sie allerdings wieder gegen normale Kupplungen ausgetauscht, weil sie nicht genügend Torsionssteifigkeit hatten! Fotos von den neuen Kupplungen folgen.
 

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Elton100

Erfahrener Benutzer
#40
Außerdem habe ich mal die Sinterlager auf der Y Achse eingebaut, weil ich Probleme mit Schwergängigkeit bekam. Aus heutiger Sicht kann ich aber sagen, dass es nicht an meinen POM Lagern lag, sondern daran, dass bei einem Core XY Drucker beide Riemen ABSOLUT gleich stark gespannt werden müssen! Ansonsten verkantet sich die gesamte X Achse!!! Die ausgebauten POM Gleitlager laufen nämlich nach wie vor sehr leichtgängig. Nun ja, man lernt halt nie aus...

Die Sinterlager haben zwar etwas mehr Spiel, jedoch verkanten sich Gleitlager in gedruckten Lagerbuchsen immer etwas, weshalb ich nun doch zu dem Schluss komme, dass man diese Lager durchaus einsetzen kann. Leider verkanten die Lager sich bei mir offenbar etwas zu viel, weshalb bei bestimmten Geschwindigkeiten nun ein Rattern auftritt. Dieses Problem habe ich vorerst gelöst, indem ich die Reisegeschwindigkeit hoch gesetzt habe. Außerdem sind sie etwas lauter, aber das wusste ich ja schon vorher. Die Lautstärke hält sich aber überraschenderweise noch in Grenzen. Nun ja, mal schauen was die zukunft bringt.

BG, Elton
 

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