Kurze Frage - kurze Antwort [3D Drucker]

Bei eBay gibt es jetzt haufenweise sehr günstige Prusa i3 (u.a. von CTC) als Bausatz für um die 180 Euro, taugt sowas oder sollte man da besser einen großen Bogen herum machen?
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Die sind in der Regel ganz gut für den Preis, allerdings für Anfänger wenig geeignet, da sie sehr fehlerhaft sind. Für Leute mit Erfahrung ist es kein Problem die Fehler in Mechanik, Elektronik und Fiirmware zu beheben, aber ein Anfänger wird daran wohl mehr verzweifeln.
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Grundsätzlich.....einen Plug & Play Drucker gibt es nicht, auch wenn es die Werbung gerne verspricht. Egal wie muß man sich sehr ausführlich ins Thema einlesen und damit befassen. Der einzige Drucker der in die Nähe von so etwas kommt kostet über 2000€ und dann bist Du wie bei einem Tintenstrahdrucker mit Allem sehr teuer an den Hersteller gebunden.

Wir entwickeln gerade einen Drucker der opensorce, wie auch als Bausatz erhältlich sein wird, aber der ist gerade erst im Betatest und ist aber dann gerade für leute wie Dich geeignet.
Grundsätzlich ist für einen Anfänger ein Bausatz in der regel das Beste, da man dann auch das System versteht und nicht bei jeder Kleinigkeit verzweifeln muß.
Wenn Du schneller einen Drucker möchtest gibt es auch noch den MCK, den man aber selbst bauen muß, aber mit vielfältiger Unterstützung. schau mal hier: http://www.3d-druck-community.de/thread-1560.html

Grundsätzlich muß man aber erstmal an jedem Drucker schrauben bis er richtig funktioniert und das ist so ziemlich unabhängig vom Preis. Auch der so bekannte Ultimaker funktioniert nicht lange fehlerfrei und alle tunen ihn dann sehr schnell daß man damit auch arbeiten kann.
 
Ich danke dir für die umfassende Erklärung, auch wenn sie ganz schön ernüchternd ist... ich bin auf der Suche nach einem Drucker für unser Büro (Softwareentwicklung), soll aber nicht kommerziell eingesetzt werden. Ein bisschen tüfteln ist da voll okay (als Informatiker liegt einem sowas eh nahe), aber wenn vor jedem Druck erstmal ne Stunde Tuning nötig ist, verliert das ganze schnell seinen Reiz.
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Besser jetzt ernüchternd, als später nur frustrierend. Es hilft nicht etwas schön zu reden das dann nicht so ist.
3D Druck ist grundsätzlich etwas in das man sich sehr ausführich einarbeiten muß und das nicht mal eben so funktioniert.
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Besser jetzt ernüchternd, als später nur frustrierend. Es hilft nicht etwas schön zu reden das dann nicht so ist.
3D Druck ist grundsätzlich etwas in das man sich sehr ausführich einarbeiten muß und das nicht mal eben so funktioniert.
 

Karsten J.

Erfahrener Benutzer
Hi

Welche Beschleunigungswerte kann man für einen UM2 Clone wählen ?
M201 X9000 Y9000 Z100 E3500
Ist hier 9000 viel zu viel ?
Was bewirkt der Wert wenn ich ihn auf 1000 runtersetze ?

Gruß Karsten
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Mit diesen Beschleunigungswerten wirst Du wohl Probleme bekommen. Schrittverluste und der Drucker wird richtig laut.

Das sind Beschleunigungen die ein normaler Drucker nicht ab kann und Du wenn es überhaupt funktioniert Du ein extremes Shadowing erhalten wirst.

Ich denke mal, daß Du mit einer Beschleunigung von 2500mm/s² für X und Y und einem Jerk von 10 besser fahren wirst. Das sollte der UM-Clone abkönnen.
 

Karsten J.

Erfahrener Benutzer
Hi Edwin und Danke für Deine Antwort...
Werde ihn mal auf 2000 einstellen (Shadowing hab ich bereits auf dem Druck erkannt :))
Über Jerk hab ich schon einiges gelesen, aber nie richtig verstanden. Könntest Du mir da noch kurz erklären, was der Wert auf sich hat ?
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Am einfachsten erklärt, wenn auch so nicht ganz richtig ist, aber vielleicht am Verständlichsten. Der Jerk sagt aus wie der Schrittmotor aus dem Stillstand anfährt. Im Prinzip also auch eine Beschleunigung. Je kleiner der Wert ist desto sanfter, was aber auch wieder mit der anderen Beschleunigung zusammenspielt.
 

Karsten J.

Erfahrener Benutzer
Also brauch ich für hochwertige Drucke eher ein niedriger Jerk und eine geringe Beschleunigung sowie eine geringe Druckgeschwindigkeit ?
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Jein, ganz so einfach ist es nicht, da es auch sehr abhängig vom Aufbau und der Stabilität des Druckers ist.
Ein einfacher Vergleich zum besseren Verständnis.

Mit meinem Hyper-Core, der ein besonders stabil und für höhere Geschwindigkeiten gebauter Core XY ist erhalte ich mit einem Jerk von 22 und 4000mm/s² bei 170mm/s Druckgeschwindigkeit die selbe Druckqualität als mit einem Prusa mit einem Jerk von 8 und 500mm/s² Beschleunigung bei 20mm/s. Aber auch das ist immer noch sehr variabel da man vieles einfach nicht schnell drucken kann, egal welchen Drucker man hat.
Grundsätzlich ist es aber so wie Du es Dir selbst beantwortet hast. Fang doch einfach mal so an. Mit zunehmender Erfahrung steigerst Du Dich sowieso von selbst.
 
hallo,

hat jemand einen tipp für mich?
ich habe nach unzähligen rollen ABS und PLA mir nun endlich mal TPU zugelegt und bin begeistert von den Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben. Allerdings verlangt Ultimaker für deren TPU fette 70EUR.
Hat jemand eine Quelle für brauchbares und leistbares Ninjaflex/TPU Filament mit 2.85mm Durchmesser?

Danke und Gruß aus Wien,
Christian
 

Nimrod

Erfahrener Benutzer
Haben da was bei eBay gefunden. Werden es die Tage testen wenns da ist. Kilo Kost um die 30
 
Hey, super. Danke.
Werde ich mal versuchen, der Preis ist voll ok, zumal dank Prime noch nicht mal Versandkosten dazukommen.
Durchmesser passt soweit? denn der Anbieter schreibt was von 2.85/3mm.

Danke und Gruß aus Wien,
Christian
 

Nimrod

Erfahrener Benutzer
hallo ihr lieben. ich habe einmal mehr ein kleines Druckproblem.


ich hab immernoch die kossel mit bowden und 40cm schlauch.

seit gestern habe ich hier ne rollte TPU (sainsmart) liegen, und versuche nun, damit einigermaßen akzeptable drucke hinzubekommen.

als erstes hab ich den bowden extruder umgebaut damit sich das material im Extruder nicht zusammenschiebt. funktioniert.
nun habe ich versch. einstellungen ausprobiert. bei temperaturen von 240grad und 20mm/s mit 120% feedrate lässt sich das material drucken, aber er kommt immer wieder ins stottern. zudem glaube ich das 240grad einfach zu hoch sind, zumal ein kollege das Material bei 200-210 mitm direct drucken kann.

wenn ich den Druck auf das Laufrad im Extruder etwas erhöhe, funktioniert es zwar etwas besser, aber ich kann ja schlecht die ganze zeit dabei sitzen und das laufrad anpressen. daher meine Frage: hat jemand einen für einen Kossel verwendbaren Tip, wie ich den Extruder umbauen könnte, oder welche einstellungen ich vornehmen kann, damit das ganze besser passt?

ich habe schon über den flying extruder nachgedacht, aber würde gern ohne solch große umbauten trotzdem TPU drucken können. hat da jemand erfahrungen mit?
 

Edwin

Erfahrener Benutzer
Hi Nimrod,

ich Drucke TPU und bisher jedes andere flexible Material in meinem Kossel und auch in meinen anderen Drucker über meist einen 70cm langen Bowden. Der Druck läuft im Prinzip mit den selben Einstellungen wie PLA und der selben Geschwindigkeit. Sieh mal das Video: Da läuft ein 3DDC-Core mit TPU und echten 80mm/s

https://www.youtube.com/watch?v=rs87axaxk4w&t=12s

Damit das Funktioniert muß alles, vom Extruder bis zum Hotend aufeinander abgestimmt sein. Als Extruder verwende ich einen von Plastikprint aus unserem Forum mit recht geringem Andruck des Ritzels. Als Bowden nur die aus deutscher Produktion die praktisch klar sind und beim Hotend ein E3D-Vollmetallhotend mit MaPa-Setup ausgerüstet.
Und ich bin beileibe nicht der einzige der das so macht.

Gruß Edwin
 
RCLogger

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