Welche OTx-Funke

#41
Ich suche eine tabelarische Gegenüberstellung.
Am besten mit nachgemessenen Werten.
In der Vergangenheit habe ich mir die Mühe gemacht, die Latenz und Reichweite zu messen. Bei ACCESS habe ich das nicht mehr intensiv gemacht. Geh davon aus, dass die Latenz minimal besser ist und die Reichweite minimal schlechter wie bei ACCST. Beides hat bei deiner vorgesehenen Nutzung Null Bedeutung. Das interne MPM hat noch eine etwas schlechtere Reichweite, aber auch damit gehen deine Modelle bis an die Sichtgrenze - wie immer natürlich eine ordentliche Antennenposition vorausgesetzt. Eine schlampige Antennenposition ist weitaus schlimmer als die ACCST/ACCESS/MPM Differenzen.
Die TX16S kannst du jederzeit aufrüsten und zwar mit allem, was der Markt hergibt, ohne auf das Plazet von FrSky angewiesen zu sein.
 

FJH

Erfahrener Benutzer
#42
Einem Anfänger würde ich heutzutage zu einer TX16S raten und nicht zu FrSky (das habe ich jahrelang getan). Warum? Ganz einfach weil genau diese Funke aktuell ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis bietet wie keine andere am Markt. Und weil ich damit praktisch alles fliegen kann, eben auch BNF-Modelle. Und weil auch die Verarbeitungsqualität bei dieser Funke stimmt. Und wer mit der Garantiefrage ein Problem hat, der soll halt hier in D kaufen.
Ach ja, ACCESS mit seinen beworbenen Vorzügen halte ich für über 90% der User als völlig irrelevant. Das einzig interessante Feature, nämlich die gleichzeitige Kontrolle des RSSI von mehreren verbundenen Empfängern, funktioniert natürlich nicht. Und ein OTA-Firmware-Update brauche ich nur dann, wenn FrSky weiterhin immer wieder fehlerhafte, ungeprüfte Firmware rausgibt. Okay, das gehört mittlerweile ja schon zum eigenen Markenzeichnen, leider ....
 
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helle

Erfahrener Benutzer
#43
Ja, ich weiß, habe auch eine, nettes Teil.
die TX16S ist preislich ok und Qualität auch einigermaßen ok.

Nichts desto trotz ist das Ding mit dem MPM in der EU, USA, Kanada, Australien usw. nicht zulässig
und wird es auch mit dem MPM nie werden.
Egal ob da eine pseudo "Konformitätserklärung" vorhanden ist und CE draufsteht

Das juckt alles nicht solange es keine schweren Personenschaden gibt
und sich der Staatsanwalt einschaltet.
Mit grober Fahrlässigkeit ist man da mindestens dabei.
Zivilverfahren kommt dann noch dazu vom Geschädigten und der Versicherung.

Haben bei uns im Verein 2 Juristen und Richter am AG / LG
und so ein Thema auch schon durchdiskutiert.
Könnt ja mal bei H. Sonnenschein, DMFV, nachfragen wer es nicht glaubt.

Verschuldenshaftung § 823, 249, 253 BGB
Gefährdungshaftung § 7 StVG
Maßstab Vorsatz, Fahrlässigkeit § 276 BGB)
 
#44
Juristen sind nicht so doof und weltfremd, wie sie gerne dargestellt werden. Modellflieger glauben dagegen fast jeden Quatsch und wenn dann noch Paragraphenzeichen im Text stehen ....
 
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QuadCrash

Erfahrener Benutzer
#45
Haben bei uns im Verein 2 Juristen und Richter am AG / LG
und so ein Thema auch schon durchdiskutiert.
Anstatt durchdiskutieren ist die Lösung doch einfach: ein paar Exemplare kaufen und 'ne eigene Prüfung auf CE-Konformität durchführen bzw. durchführen lassen.

Seltsam, dass dann die lauten Stimmen immer ganz leise werden ... Entweder hat man da Eier in der Hose / Geld zur Hand oder man beendet diese Stammtisch-Diskussionen.
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#46
Die Diskussion bezüglich Konformität, Legalität usw. wurde doch schon zur Genüge geführt. Die Ansichten dazu sind und bleiben unterschiedlich. Jeder sollte mal drüber nachdenken, sich seine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, ob er mit einer solchen Funke fliegt. Hier bringt die Diskussion jedoch nichts, da nicht zielführend. Von daher bitte wieder zurück zur Technik.
 
Zuletzt bearbeitet:
#48
Das Thema passt exakt in den Thread "Welche OTX Funke ?".
Ein abstürzendes Modellflugzeug wird in unserem Hobby einfach akzeptiert, das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Es wird weder das Modell, noch der Pilot in irgendeiner Weise "zertifiziert". Nicht einmal der Frequenzbereich ist exklusiv. Jeder, der halbwegs realistisch durchs Leben geht, weiß, wo die Risiken im Modellflug liegen. Und das (etwas fragwürdig konform erklärte) MPM gehört definitiv nicht dazu. Ich brauche keine 2 Minuten, das einem Richter zu erklären.

Wer ängstlich ist, sollte erst gar keinen Modellflug betreiben. Und vermutlich wurden die weitaus meisten Personenschäden in unserem Hobby mit "ernsthafter" Hardware und von "ernsthaften" Modellfliegern mit idiotisch großen, schweren und schnellen Modellen verursacht.
 
#49
Ich schätze Herrn Sonnenschein sehr, er wird mit folgenden Worten den Satz beginnen, "Es kommt darauf an .." Er wird sich also hüten klar Stellung zu beziehen ..
 

FJH

Erfahrener Benutzer
#50
Ja, ich weiß, habe auch eine, nettes Teil.
die TX16S ist preislich ok und Qualität auch einigermaßen ok.

Nichts desto trotz ist das Ding mit dem MPM in der EU, USA, Kanada, Australien usw. nicht zulässig
und wird es auch mit dem MPM nie werden.
Egal ob da eine pseudo "Konformitätserklärung" vorhanden ist und CE draufsteht

Das juckt alles nicht solange es keine schweren Personenschaden gibt
und sich der Staatsanwalt einschaltet.
Mit grober Fahrlässigkeit ist man da mindestens dabei.
Zivilverfahren kommt dann noch dazu vom Geschädigten und der Versicherung.

Haben bei uns im Verein 2 Juristen und Richter am AG / LG
und so ein Thema auch schon durchdiskutiert.
Könnt ja mal bei H. Sonnenschein, DMFV, nachfragen wer es nicht glaubt.

Verschuldenshaftung § 823, 249, 253 BGB
Gefährdungshaftung § 7 StVG
Maßstab Vorsatz, Fahrlässigkeit § 276 BGB)
Mag ja sein, dass in einem Schadensfall versucht wird, dem Beschuldigten grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen. Dass dabei dann eine vom Hersteller zu Unrecht ausgestellte CE-Konformitätserklärung die Basis dafür ist, das glaube ich nicht, das ist völlig abwegig. Dazu müsste dem Beschuldigten aufgezeigt werden, dass er vor Gebrauch eines Gerätes grundsätzlich verpflichtet ist, die Gültigkeit einer CE-Deklaration zuverlässig zu überprüfen und erst nach erfolgter positiver Prüfung das Gerät in Betrieb nimmt. Man stelle sich das mal in der Praxis vor, einfach unmöglich. Da wird sich kein Jurist oder Richter drauf einlassen, da kann er nur verlieren.

Auch muss sicherlich unterschieden werden, wo gekauft wurde. Wenn in EU beim Händler gekauft, dann ist im Zweifelsfall der Händler in der Verantwortung, da er "Inverkehrbringer" ist, nicht der Käufer. Bei direktem Kauf in China ist dagegen der Käufer selbst "Inverkehrbringer".

Bei uns gilt immer noch, dass dem Beschuldigten schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden muss. Das Mindeste in so einem Fall wäre es, dass der Beschuldigte von der Unrechtmässigkeit der CE-Deklaration wusste. Das mag ja für einige von uns der Fall sein, und Forenbeiträge mögen da ja auch durchaus als Beweismaterial dienen. Das gilt aber nun mal nicht für hunderte anderer Modellpiloten.
 
Zuletzt bearbeitet:

QuadCrash

Erfahrener Benutzer
#51
Kannste ja in Kamp-Lintfort oder einer anderen Zertifizierungsstelle mal anfragen was sowas kostet.
Du hast es offensichtlich noch nicht verstanden ...

Eine CE-Konformitätsbescheinigung wird vom Hersteller oder auch Importeur ausgestellt. Für Dich als Endanwender ist so ein Papier völlig ausreichend für den legalen Betrieb eines Gerätes.

Die CE-Konformitätsbescheinigung ist erstmal nichts als ein Stück Papier. Jeder Hersteller, auch "etablierte", kann so ein Papier ausstellen, ohne überhaupt eine interne oder externe technische Prüfung des jeweiligen Gerätes durchgeführt zu haben. Die Konkurrenz weiß das natürlich auch. Um einem Vertriebsverbot zu entgehen, wird daher ein seriöser Hersteller ein externes Prüflabor beauftragen, um die Konformität mit den einschlägigen Normen und Vorschriften zu testen.

In der ganzen Sache ist nicht einmal eine Behörde oder generell staatliche Stelle involviert. Ein privates Prüflabor kann akkreditiert sein (technische Kompetenz durch Dritte bestätigt) oder auch zertifiziert (vorgeschriebene Anforderungen werden erfüllt) sein. Trotzdem ist es ein privater Dienstleister, der keine Entscheidung über Vertrieb ok oder nicht fällen kann.

Bis zu diesem Punkt ist das normale Geschäftspraxis. Wenn nun ein Konkurrent meint, das ein Gerät trotzdem nicht den Vorschriften entspricht, kann dieser Konkurrent sich Geräte beschaffen und diese dann ebenfalls von einem externen Prüflabor überprüfen lassen. Stellt sich heraus, alles ok, hat man halt Geld verbrannt. Werden Mängel festgestellt, kann man diese halt anzeigen und einen Weg über die Behörden gehen.
 
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Elyot

Erfahrener Benutzer
#52
Wer sich hier darauf zurückzieht, dass es eine CE-Erklärung gibt, hat auch genau die für die Prüfung verwendete Software (insbesondere MPM) drauf? Oder zumindest den Auslieferungszustand? Die HF(MPM)-Firmware bestimmt hauptsächlich, ob die Funke überhaupt eine Prüfung nach den entsprechenden Normen bestehen könnte. Die liegt aber nicht in der Hand von Jumper...
Mal abgesehen davon kann Jumper in Asien jedes beliebige Papier ausstellen. Relevant für die Behörden ist am Ende der Inverkehrbringer. Wer also seine Funke aus Fernost geordert hat, ist schon mal selbst verantwortlich. Ob ein EU-Händler eventuelle Ansprüche gegenüber den Asiaten durchsetzen kann, ist fraglich. Er kann sich aber immer noch auf die geänderte Firmware zurückziehen.
Von daher soll sich jeder selbst seine Meinung bilden, Technik mit Bedacht einsetzen und vor allem Spaß beim Fliegen haben.
 

FJH

Erfahrener Benutzer
#53
Ja, die Firmware-Updates sind sicherlich der wunde Punkt an der ganzen Sache, auch oder gerade deshalb, weil diese nicht vom Hersteller des Senders kommen. Und dabei ist es egal, wo gekauft.
 

QuadCrash

Erfahrener Benutzer
#54
Mal abgesehen davon kann Jumper in Asien jedes beliebige Papier ausstellen.
Jumper hat zwar eine CE, dort aber nicht die richtigen Normen aufgelistet. Radiomaster aber schon ...

Was den meisten hier nicht so klar ist: die CE-Sache dient in erster Linie nicht der Produktsicherheit, sondern der Abschottung des EU-Marktes. Ich bin ziemlich sicher, dass mind. 50% aller CE-Konformitätserklärungen nur auf dem Papier Bestand haben. Auch bei s.g. "etablierten" EU-Herstellern, branchenübergreifend. Man kann den Asiaten natürlich alles mögliche vorwerfen, aber die sind nicht doof und wissen genau, was geht oder was eben nicht geht.

Ich würde das Thema auch nicht so breit treten, weil Rufschädigung durch wiederholte unbelegte Behauptungen in Foren kann auch für Endanwender schnell sehr teuer werden.

Davon abgesehen sind wir dann auch wieder beim Thema OpenTX angelangt, was bestimmt auch so eine Teufelssoftware ist ... ;). Kennt noch jemand die Diskussion zu den Anfangszeiten ... :rolleyes:
 

helle

Erfahrener Benutzer
#55
klar kennen wir das noch vor 10 Jahren

"Schon mit dem bemahlen des Sender verlor man seine Konformität"
oder man einen Akku nicht vom Senderhersteller einbaute.
 
#56
"Schon mit dem Bemahlen des Sender verlor man seine Konformität"
oder man einen Akku nicht vom Senderhersteller einbaute.
Und, ist dir ein Fall bekannt, wo aufgrund des eigen installierten Akkus oder dem zusätzlich eingelöteten Schalters, jemand zu Schaden gekommen ist, oder juristische Probleme bekommen hat?

Das ist typisch Deutsche Selbstgeisselung. Nicht die Frage nach dem "welcher Schaden entsteht wo/bei Wem?" Sondern die Rechthaberei mit dem Pochen auf Gesetze ist wichtiger. Da haben wir fast ein Alleinstellungsmerkmal Weltweit.
 

fchansa

Erfahrener Benutzer
#57
Mal nebenbei eine "reallife" Frage dazu (Inverkehrbringer bzw. Kauf beim "seriösen" Händler in DE vs. Bestelleung in CN):
Rein hypothetisch - nur mal so zum Spass (Ihr erkennt Martina Hill?)
Wenn ich die Funke vor 2 Jahren auf dem Flohmarkt bei einem mir nicht bekannten Händler gekauft habe -
wie sieht's dann aus ???
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#59
Im Schadensfall bist doch erst mal eh Du dran (bzw. Deine Haftpflicht). Stellt sich heraus, dass Deine Funke Ursache für den Schaden ist und der Fehler bereits beim Erwerb bestand, kannst Du Dich an den Händler wenden und die Schadenersatzansprüche durchreichen. Ups, Du kennst den Händler nicht und hast keine Nachweise? ...
 
RCLogger

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