Sub 250 mit langer Flugzeit -> Denkanstöße

s.nase

Erfahrener Benutzer
Bei einem Hohlprofil würde ich den Gewebeschlauch aussen drüber ziehen, die Gewebeschlauchenden nach innen in das Hohl Profil umschlagen, und mit einem kurzen Holzkeil sichern. So bleibt der Gewebeschlauch beim Einharzen schön gespannt, und es kann auch kein Harz in das Hohl Profil laufen. Eventuell die beiden Holzkeule gleich mit einem Tropfen Harz einsetzen.

Aber ohne einem entsprechend schmalen Gewebeschlauch macht das nicht viel Sinn, damit die Fasern nicht spitzer als 45-90grad zu einander liegen.

Ohne eine Vakuum Pumpe würde ich das
Harz mit einer kleinen Schaumstoffrolle auf den über das Hohlprofil gespannten Gewebeschlauch von aussen tränken. Überschüssiges Harz mit einer trockenen Schaumstoffrolle nachträglich abtupfen/abrollen. Viel mehr Harz als das was durch die Kapilarwirkung im Gewebeschlauch gehaltene Harz ist nicht nötig. Der Gewebeschlauch muß halt nur einmal richtig bis zum Profil durchgetränkt sein.

Wenn nötig, besonders die kurzen Kanten der Hohl Profilenden vorher mit feinem Sandpapier etwas abrunden, damit die Fasern beim Umschlagen nicht brechen.
 

fandi

Erfahrener Benutzer
Jo, würde mich interessieren wie du den Schlauch verklebt hast...
Ich habe das mit dem Schlauch gar nicht erst versucht, der Umfang ist im losen Zustand viel zu groß.
Für 6x6mm muß man den ordentlich ziehen.
Da ich den auch nur dort nehmen wollte, wo nachher der Motor sitzt, habe ich testweise ca. 3cm abgeschnitten. Das Stück ist dann allerdings von selbst in seine Fasern zerfallen.
Für mich ist das so nicht zu verarbeiten.
Ich habe dan das Band genommen. Zuerst den Stab etwas mit Kleber bestrichen, das Band einmal drum herum gewickelt, überlappend auf der gegenüber liegenden Seite, und das ganze dünn mit Kleber überstrichen.
Den Kleber in das Gewebe ein massiert und so lange trocknen lassen, bis man den feilen und schmirgeln konnte. So die obere Seite geglättet und dann erst mal 24 Stunden aushärten lassen.
An der geschmirgelten Seite sieht man kaum das da nun was drauf ist, an den 3 anderen Seiten habe ich, da ja nur ein Test, nichts verfeinert, man sieht halt dort die Klebung.
Meine Testbohrung mit 3mm klappte dann ohne Probleme, und der Stab läßt sich dort auch nicht weiter einbrechen, was ohne die Modifikation teilweise von alleine passierte.
Beim Sägen macht es wohl auch Sinn den Stab zum umwickeln, sonst spleißt der Stab.
Ich denke hier reicht dann auch Paketband, da es nach dem Sägen ja wieder runter soll.
 
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s.nase

Erfahrener Benutzer
Ein Stück balsaholz als Stopfen hat ja nicht soviel Gewicht. Zusammen mit dem Harz sorgt der Stopfen auch für ne etwas bessere Druckfestigkeit des Hohlprofils an der Stelle. Das kann beim Verschrauben oder einer Verklemmung durchaus helfen. Wenn man will, kann man der Stopfen ja auch nach dem Aushärten wieder raus popeln.

Aushärten bei erhöhter Zimmertemperatur erhöht die Festigkeit des Harzes, und beschleunigt den Vorgang ungemein. Wenn ich keine Heizkiste zur Verfügung habe, lege dich das Harz immer auf das Gehäuse einer Leuchtstofflampe. Der Trafo in der Leuchtstofflampe erzeugt genau den richtigen Temperatur Verlauf zum aushärten des Harzes.

Beim zurecht schneiden eines cfkprofils(mit dünner Dremeltrennscheibe, und dann das Profil im Akkuschrauber rotieren lassen), mach ich immer Tesafilm um das Profil. Dann franst die Schnittkante weniger aus. Dann die SchnittKante mit Sekundenkleber versiegeln, Tesa abfummeln, und mit feinem Sandpapier verschleiern. Das kann auch beim bohren in CFK sinnvoll sein.
 

fandi

Erfahrener Benutzer
Wenn Du verschrauben möchtest, würde ich die Löcher mit Messing ausbüchsen.
Das war auch meine erste Idee, bis halt die ausgefransten Bohrlöcher entstanden.
2 Löcher habe ich aber so hinbekommen, und das Messing hält sicher besser als Balsa.
Beim Verklemmen mag Balsa sinnvoller sein, aber die Klemme (z.B. aus dem 3D Drucker) wiegt zusätzlich.
Mein nächster Versuch ist Uhu Endfest 300.

Das Aushärten ist hier gar nicht so ein Problem, mein bereits geklebtes X ist nicht auseinander zu bekommen,
eher bricht das Rohr. Für einen GPS-Sub-250Gramm-Fotokopter wird das reichen.
Im Crash Fall: alles was ganz bleibt, war zu schwer konstruiert,
für einen Racer ist das sicher wichtiger

Zum Sägen, ist es besser so eine Dremelscheibe schnell laufen zu lassen, oder besser langsam?
Meine ersten Versuche habe ich mit der Metallsäge gemacht, war eigentlich ganz gut so,
so viel ist da nicht ausgefranst, denke aber, mit Tesa geht es noch besser.
 

fandi

Erfahrener Benutzer
Heute morgen wieder 2 Stücke gesägt,
dieses mal mit Tesa, da ist nichts ausgefranst.
Die Schnittkannten werde ich dann beim Aufbringen das Carbonband noch mit etwas Kleber veredeln.
 

s.nase

Erfahrener Benutzer
Das 6x6mm Vierkantrohr hat ja innen einen 3mm runden Querschnitt. Da muß ja dann auch ein runder Keil rein. Vielleicht ein dicker Schaschlik Spieß, oder irgend ein anderer Rundstab(zB. Hartholz).

Schnittstelle markieren, Tesa mehrlagig fest drum wickeln, Profil in den Akkuschrauber spannen und mit hoher Drehzahl in entgegen gerichteter Dremeldrehrichtung rotieren lassen, mit hoher Drehzahl an der Dremeltrennscheibe grob ablängen, und zum Schluß mit der Dremeltrennscheibe auf exakte Länge runterschleifen.
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
Update:

Die Quanum 6020 Carbon laminiert 2-Blatt sind eingetroffen.
Leider ziehen die mehr Strom statt der erhofften <5,4A. Nämlich 6,3A. Schade.
Quanum 6020.jpg

Mich würde mal interessieren, ob die T-Motor Carbon laminiert besser sind. Sind mir aber ehrlich gesagt zu teuer. Falls jemand einen Satz günstig abgeben möchte, bitte eine e-mail an mich! Die Stommessung im Schwebeflug (wie in post 332) würde ich dann hier Posten.;)

BG, Elton
 
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Elton100

Erfahrener Benutzer
Gestern angekommen, heute getestet:
6030 Nylon 2-Blatt aus der Bucht: 5,8A
6030 Prop.jpg

@s.nase Meinst du die Profildicke? Die Dinger haben nicht wirklich ein Profil. Da hat m.M. irgend ein Chinese Pi mal Daumen eine Form per Hand zusammen geklöppelt oder eine 6030er Luftschraube als Vorlage verwendet und dann einfach 6x2 drauf geschrieben.
Der Vergleich mit den 6030ern zeigt ja eindeutig, dass da etwas nicht stimmen kann. Weniger Steigung und dann mehr Strom als die 6030er? Hmmm...:(

BG, Elton
 
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s.nase

Erfahrener Benutzer
Neben der Steigung und dem Durchmesser, unterscheiden sich Propst auch in der maximalen Leistung die sie in der Luft umsetzen können. Ein Prop der viel Leistung ohne Strömungsabriss in die Luft bringen kann hat entweder ein dickeren Profilquerschnitt oder mehr Flügel(3er...Prop). Der Nachteil des dickeren Profilquerschnitt oder der zusätzlichen Flügelkante ist aber, das oft auch die Strömungsverluste größer werden.

Bei deinen Modell begrenzen ja schon die relativ "schwachen" Motoren, die maximal in der Luft um zu setzende Leistung. Deine Motoren werden den dickprofiligen Prop also nie an einem Strömungsabriss bringen können. Also kannst du auf deinen kleinen Motoren auch einen Prop mit gleicher Steigung aber dünneren Profilquerschnitt verwenden, und somit das günstigere Strömungsverhalten eines dünnen Prop nutzen.
Daher vergleiche mal die maximalen Profildicken deiner getesteten Props. Das kann schon oft ein Hinweis auf die zu erwartenden Strömungsverluste geben. An deiner Stelle würde ich nach einem 6020 oder 6030 Prop mit geringer Profildicke, und größer ProfilLänge suchen. Eventuell sogar mit breiten Propspitzen, so ähnlich wie bei Slowflyer Pops. Denn deine maximalen Motordrehzahlen sind ja auch noch relativ moderat.
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
Ist mir alles klar. Die GWS Slowflyy Props wären m.M. z. B. ideal. Leider gibt es die nicht in 6x2 und cw/ccw. Mal abgesehen davon, dass die eine 3er Bohrung haben.

Ich denke, wenn es 6x2er gäbe, hätte irgend jemand sie auch schon hier gepostet. Ich finde jedenfalls keine.

Also verwende ich weiterhin die 5x3er. Die sind auch ganz gut, die Motoren sind damit nicht überlastet (drehzahlfreudig), der Copter ist agil und sie sind schön leicht. Eigentlich (fast) perfekt.

Es wäre halt interessant zu wissen, ob es noch besser ginge:cool:


BG, Elton
 
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s.nase

Erfahrener Benutzer
Der 6030 sollte schon bei geringer Drehzahl genug Schub für den Schwebeflug erzeugen, als der 5030. Theoretisch steigt damit auch die Effizient's von ESC und Motor , vorausgesetzt der Motor erzeugt bei der geringeren Drehzahl noch genug Leistung(wird nicht abgewürgt). Bei Vollgas wird das MotorAbwürgen oft noch deutlicher. Daher sollte man eigendlich mit größeren Prop auch immer die mit etwas niedrigerer MotorKV fliegen.

Wenn du dir die Leistungskurve eines Motors anschaust, erkennt du immer den optimalen Drehzahlbereich zwischen maximaler Effizient's und maximaler Leistung. Dafür muß man dann den optimalen Prop finden. Also nicht nur den Schwebestrom vergleichen, sondern auch den VollgasStrom, auch wenn du Vollgas eher selten nutzen wirst.
 

Elton100

Erfahrener Benutzer
@Elton100 Hast du die Gemfan 6030 schon gesehen?

10pcs Gemfan 6030 ABS Direct Drive Orange Propeller Blade

Ich hab sie selber noch nie ausprobiert. Sie sehen aber wie verlängerte 5030 aus. Da könnten sie möglicherweise noch ein wenig mehr Effizienz bieten.
Guggst du Post Nr. 375. Das sind eigentlich die gleichen! Mal abgesehen davon dass es deine verlinkten nicht in ccw gibt.

@s.nase Meine haben nur 3100KV.

Ich wiederhole mich: Die 6030er ziehen mehr Strom.

BG Elton
 
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