Neue Mikro Empfänger RX4R RX6R G-RX6

Hape1

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#82
... habe wohl aus Versehen oder Selbstüberschätzung den G-RX6 ohne die eingelötete S-Bus-Buchse bei Horus-RC bestellt und nun auch erhalten ... oh man, sind das winzige Lötpunkte. Habt ihr für diese Fälle eine spezielle Ausrüstung? ... ich selbst habe nur eine alter Weller Lötstation, zwar mit unterschiedlichen Lötspitzen, aber die Stifte/Lötpunkte sind so winzig, da habe ich Sorge das Teil zu zerstören! Wie bzw. womit macht ihr das?
 

Elyot

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#83
Das meiste löte ich auch mit der guten alten Weller. Wenn es dann doch mal kleiner wird, habe ich noch Zugriff auf eine Ersa Icon. Was damit nicht geht, ist für mich dann auch zu klein.
 
D

Deleted member 51580

Gast
#84
1. ruhige Hand :p
2. China Lötstation
3. :LOL:etwas glück

Ohne Erfahrung mit immer wieder solch kleinen dinge zu löten, würde ich auf dein Bauchgefühl hören.
Der dritte punkt ist nur Spaß also vergessen, eins und zwei sind ehrlich gemeint.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#85
... oh man, sind das winzige Lötpunkte. Habt ihr für diese Fälle eine spezielle Ausrüstung? ... Wie bzw. womit macht ihr das?
Wenn man gern und oft lötet, ist eine super feine Lötspitze mit einer potenten und schnell heizenden Wendel dahinter die beste Wahl.
Für den Gelegenheitslöter ist ein nicht zu kleiner Lötkolben (aber mit Temperaturregler) für solch Kontaktleisten m.E. die bessere Wahl.
Ein paar Dinge immer beachten:
  • zu lötende Pins am Stecker mit "no clean" Flußmittel einstreichen
  • Leiterplattenbohrungen ebenfalls einstreichen
  • Gegenstecker auf den zu verlötenden Stecker aufstecken
  • Stecker auf Leiterplatte stecken und möglichst fixieren (3. Hand, Holz-Wäscheklammer etc.)
  • mit gereinigter, frisch verzinnter Lötspitze und unter Zuführung von verbleitem Lötzinn mit Kolophoniumseele alle Pins mit einem Mal verlöten. Das gibt eine Zinnwurst über die Kontakte.
  • mit frischer und wenig in Alkohol gelöster Kophoniumlösung behandelter Entlötlitze (feiner Geflechtschirm von geschirmter Leitung eignet sich ebenso) das Zuviel an Lötzinn absaugen - fertig
Das liest sich länger, als es dauert, allerdings ist es gut, das vorher an Übungsstücken zu proben!

Nur Mut

p.s. ach ja, seit einigen Jahren mache ich das meist mit einer Standlupe, oft auch mit einer Vergrößerungsbrille auf der Nase, da hat man den "Durchblick".
 

Elyot

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#86
Wenn die Platine (in dem Fall der Empfänger) neu ist und auch die Kontakte des Steckerverbinders neu sind, braucht man eigentlich kein zusätzliches Flussmittel. Es schadet aber auch nicht und so ein kleiner "Flussmittel-Edding" kostet auch nicht die Welt. Bleifrei ist im Privatbereich nicht notwendig und macht es nur viel komplizierter, daher wie Bussard schrieb, verbleites Lötzinn mit Flussmittelseele. Nicht zu dick, je nach Padgröße zwischen 0.5 und 1mm Durchmesser. Da passt dann auch das Verhältnis Flussmittel zu Zinn recht gut. Eine ordentliche saubere Lötspitze und die richtige Temperatur. Und nicht zu lange drauf rumbruzeln, sonst lösen sich die Pads und die Wirkung des Flussmittels ist auch dahin. Bis 1,25mm Raster kann man auch noch mit wackliger Hand einzeln löten. Das spart man sich die Entlötlitze.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#87
Wenn die Platine neu ist und auch die Kontakte des Steckerverbinders neu sind, braucht man eigentlich kein zusätzliches Flussmittel.
Genau das ist der Punkt. gestern habe ich einen neuen (?) Matek F405 Wing mit Steckkontakten und 4 Akkupads, alles vergoldet (?) ausgestattet, und ich bin bald vom Glauben abgefallen. Äußerst schlechte Lötzinnannahme, nur mit no clean Flussmittel und tw. Kolophoniumlösung waren die Lötaugen bei fast 400°C (eigentlich viel zu hoch) überhaupt dazu zu bewegen, Lötzinn wirklich fließen zu lassen.
Das ist mir allerdings bei Receivern von FrSky noch nicht passiert, auch betrieblich sind echtvergoldete Lötpads auch nach Jahren noch perfekt lötbar.
 
D

Deleted member 51580

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#88
Wenn man die Lötpunke auf der Platine bevor man anfängt mit etwas Isopropanol abwäscht ist das auch kein Fehler.
 
D

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#90
Jaa...
hilft aber für bessern Fluss und Lötzinn Annahme.
Es reinigt halt von Fett und etwas auch von einer evtl. Oxid schicht, aber nur Wenns wenig ist und man etwas reibt.
 

Hape1

Erfahrener Benutzer
#91
... habs mit Lupe, dritter Hand und meiner Hand umgesetzt. Na ja, habe schon schönere Lötstellen gesehen, aber egal ... ich versuche das Ding jetzt mal zu binden ... danke für Eure Hilfe!
 

QuadCrash

Erfahrener Benutzer
#92
gestern habe ich einen neuen (?) Matek F405 Wing mit Steckkontakten und 4 Akkupads, alles vergoldet (?) ausgestattet, und ich bin bald vom Glauben abgefallen. Äußerst schlechte Lötzinnannahme, nur mit no clean Flussmittel und tw. Kolophoniumlösung waren die Lötaugen bei fast 400°C (eigentlich viel zu hoch) überhaupt dazu zu bewegen, Lötzinn wirklich fließen zu lassen.
Ich hab heute 3 Stück fertig gemacht. Wie @devil schreibt, mit Isopropanol abgewaschen, Flußmittelstift benutzt, 370 Grad an der Lötstation eingestellt und knapp 1,5 Std. dran gesessen. War eigentlich problemlos.
 
D

Deleted member 51580

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#94
Da Hapes Problem gelöst ist, hätte ich da Interesse halber mal so ne Frage...

Ist ja nicht ganz OT

Ihr schreibt ihr Lötet bei 370-400°

1. ist das die Temperatur die an der Lötstation angezeigt wird oder die Tatsächliche an der Lötspitze erreichte Temp?
2. Lötet ihr Bleifrei oder verbleit ??
3. Welches Lötzinn verwendet ihr (Marke und Zusammensetzung) ?
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#95
Ihr schreibt ihr Lötet bei 370-400°
1. ist das die Temperatur die an der Lötstation angezeigt wird oder die Tatsächliche an der Lötspitze erreichte Temp?
Wie willst Du das genau messen, nach dem Erwärmen, nach dem Abstreifen am Schwamm/ Span-Gewusel, vor oder nach dem Kontakt mit dem Lötzinn oder 1s nach Kontakt von Lötspitze, Pad und Zinn am Pad?
Ist fast unmöglich, ich richte mich nach der Anzeige an der Lötstation und meinem Gefühl bei den ersten Lötstellen. Tendenziell erst mal mit geringer Temp beginnend und schauen, ob die Durchkontaktierung das Zinn auf die andere Seite transportiert -> dann OK

2. Lötet ihr Bleifrei oder verbleit ??
Zu Hause nur verbleit. Viel leichter zu verarbeiten, kaum kalte Lötstellen.
3. Welches Lötzinn verwendet ihr (Marke und Zusammensetzung) ?
Lsn63Pb37, da habe ich mal bei einer Aktion einen Lebensvorrat beim C gekauft. <1mm D ist inzwischen mein Liebling (SMD), ansonsten auch dicker, immer mit KoloSeele.
Lsn60Pb40 geht auch.


Gruß
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#96
Ich stelle an der Weller und auch an der Icon auf 365 Grad, verwende normales verbleites Lot, Marke war bisher egal, aktuell EI.SOLD Sn60Pb38Cu2. Die Temperatur an der Spitze sollte normal nicht viel von der eingestellten abweichen.
 
D

Deleted member 51580

Gast
#97
Hmm...
ich habe mich halt nur etwas gewundert das ihr so hohe Temperaturen einstellt oder habt .
Meistens bewege ich mich so bei 300-325°.
Die Lötstationen die ich so verwende haben die Möglichkeit die angezeigte Temp mit der an der tatsächlichen an der Spitze abzugleichen, das hat bis auf 5-7° auch von Werk ab gepasst.
Wenn man aber von Nadelspitz 0,5mm auf Meißel 4-6mm wechselt ist die gemessene Temp. an der Spitze schon um 15-20 Grad höher als angezeigt, eigentlich auch recht logisch da die sehr dünne Spitze ganz vorne nicht sehr gut die Wäre Transportiert und auch schneller auskühlt.
Als Lötzinn verwende ich hauptsächlich SN60PB40 2,5% 0,5-1,00 mm einmal Felder und Stannol, und dann noch ein SN95,5 Ag3,8 CU0,7 2,7% 0,5mm mit dem bin ich aber nicht so sehr Glücklich, da bin ich noch auf der suche nach einem "Besseren" bei dem habe ich aber auch Temperaturen um die 360°

@Elyot hast du einen direkten vergleich zu einem Lot ohne CU anteil, oder wie sieht die Lötstelle mit EI.SOLD Sn60Pb38Cu2 mit CU aus oder wo siehst du den vorteil / Nachteil ??
 

Elyot

Erfahrener Benutzer
#98
Ich habe das Lot nicht extra mit Kupferanteil gekauft, aber vom Kupferanteil merkt man im Vergleich zu anderem Lot nichts. Die Lötstellen sehen auch nicht anders aus.
 

Bussard

Erfahrener Benutzer
#99
Hmm... ich habe mich halt nur etwas gewundert das ihr so hohe Temperaturen einstellt oder habt. Meistens bewege ich mich so bei 300-325°
Das ist auch normal so. Dabei fließt das Zinn gut, vernetzt auch gut und die Lötstelle oxydiert nicht merklich. Auch das Lötwerkzeug verzundert nicht so rasch.
Die hohe Temp kam von meiner Erwähnung einer schlecht lötbaren Platine, bei der ich die Temperatur erhöhen mußte, damit überhaupt Zinn angenommen wurde.
 
Ich muss doch sehr bitten, on topic zu bleiben :rolleyes: ;)

Übrigens :), mit dem Ersa PTC70 bin ich top zufrieden. Von FC Pins bis zu fetten Batteriekabeln geht alles. Ersetzt komplett meine Ersa Lötstation und hat 1/10 Volumen. Mit 75W kann er auch genug nachschieben, wenn z.B. die Masselayer die Wärme abführen. Gibt's zeitweise unter 60,--.
 
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